Im sela-Blog stellt der Theologe Ulrich Wendel eine ungewöhnliche Frage: Wie kühn dürfen Christen eigentlich beten? Ausgangspunkt ist eine Entdeckung im 1. Buch der Könige, wo sich ein auffälliger Zusammenhang zeigt – zwischen der Bedrängnis Davids und dem Frieden seines Sohnes Salomo. Für Wendel deutet sich hier ein Prinzip an: Gott gleicht Defizite aus, auch wenn das auf überraschende Weise geschieht.
Diese Beobachtung verbindet Wendel mit Psalm 90. Dort findet sich eine Bitte, die es in sich hat: Gott möge Freude schenken im Ausmaß des erlebten Leids. Für den Autor ist klar: Solche Gebete sind erlaubt. Sie öffnen einen Raum für Kühnheit – ohne dabei Ansprüche zu formulieren oder einfache Antworten zu liefern.
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Dr. Ulrich Wendel ist Redakteur von Faszination Bibel und von sela. Das Gebetsmagazin.
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