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Reformation: Wen oder was feiern wir denn da?

Vor allem Kinder feiern am 31.Oktober Halloween, freuen sich auf Süßigkeiten und Gruselschauer. Doch eigentlich ist dieser Tag ein Gedenken an die Reformation. Mit Kürbissen und Spinnen hat die jedoch nichts zu tun, sondern mit den Zahlen 95 und 1517.

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Zu viele Missstände, zu viel Machtmissbrauch. Zu wenig Inklusion, zu wenig Gnade. Deshalb schrieb ein einfacher deutscher Mönch 1517 einen Rundbrief an die Kirchenobersten, in dem er 95 Thesen zur Diskussion stellte und Veränderungen forderte. Veränderungen, zum Wohle der Menschen und zur Ehre Gottes. Und, so erzählt man sich, machte sich Martin Luther auf und lief an einem Herbsttag, dem 31. Oktober 1517, zur Stadtmitte Wittenbergs und hämmerte den eben verschickten Rundbrief an die Pforte der Schlosskirche. So wie es alle taten, die wichtige Neuigkeiten in der kleinen Stadt verbreiten wollten. Genau daran erinnert der Reformationstag, der übrigens in etlichen deutschen Bundesländern (BB, HB, HH, MV, NI, SH, SN, ST, TH) als Feiertag verankert ist.

Noch heute strömen Touristen an die Wittenberger Schlosskirche und untersuchen die hölzerne Tür auf kleine Löcher, in denen einst die Nägel steckten. Doch diese Tür gibt es nicht mehr. Sie fiel einem Brand im Jahre 1760 zum Opfer. Die Ideen dieses Mönches leben jedoch weiter. Sie wurden hundertfach geteilt, diskutiert und umgesetzt. Sie waren Ausgangspunkt für eine einzigartige Veränderung. Eine Transformation, die die damalige (Kirchen-) Welt aus den Angeln hob, die die Kirche spaltete, eine Reformation althergebrachter Traditionen und Machtgefälle.

Die Bibel in deutscher Sprache

Seitdem gibt es die Bibel nicht nur auf Latein, sondern auch in deutscher Sprache. Seit dieser Zeit gibt es neben katholischer und orthodoxer auch die evangelische Kirche. Und seither gibt es ständig Bestrebungen, die Kirche zu verändern, nah zu den Menschen zu bringen und Gottes Gnade sichtbar zu machen. In der Hälfte der deutschen Bundesländer ist der Reformationstag gesetzlicher Feiertag. Ein Gedenktag an Martin Luther, den mutigen Mönch mit der Vision einer barmherzigen Kirche, einer Transformation (oder auch Reformation) kirchlicher Strukturen und eines Priestertums aller Gläubigen. Deshalb werden nach dem großen Reformationsjahr 2017 auch jetzt noch die Errungenschaften der Reformation gefeiert. (HT)

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