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Volkszählung: Immer weniger Briten bezeichnen sich als Christen

Die Zahl der Christen ist in England und Wales im vergangenen Jahrzehnt um vier Millionen gesunken. 33,2 Millionen oder knapp 60 Prozent bezeichneten sich bei der Volkszählung 2011 als Christen, teilte die nationale Statistikbehörde am Dienstag in London mit.

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Vor zehn Jahren waren es noch 37,3 Millionen (72 Prozent) gewesen.
Aus der Erhebung ergibt sich zudem, dass die Zahl der Bewohner mit ausländischen Wurzeln zugenommen hat.

Von den 1,8 Million Nordiren stuften sich 48 Prozent als Protestanten und 45 Prozent als Katholiken ein. Jeder vierte Bewohner von England und Wales gab der Erhebung zufolge an, keiner Religion anzugehören. Mit 14,1 Millionen ist dies gemessen an 2001 fast eine Verdoppelung.

 Die drittstärkste Gruppe sind die Muslime: Deren Zahl stieg von 1,5 auf 2,7 Millionen seit 2001. Das entspricht einem Anteil von 4,8 Prozent. 1,5 Prozent der Befragten gaben an, Hindus zu sein. Die Anteile der Sikhs lagen bei 0,8 und von Juden bei 0,5 Prozent.

 In einer ersten Reaktion folgerte die anglikanische Kirche, England bleibe eine glaubenstreue Nation. Vom Tod des christlichen England zu sprechen sei übertrieben, sagte Arun Arora vom Erzbischöflichen Rat. Trotz eines Jahrzehnts atheistischer Kampagnen stuften sich sechs von zehn Engländern als Christen ein. Arun wies daraufhin, dass die anglikanische Kirche von England im vergangenen Jahrzehnt wöchentlich 2.500 Taufen und mehr als 100 Trauungen vorgenommen sowie 5.000 neue Priester ordiniert hat. Die atheistischen Organisationen könnten sich dagegen gerade mal auf 28.000 Mitglieder in Großbritannien stützen.

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 Seit 2001 erhöhte sich für England und Wales die Zahl der Bewohner mit Migrationshintergrund um nahezu drei auf 7,5 Millionen. Herkunftsländer sind in erster Linie Indien, Polen und Pakistan. 274.000 Deutschstämmige leben England und Wales. Die Bevölkerungszahl in England und Wales erhöhte sich seit 2001 um sieben Prozent auf 56,1 Millionen. Davon waren 13 Prozent außerhalb Großbritanniens geboren.

(Quelle: epd)

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