Der Konsum von TikTok, Instagram und anderen Portalen kann auf die Stimmung drücken. Das merken auch junge Menschen, wie eine Studie der Techniker Krankenkasse zeigt.
Obwohl der Großteil der 12- bis 17-Jährigen Social Media positiv gegenübersteht, sind einer aktuellen Studie zufolge mehr als die Hälfte in dieser Altersgruppe (55 Prozent) für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Acht Prozent seien sogar für ein grundsätzliches Verbot für Kinder und Jugendliche, 47 Prozent für ein Verbot bis zu einem gewissen Alter, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Social-Media-Report der Techniker Krankenkasse (TK).
39 Prozent der befragten Jugendlichen lehnen demnach ein Verbot ab. Diejenigen, die Einschränkungen befürworten, sprachen sich im Durchschnitt für eine Altersgrenze von 14 Jahren aus. Grundsätzlich stehe der überwiegende Anteil der Befragten aber Social Media positiv gegenüber, hieß es. Vier von fünf Jugendlichen (80 Prozent) sagten, dass ihnen Social Media eher gut oder sehr gut täten.
«Zwischen Like und Limit»
Für die Online-Umfrage mit dem Titel «Jugend zwischen Like und Limit» befragte den Angaben zufolge das Markt- und Meinungsforschungsinstitut eye square im April und Mai dieses Jahres bundesweit insgesamt 1.400 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren.
Diese Stichprobe entspreche einem repräsentativen Abbild der Altersgruppe in Deutschland, hieß es.
Der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas betonte, die sozialen Medien hätten für Jugendliche viele positive Aspekte. Ein pauschales Verbot greife deshalb zu kurz. Positiv nannte Baas etwa den Austausch mit Freundinnen und Freunden sowie Inspiration und Zugang zu wichtigen Informationen. Zugleich seien den jungen Menschen auch die Schattenseiten bewusst, wie Fake News, Cybermobbing und andere belastende Inhalte.
Der TK-Social-Media-Report wird am Donnerstag, 27. August, um 11 Uhr in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Techniker Krankenkasse hat nach eigenen Angaben insgesamt rund 12,5 Millionen Versicherte, davon 9,7 Millionen zahlende Mitglieder und 2,8 Millionen beitragsfrei versicherte Angehörige.
