Chatbots werden für viele junge Menschen zu Gesprächspartnern bei persönlichen Anliegen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie verbreitet Gespräche über Sorgen, Gesundheit oder Einsamkeit mit KI inzwischen sind.
Wie die Rheinische Post unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands berichtet, nutzen viele junge Menschen KI-Chatbots nicht nur für Schule, Studium oder Information, sondern auch für persönliche Gespräche. Demnach sprechen 28 Prozent der befragten KI-Nutzer im Alter zwischen 14 und 25 Jahren mit Chatbots über Sorgen, gesundheitliche Fragen oder emotionale Probleme.
Gesundheitsfragen an erster Stelle
Unter den Befragten, die persönliche Themen mit einer KI besprechen, standen Gesundheitsfragen mit 55 Prozent an erster Stelle. Fast jeder Zweite sprach über Ernährung, Sorgen oder Beziehungsprobleme. 30 Prozent gaben an, einen Chatbot zu nutzen, wenn sie sich einsam fühlen oder niemanden zum Reden haben.

Verbraucherschützer fordern Regeln
Die Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, sieht diese Entwicklung kritisch. „Ein Chatbot darf sich nicht als bester Freund ausgeben, riskante Ratschläge bei Einsamkeit geben und erst recht keine ungesunden Schlankheitsziele befeuern“, sagte sie. Pop fordert verbindliche Vorgaben, damit KI-Systeme Nutzer nicht manipulieren, keine emotionale Abhängigkeit fördern und selbstbestimmte Entscheidungen nicht beeinträchtigen.
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