„Zeit für eine neue Streitkultur!“ heißt die neue Wertekampagne von ERF Medien. Christen sollen sich selbst zu einem respektvolleren Umgangston verpflichten.
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Mit einer Kampagne wirbt ERF Medien dafür, dass Christinnen und Christen künftig auf Hassbotschaften verzichten. Das Medienhaus hat eine Online-Petition ins Leben gerufen. Diese geht nicht etwa an die Politik, sondern dient als Selbstverpflichtung.

„Wir beobachten: Etwas ist ausgerastet in unserer Gesellschaft“, schreibt Jörg Dechert, der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, in einer Pressemitteilung. Menschen, die einander nicht kennten, beschimpften sich in sozialen Netzwerken, Sanitäter würden im Einsatz angegangen, gesellschaftlich Engagierte eingeschüchtert, Bürgermeister bedroht. „Wer für seine Überzeugungen einsteht, erntet nicht nur Widerspruch in der Sache, sondern wird persönlich herabgewürdigt und moralisch ins Abseits gestellt. Und viel zu viele Christinnen und Christen mischen dabei leider mit.“ Die Initiatoren befürchten, wenn Christinnen und Christen tatenlos zusähen, untergrüben sie ihre Glaubwürdigkeit.

Glauben nicht absprechen

„Wir mögen in gesellschaftspolitischen oder weltanschaulichen Fragen Differenzen haben, aber wir haben nicht das Recht, anderen Menschen die Würde zu nehmen oder den Glauben abzusprechen“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Er rät, sich an der Liebe untereinander auszurichten. Daran wolle man wachsen und daran wolle man festhalten.

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Neben der Petition wird ERF Medien das Thema „Streitkultur“ auf seinen Plattformen von März bis April zum Schwerpunkt machen. Außerdem bietet es für alle seiner rund 180 Mitarbeitenden Seminare an, um die Toleranz und Kritikfähigkeit zu stärken. Zum Thema hat das Unternehmen bereits eine Themenseite erstellt, auf der Themen wie „Mobbing in der Kirche“ oder „Streit in der Ehe“ angesprochen werden. (nate)

Namhafte Menschen unterstützen das Projekt, darunter Michael Diener (Präses des Gnadauer Gemeinschaftsverbands), Ulrich Eggers (Geschäftsführer der SCM Verlagsgruppe und Vorsitzender von Willow Creek Deutschland), Reinhardt Schink (Generalsekretär der Evangelischen Allianz) und Andreas Boppart (Missionsleiter von Campus für Christus). Zu den weiteren Unterstützern zählen unter anderem „Fresh X“-Referentin Daniela Mailänder, die Pastorin Astrid Eichler, CVJM-Generalsekretär Hansjörg Kopp, FeG-Präses Ansgar Hörsting, Christoph Stiba (Generalsekretär Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden) und Steffen Kern (Vorsitzender Evangelischer Gemeinschaftsverband Württemberg).

LINK: ERF-Appell für eine neue Streitkultur

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Das ist sehr zu begrüßen. Wir brauchen eine neue Kultur der Besonnenheit, der Sachlichkeit und der Wertschätzung des Gegenübers. Populismus von Links und Rechts vergiften das Klima in unserer Gesellschaft. Empörung und Shitstorm, Hass und Hetze, sind leider zum Alltag geworden. Super, dass es da einen Aufruf zum Umdenken und „Umhandeln“ gibt…

  2. „Wir mögen in gesellschaftspolitischen oder weltanschaulichen Fragen Differenzen haben, aber wir haben nicht das Recht, anderen Menschen die Würde zu nehmen oder den Glauben abzusprechen“,

    Macht doch direkt auch kaum noch einer.

    Der derzeit gängige Code ist doch eher, jemand mit der falschen (also einer anderen als der eigenen) Meinung zu sagen, dass so jemand mit so einer Meinung (Bibelverständnis, etc.) nicht wiedergeboren ist. Was doch auch nichts anderes ist als das Christsein absprechen.

    Oder das ganze in Frageform zu kleiden. Hat man dann ja nicht behauptet.

    Ich meine, das hier in den letzten Kommentaren z.B. sicher schon wieder mindestens 2-3 mal gelesen zu haben.

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