Der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, möchte die ökumenischen Gemeinsamkeiten mit der evangelischen Kirche weiter stärken.
«Wir müssen unser Wissen über die andere Konfession verbessern, um in einen guten Dialog miteinander treten zu können», sagte Marx am Dienstag vor der bayerischen Synode. Nur wer die theologischen Positionen des Partners kenne, könne auch die Ökumene voranbringen.
Erzbischof Marx dankte Landesbischof Johannes Friedrich, dessen Amt im Oktober endet, für die gute Zusammenarbeit und das «großartige ökumenische Verhältnis». Der Ökumenische Kirchentag in München 2010 habe gezeigt, wie stark Ökumene sein könne. Auch bei heiklen Themen wie der Diskussion um die Präimplantationsdiagnostik stünden die Kirchen eng beieinander. «Wir dürfen uns die Gemeinsamkeiten nicht kaputtreden lassen», betonte Marx.
Eine Möglichkeit, sich gegenseitig wahrzunehmen, böten die nächsten Großveranstaltungen der Kirchen, 2015 feiere die katholische Kirche das Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils, 2017 begehe die evangelische Kirche die Lutherdekade. Beide Ereignisse sollten für den Dialog und einen inneren Aufbruch der Kirchen genutzt werden, sagte Marx.
(Quelle: epd)
