Der schwedische Star-Dirigent Herbert Blomstedt ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Der langjährige Gewandhauskapellmeister verband seine Musikkarriere mit einem tiefen christlichen Glauben.
Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt ist am 4. November im Alter von 99 Jahren gestorben. Der in den USA geborene Musiker galt als einer der bedeutendsten Dirigenten seiner Generation und stand bis ins hohe Alter regelmäßig am Pult führender Orchester.
Blomstedt war von 1998 bis 2005 Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Zuvor leitete er unter anderem die Staatskapelle Dresden sowie das San Francisco Symphony Orchestra. Auch nach dem Ende seiner Leipziger Amtszeit blieb er dem Gewandhausorchester eng verbunden und kehrte regelmäßig als Gastdirigent zurück.
Keine Proben am Sabbat
Herbert Blomstedt war ein überzeugter Siebenten-Tags-Adventist. Während seiner gesamten Karriere hielt er aus Rücksicht auf den biblischen Sabbat niemals Proben am Freitagabend oder am Samstag ab. Konzerte dirigierte er jedoch durchaus, da er dies als Ausdruck seines Glaubens und als Form der Anbetung verstand.
Gegenüber der Deutschen Welle sagte er 2021: „Für mich ist Gott vor allem Schöpfer und die einzige Erklärung für unsere Existenz.“ Musik könne Menschen zu Gott führen, sagte er. Die New York Philharmonic schrieb über Blomstedt: „Sein Wirken als Dirigent ist untrennbar mit seinem religiösen und menschlichen Ethos verbunden.“
Diesen Artikel haben wir von C-Heute übernommen. Das neue Newsportal C-Heute bietet verlässliche christliche Inhalte. Das wachsende Angebot umfasst Nachrichten aus Kirche, Gesellschaft und Weltgeschehen. Dazu kommen Hintergrundberichte, Interviews und Kommentare sowie Beiträge zu Spiritualität, Gemeinde und Glaubensleben.

