Homosexualität: Geplantes Therapieverbot nur für U18

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn setzt sicht für ein Konversionstherapieverbot ein. (Foto: BMG)

Konversionstherapien sollen zukünftig bei unter 18-Jährigen generell untersagt werden. Das geht aus einem Gesetzesentwurf hervor, den das Gesundheitsministerium jetzt vorgelegt hat und über den das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Demnach sollen die Behandlungen bei „einwilligungsfähigen Volljährigen“ zulässig sein, allerdings nicht, wenn sie einem „Willensmangel“ unterliegen. Laut RND können das beispielsweise Täuschung, Irrtum, Zwang oder Drohung sein. Bisher war nur bekannt, dass es ein Gesetz zum Verbot der Therapien geben soll.

Auch seelsorgerische und psychotherapeutische Gespräche sollen von der neuen Regelung betroffen sein. „Das Verbot gilt immer dann, wenn der Gesprächspartner unzulässig Einfluss zu nehmen versucht auf die sexuelle Orientierung oder die selbst empfundene geschlechtliche Identität eines Betroffenen“, zitiert RND Gesundheitsminister Jens Spahn. Bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder ein Bußgeld drohen bei Verstoß. Der Gesetzesentwurf ist bereits zwischen den Ministerien der Bundesregierung abgestimmt worden.

Bei Konversionstherapien sollen homosexuelle Personen heterosexuell gemacht werden. Diese Praktik ist stark umstritten. Spahn beruft sich beim angestrebten Verbot darauf, dass diese Behandlungen psychische Belastungen wie Depressionen, Angsterkrankungen und ein erhöhtes Suizidrisiko nach sich ziehen können. Andere, wie etwa der Bibelbund oder die Evangelische Allianz, sprechen sich gegen ein Verbot der Therapien aus.

20 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Wenn man sich die Kriterien für den Willensmangel ansieht, dürfte das das Ende der Konversionstherapien auch für Erwachsene sein. Denn jeder Anbieter, der das weiter betreibt, steht dann mit einem Bein im Knast.

    Und das ist auch gut so (um ein passendes Zitat zu verwenden), denn diese menschenverachtende schädliche Praxis gehört verboten.

    • Die Personen die ich kenne die bei solchen Therapien teilgenommen haben, sind froh diesen Weg gegangen zu sein.
      Menschenverachtend ist nichts daran wenn man herausbekommen will was man möchte und welchen Weg der Herr für einen vorgesehen hat. Menschenverachtend ist es einseitig an den Betroffenen vorbei zu entscheiden was richtig und was falsch ist.

      • menschenverachtend ist, jemanden einzureden, er oder sie hätte einen Makel oder eine Krankheit, obwohl Homosexualität völlig normal ist, was -wie im Text aufgeführt, zu psychische Belastungen wie Depressionen, Angsterkrankungen und einem erhöhten Suizidrisiko führen kann.

    • Das Thema bewegt mich sehr
      Was ist wenn in einer Therapie nur der Therapeut und der Klient sind und der Klient den Therapeut unterstellt ihn zu irgendwas bedrängt zu haben.. Dann steht Aussage gegen Aussage…
      Es ist erstaunlich mit wieviel Einsatz Herr
      Spahn sich angagiert, der könnte an anderer Stelle sinnvoller sein
      Alle die die Meinung von Herrn Spahn teilen, hat davon jemand mit jemanden je geredet den das Thema betrifft.
      Warum dieser Einsatz, wem soll geholfen werden, was ist der Zweck des Ganzen…?
      Wieso unterstellt man den Therapeuten sie würden Druck ausüben?

      Andrea

      • Spahn macht das, wofür er als Gesundheitsminister zuständig ist.
        Zu Anfang seiner Amtszeit mischte er sich in alle möglichen, nicht in seiner Zuständigkeit liegenden Bereiche ein.
        Seit einiger Zeit kümmert er sich allerdings nahezu ausschließlich um seine fachliche Zuständigkeit und das bei einer Vielzahl von Projekten und Gesetzen. Dieses hier ist eines von vielen.
        Das führt dazu, dass er sich von ziemlich weit hinten zu einem der beliebtesten Politiker Deutschlands entwickelt hat.
        Ich selbst fand ihn früher völlig daneben, da ich mit seinen früher geäußerten stockkonservativen Ansichten in der Regel nicht übereinstimme.
        Seit er aber zeigt, dass er wirklich was kann und macht, ist er auch in meiner Wertschätzung gestiegen. Zumal ich, z.B. beim Impfen, aber auch anderen Sachthemen wie Kritik an Homöopathie o.ä., überraschend oft seine Meinung hierbei teile.
        Also wirf ihm bitte nicht vor, dass er sich hier um Angelegenheiten kümmert, für die er Minister ist.
        > Wieso unterstellt man den Therapeuten sie würden Druck ausüben?
        Weil sie es in diesem unseriösen Bereich vielleicht auch oft tun.

