Tag 245

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Johannes 4

Jesus sagte: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht an mich.“ Doch der Beamte sagte zu ihm: „Herr, bitte komm zu mir herab nach Kapernaum, ehe mein kleiner Junge stirbt.“ Da sagte Jesus zu ihm: „Geh zurück nach Hause! Dein Sohn lebt.“ Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Heimweg. Unterwegs kamen ihm einige seiner Knechte mit der Nachricht entgegen, dass sein Sohn lebte und gesund war. Er fragte sie, seit wann genau es dem Jungen wieder besser gehe, und sie erwiderten: „Gestern Mittag um ein Uhr verschwand das Fieber!“ Da erkannte der Vater, dass es genau der Zeitpunkt gewesen war, an dem Jesus ihm gesagt hatte: „Dein Sohn lebt.“ Und der Beamte und sein ganzes Haus glaubten an Jesus.

Nach dem ungewöhnlichen Treffen mit der Samariterin geht es weiter nach Galiläa. Jesus trifft dort auf einen verzweifelten Vater, dessen Sohn auf den Tod krank ist. Sicherlich hat er das Weinwunder von Kana in Erinnerung; gerade das wirft ihm Jesus indirekt vor. Er will nicht als Wundermann gesehen werden. Dennoch lässt er sich von dem Mann bewegen und heilt das Kind – aus der Ferne.

Entscheidend ist nicht, dass wir in Jesus einen großen, erstaunlichen Wundertäter sehen. Manche meinen, dass ein Glaube ohne eine große Zahl an Wundern nur ein halber Glaube sei. Es geht bei Jesu Wundern aber nur darum, dass die Menschen zu ihm Vertrauen fassen. Nicht Jesu Wunder wecken den Glauben (das Vertrauen). Umgekehrt wird jedoch ein Schuh daraus: Der Glaube der Menschen „weckt“ das Wunder.