Die Gemeinden im Bund Freier evangelischer Gemeinden wachsen wieder. Besonders die Zahl der Taufen, Glaubensentscheidungen und Gottesdienstbesucher hat deutlich zugenommen.
Die Freien evangelischen Gemeinden (FeG) in Deutschland sind wieder auf Wachstumskurs. Wie der Bund mitteilt, gehörten Ende 2025 insgesamt 504 Gemeinden mit 40.933 Mitgliedern zum Gemeindebund. Damit sei die während der Corona-Pandemie entstandene „Delle“ überwunden worden, heißt es. Besonders positiv bewertet der Bund die Entwicklung bei Glaubensentscheidungen und Taufen. Im zurückliegenden zweijährigen Auswertungszeitraum verzeichnete der Bund nach eigenen Angaben rund 2.700 Entscheidungen für den Glauben an Jesus Christus. Bis 2021 habe die Zahl regelmäßig unter 2.000 gelegen. Die Zahl der Taufen stieg innerhalb von vier Jahren von 1.491 auf 2.624. Auch die Zahl der Taufgottesdienste nahm deutlich zu, heißt es.
Nach dem starken Einbruch während der Pandemie habe sich auch das gottesdienstliche Leben weitgehend erholt. Lag die Zahl der Gottesdienstbesuche 2021 nur noch bei 62 Prozent der Mitgliederzahl, erreichte sie Ende 2025 wieder 92 Prozent. FeG-Präses Henrik Otto sagte: „Wir sind froh und dankbar, dass wir die Corona-Delle überwunden haben.“
Gemeindegründungen prägen die Entwicklung
Die Zahl der FeG-Gemeinden wächst laut Statistik weiter. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Gemeindegröße leicht (81 Mitglieder). Nach Angaben des Bundes hängt dies vor allem mit zahlreichen Neugründungen zusammen, die meist mit kleineren Gruppen starten. „Gemeindegründung gehört fest zur DNA unseres Gemeindebundes“, betont Sascha Rützenhoff, Leiter der FeG Inland-Mission. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liegt bei knapp über 53 Jahren.
Für FeG-Geschäftsführer Guido Sadler bestätigen die aktuellen Zahlen den eingeschlagenen Kurs. Die Entwicklung bei Gemeinden, Glaubensentscheidungen und Taufen ermutige dazu, weiterhin gezielt in Gemeindegründungen zu investieren. Hinter den Zahlen stünden Menschen, die Glauben entdecken, Gemeinschaft erleben und sich in neuen Gemeinden engagieren.
Die Angaben stammen aus der internen Gemeindestatistik des Bundes Freier evangelischer Gemeinden. Die Mitgliedsgemeinden laut Bund werden alle zwei Jahre gebeten, ihre aktuellen Daten zu melden.
>>> zur vollständigen Meldung des Bundes FeG
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR (FeG) wurde 1874 gegründet und besteht aus 504 selbstständigen Ortsgemeinden mit insgesamt 40.933 Mitgliedern. Er ist mit der Evangelischen Allianz in Deutschland verbunden und Mitglied der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist Witten. Präses ist seit 2024 Henrik Otto.
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