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Zu abgelenkt zum Bibellesen

Der US-amerikanische Pastor Scott Hubbard beschreibt in einem Beitrag für die Webseite „Desiring God“ ein Gefühl, das wohl jeder kennt, der morgens die Bibel aufschlägt: Kaum sitzt man da, schwirren die Gedanken schon wieder woanders hin – zum WM-Ergebnis, zur To-do-Liste, zur nächsten Mail. „Ablenkung ist ein zäher Gegner“, schreibt Hubbard. Und wer sich ablenken lasse, der verliere damit auch etwas von seiner Seele – die Ruhe, die Freude, die eigentlich in Gottes Wort auf uns warten.

Doch der Autor bleibt nicht bei der Diagnose stehen, sondern zeigt einen Weg aus der Zerstreuung heraus. Aufmerksamkeit sei zugleich Geschenk und Aufgabe: Wir dürfen sie erbitten, wie es die Psalmen tun („Öffne meine Augen“), und wir können sie aktiv einüben. Seine Faustregel: Dinge, die uns ablenken können, haben an dem Ort, wo wir ‚Stille Zeit‘ machen, nichts zu suchen – besonders das Smartphone. Für ablenkende Gedanken, zum Beispiel Aufgaben oder Sorgen, empfiehlt er ein Notizbuch als „Käfig“. Kurz die Gedanken aufschreiben, dann zurückkehren zur Bibellese. Tiefergehende Probleme sollten jedoch direkt im Gebet vor Gott gebracht werden. Und Hubbard verweist auf Marthas Schwester Maria, die zu Jesu Füßen saß: Sie war nicht abgelenkt, weil sie direkt auf Jesus blickte – ein Hinweis darauf, dass Fokussierung beim Bibellesen aus Anbetung wachsen kann, nicht aus reiner Willenskraft.

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Aber für Hubbard geht es um mehr als Disziplin: Wer aufmerksam in der Bibel liest, trägt einen Schatz mit sich – Worte, die durch den ganzen Tag tragen können. Gottes Wort liege „wie Gold in unseren Taschen“, das wir immer wieder anfassen und auch teilen können.

>>> zum kompletten Beitrag auf „Desiring God“ (Englisch)

Scott Hubbard ist ein reformiert-calvinistischer Pastor konservativ-evangelikaler Prägung an der All Peoples Church und Redakteur für „Desiring God“.

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