    • Was ist daran Menschenverachtend? Wenn es Zwang ist, ja. Wenn er es freiwillig macht? Man könnte genau so gut auch Motorradfahren, Kampfsport oder Fallschirmspringen verbieten weil es sein könnte das es schadet.

      Stellt euch vor, ein Homosexueller oder Bisexueller wünscht sich eigene Kinder und möchte deshalb hetero werden. Ist der natürlich Wunsch nach Kindern weniger Wert wie der zu einem Sexualpartner?

      • Weder ein Bisexueller noch ein Homosexueller muss heute hetero werden, um Kinder bekommen zu können. Da gibt es inzwischen Lebensformen in unserer Gesellschaft, um das zu ermöglichen.
        Und kennst Du die Leiden auch der Ehepartner, wenn der Partner in Wirklichkeit homosexuell ist?
        Das Wegtherapieren ist eine Mär. Was inzwischen ja auch frühere Aktivisten der Umpolung einräumen und sich mitunter für ihr früheren Tun entschuldigt haben.

    • Sie haben recht, solche Therapien gehören verboten, denn Sünde und Schuld kann man nicht wegtherapieren, dafür braucht es den Heiligen Geist. Und ohne ihn können wir nichts tun.

  2. Klasse. Eine sehr gute Idee! Es ist verstörend, was Menschen anderen Menschen damit antun, wenn sie Homosexualität „wegtherapieren“ wollen

  3. Es ist sicher gut wenn man bei dem Thema behutsam vor geht. Konversionstherapien haben vielen schon geholfen und wenn man es richtig macht, kann es helfen herauszubekommen welcher Weg der richtige ist. Das kann helfen psychische Belastungen wie Depressionen, Angsterkrankungen und ein erhöhtes Suizidrisiko zu minimieren.

  4. Ich finde Konversionstherapien auch völlig daneben! Sexualität kann man nicht umpolen! Und ich Frage mich auch, ob die wenigen Bibelstellen zur Homosexualität wirklich so gemeint sind, dass Gott sie ablehnt. Warum hätte er dann Menschen mit dieser sexuellen Orientierung schaffen sollen?

    • Gott hat den Menschen “als Mann und Frau“ geschaffen, füreinander geschaffen, denn “der Mann soll seiner Frau anhangen.

      Er hat ebensowenig die homosexuelle Neigung geschaffen, wie er auch nicht Gewalt, Unfrieden und Chaos erschaffen hat.
      Bitte lesen sie 1. Mose 1-2 nochmal durch und sehen, was Gott geschaffen hat.

      • wenn du bei Mose ein bisschen weiterliest, kommt auch das andere, was er ebenfalls erschaffen hat. Du solltest nicht vor dem Sündenfall mit dem Lesen aufhören sondern auch Lesen, was er nach dem Sündenfall erschaffen hat.

        Es gibt nur einen Schöpfer.

  5. Ich frage mich, welche Klimmzüge noch von dem Homosexuellen Herrn Spahn gemacht werden. Gerade die angesprochene Gruppe benötigt im Bedarfsfall eine Aufklärung. Außerdem ist die obige Überlegung eine beliebte Salamitaktik nach dem Muster: „Fangen wir doch erst mal mit dieser Altersgruppe an.“ Später, wenn sich die Bevölkerung daran gewöhnt hat, wird es dann erweitert. Grundsätzlich aber gilt: Wann begreifen die Menschen, daß Homosexualität der Natur des Menschen widerspricht.

    • wann begreifen Menschen, dass Homosexualität natürlich ist? Ach was, die meisten haben es ja inzwischen bei uns begriffen.

      Und mit dem Gesetz geht Spahn an die maximal zulässige rechtliche Grenze. Also keine Salamitaktik sondern das Maximum, das möglich ist.
      Nicht im Jesus.de-Artikel erwähnt ist die Regelung bei 16-18jährigen, bei denen die Eigene Einsichtsfähigkeit entscheiden soll. Auch das war im Sinne der Verhältnismäßigkeit nötig.

      Spahn will zu Recht verbieten, was irgendwie Menschen manipuliert, bedrängt oder Schützenswerte (also Minderjährige oder Nichteinsichtsfähige) schädigt.

      Nicht verbieten kann man in einer Demokratie, dass erwachsene Menschen in voller Einsichtsfähigkeit und ohne Druck, Drohungen usw. sich für einen sie selbst betreffenden Unsinn entscheiden, selbst wenn er ihnen schaden könnte. Und das ist auch gut so. Denn das nennt sich Freiheit. Und da geht Spahn mit dem Gesetzentwurf auch nicht ran.

      • Der Leiter des Kölner Priesterseminars hält Schwule und Lesben für therapiebedürftige „Kranke“. Wie krank ist das?
        Überall, wo religiöses Denken das Sagen hat, haben Schwule, Frauen und Ungläubige es schwer.
        Auch hier müssen Schwule und Lesben darum kämpfen, dass sie als Bürger erster Klasse leben dürfen. Auch in diesem Land gibt es [Beleidigung von der Redaktion entfernt], die glauben, dass der Herrgott die Heterosexualität erfunden hat und deshalb keine andere Form von Eros und Zuneigung möglich ist.

      • Da wird Spahn aber noch hinkommen, keine Angst.

        “wann begreifen Menschen, dass Homosexualität natürlich ist? Ach was, die meisten haben es ja inzwischen bei uns begriffen.“

        Homosexualität mag natürlich sein, aber nicht von Gott. Denn der Mensch ist von Natur aus und sündigt. Gott hat den Menschen als Mann und Frau geschaffen und dem Mann die Frau zur Seite gestellt, daran lässt die Bibel keinen Zweifel.

        Wer nicht von Neuem geboren ist, kann nicht zu Gott kommen und wer in der Sünde bleibt, hat keinen Teil an Gottes Herrlichkeit und Heiligkeit. Die Größte Gefahr ist es, dem Menschen zu erzählen, dass alles gut ist, dass Sünde nicht existiert ist, und er gut ist, so, wie er ist. Das ist die höchste Verachtung von Jesu Tod am Kreuz und der Satan freut sehr sich darüber.

        @Jörg: Sind sie wiedergeborener Christ?

        • >und dem Mann die Frau zur Seite gestellt, daran lässt die Bibel keinen Zweifel.
          Mir ist mal aufgefallen, dass viele, die sich auf diese Aussage berufen, offensichtlich lange nicht mehr die Stelle im Buch Genesis gelesen haben.

          Gott hatte anfangs keineswegs für Adam eine menschliche Frau vorgesehen. Ich empfehle hier ein kurzes Bibelstellenstudium, zumal die Stelle eigentlich sogar recht humorvoll ist.

          > Homosexualität mag natürlich sein, aber nicht von Gott.

          Es gibt nur einen Schöpfer und das ist Gott. Insofern ist alles von Gott, insbesondere alles natürliche.

          > Wer nicht von Neuem geboren ist, kann nicht zu Gott kommen und wer in der Sünde bleibt, hat keinen Teil an Gottes Herrlichkeit und Heiligkeit.

          Ist dir bewusst, dass die Evangelien neben Jesus nur einen einzigen Menschen benennen, der sicher im Paradies ist? Überlege mal, wer das war.

          > @Jörg: Sind sie wiedergeborener Christ?

          Ich finde diese Einteilung von Christen in 1., 2. und 3. Klasse ziemlich daneben. Ich sehe darin eine Eitelkeit, sich über andere Menschen zu stellen. Ich bin aus meiner Sicht nicht besser oder schlechter als jeder andere Mensch und überlasse das Urteil, was ich bin mit großem Vertrauen Gott.

          • Jesus sagt in Johannes 3 ganz klar, dass wir “von Neuem geboren“ werden müssen, das hat nichts mit einer Klassifizierung zu tun, nur mit entweder, oder. 1. Johannes 5:11-12 drückt es sehr gut aus. Und ich stimme ihnen zu niemand ist besser oder schlechter als andere, darum geht es gar nicht. Die Frage ist, wo verbringen wir die Ewigkeit. Jeder kommt ins Paradies, der sich von seinen Sünden abwendet und zu Jesus bekehrt. Das werden mehr sein als der Verurteilte am Kreuz😉

            Hat Gott Hass, Gewalt, genetische Defekte oder Gift erschaffen? Wir können den Ist-Zustand der gefallenen Welt nicht mit dem Paradies vergleichen und sagen, Gott hat alles geschaffen. Er lässt zwar zu, dass Menschen sündigen, dass die gefallene Welt unter der Sünde leidet, das heißt aber nicht, dass er all das geschaffen hat.

            Ja, die Schöpfungsgeschichte ist sehr interessant, aber man kann es nicht leugnen, dass Gott dem Mann die Frau als den perfekten Partner an die Seite gestellt hat, weil es bis zur Schöpfung der Frau keine “geeignete Hilfe als Gegenüber“ für den Mann gab (1. Mose 2:18-20). Die Tiere kamen dafür nicht in Frage und Gott hatte dann die Frau dafür vorgesehen.
            Vielleicht sollten sie ihr Bibelstudium nochmal vertiefen😉

            • Sagen wir es doch mal deutlich: Die Selbsteinvgruppierung als wiedergeboren in Abgrenzung (!) zu anderen Christen ist eben eine Klassifizierung in Wahre und Schein-Christen. Und das steht keinem zu. Wer das macht, wendet nicht Joh. 3 an sondern kocht sein eigenes sektiererisches Süppchen.

              Und ja, Gott hat auch die gefallene Welt geschaffen. Als Adam und Eva das Paradies verließen mussten, wer hat dann die Welt erschaffen? Wer hat die Last als Strafe für die Sünde erschaffen? Die Bibel ist eindeutig: Gott

              Und zum Gift: Wer hat die Feindschaft zwischen Schlange und Frau erschaffen mit seinem Wort?

              Einheitsübersetzung:
              „19 Gott, der HERR, formte aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte sein Name sein. 20 Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen ebenbürtig war, fand er nicht. 21 Da ließ Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.“

              Eva war 2. Wahl. 🙂

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