„Wir trauen uns da mal dran.“ Mit dem Buch Hiob widmet sich die Allianzkonferenz einem der schwierigsten Texte des Alten Testaments. Organisator Hans-Günter Schmidts erklärt, worauf er sich am meisten freut.
Jesus.de: Die Allianzkonferenz ist die älteste regelmäßige Bibelkonferenz in Deutschland. Für manche ein Qualitätssiegel, zweifellos, für andere mag das eher ein bisschen „verstaubt“ klingen – zumal es keine „hippen“ Bühnenshows gibt. Warum sollte ich an der Allianzkonferenz teilnehmen?
Hans-Günter Schmidts: Die Frage, ob Qualität oder verstaubt, ist letztlich die gleiche Frage, die sich manche zur Bibel stellen. Für viele ist es ein altes Buch und für manche topaktuell. Wir als Veranstalter der Allianzkonferenz sind davon überzeugt, dass die Bibel von Gott inspiriert ist, Gottes Wort ist und deswegen sowohl für den einzelnen Teilnehmer, aber auch für uns als Gemeinden, Orientierung gibt in einer Zeit, wo viele danach suchen. Was zählt? Was ist wirklich Wahrheit? Was ist Fake? Und da ist, glaube ich, ist eine Bibelkonferenz ein wichtiger Beitrag.
Wie kam es dazu, das Thema Hiob auszuwählen?
Hans-Günter Schmidts: In diesem Jahr ist wieder das Alte Testament dran [Erklärung: Es gibt eine jährlichen Wechsel zwischen AT und NT], und da haben wir geschaut, welche biblischen Bücher in der 130-jährigen Geschichte der Allianzkonferenz schon einmal betrachtet wurden. Hiob war noch nicht dabei. Klar, das Buch ist keine „leichte Kost“, aber doch wichtig für viele Menschen, die schwierige Situationen erleben – verbunden mit der Frage: „Warum lässt Gott das zu?“ Und deswegen haben wir beschlossen: Wir trauen uns da mal dran.
Worauf freuen Sie sich persönlich bei der Konferenz am meisten?
Hans-Günter Schmidts: Auf die vielen Begegnungen. Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein, Geschichten zu hören, sich auszutauschen, neue Erfahrungen zu machen. Das ist ein Merkmal der Allianzkonferenz, dass es sehr familiär zugeht. Es ist kein typischer Kongressbetrieb, wo man von einem Raum zum anderen hetzt, sondern es ist sehr persönlich. Darauf freue ich mich sehr – neben den inhaltlichen Schwerpunkten und den künstlerischen Darbietungen. gerade auch das Musical Paul & Gretel.
Wo steht die Allianz-Konferenz in zehn Jahren? Wird sie familiär bleiben in dem Sinne, dass tatsächlich alle Generationen dabei sein werden?
Hans-Günter Schmidts: Ich weiß nicht, wo die Konferenz in zehn Jahren stehen wird, dafür fehlt mir die prophetische Gabe [schmunzelt]. Bezüglich der Zukunft sind wir in allen Gremien im Gespräch. Damit meine ich das Konferenzteam, aber auch die Gremien der Allianz. Uns beschäftigt natürlich die Frage, was wir dazu beitragen können, dass die Konferenz familiär bleibt – auch im dem Sinne, dass Teilnehmende aus allen Generationen vertreten sind.
In diesem Jahr läuft das internationale Jugendcamp parallel zur Konferenz, beziehungsweise fängt vorher an, und ist dann Teil der Konferenz. Kurz nach der Corona-Pandemie war die Veranstaltung eigentlich „tot“. Das ist wieder sehr lebendig geworden. 100 Teenager sind beim Camp dabei, dazu kommen noch die Jugendlichen, die zur Konferenz anreisen. Es gibt auch Überlegungen für eine eigene Jugendkonferenz mit Schnittstellen zur Alliankkonferenz. Wie sich das entwickelt, kann ich Ihnen nicht genau sagen, aber wir sind dran.
Auch andere Fragen beschäftigen uns, zum Beispiel die Halle betreffend. Sie wird bislang nur einmal pro Jahr genutzt. Eben für die Allianzkonferenz. Das ist aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Da müssen wir eine Vision entwickeln, wie man sie beleben kann.
Vielen Dank für das Gespräch!
>>> Homepage der Allianzkonferenz
Imagefilm der Allianzkonferenz:
