Tag 260

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Matthäus 6

„So sollt ihr beten: ,Unser Vater im Himmel, dein Name werde geehrt. Dein Reich komme bald. Dein Wille erfülle sich hier auf der Erde genauso wie im Himmel. Schenk uns heute unser tägliches Brot und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind. Lass nicht zu, dass wir der Versuchung nachgeben, sondern erlöse uns von dem Bösen.‘“

Das Vaterunser ist das wohl bekannteste Gebet der Bibel; in vielen Kirchen gehört es allsonntäglich zum festen Bestandteil der gottesdienstlichen Liturgie. Es ist gut, sich dieses Gebet immer wieder vor Augen zu führen. Es ist allerdings schlecht, sofern dies nur im Sinne einer Gebetsformel geschieht. Dazu hat Jesus in den Versen davor schon etwas gesagt.

Natürlich ist das Vaterunser nicht das einzig erlaubte Gebet, sondern ein Muster, wie wir beten können. In erster Linie wenden wir uns dabei voller Vertrauen an unseren Vater im Himmel. Das können andere Religionen nicht aufweisen. Die ersten Bitten zeigen, dass es um ihn geht – und nicht in erster Linie um uns. Gottes Wille soll geschehen.

Es gehört aber zu unserem Kindsein, dass wir Bedürfnisse haben. Dazu gehört die tägliche Versorgung, die wir Gott anvertrauen dürfen. Und dann gibt es da noch die Dinge, die sich zwischen uns und Gott schieben und das Verhältnis trüben können – die Sünde. Wir bitten Gott darum, dass unsere Schuld vergeben wird und wir nicht in Situationen kommen, in denen wir erneut schuldig werden.

Das Vaterunser ist ein Basisgebet, das kleine Einmaleins des Betens. Man kann mit Gott noch viel mehr besprechen, auch etwa für andere beten, wie das im Neuen Testament ja häufig geschieht. Aber wichtig ist, dass man es mit der Haltung tut, die das Vaterunser uns als Beispiel gibt.