Judentum Christentum Islam
Foto: zanskar / Getty Images

Scharfe Kritik hat der Wuppertaler Professor für Missionswissenschaft, Henning Wrogemann, an dem Gesprächspapier „Christen und Muslime“ der Badischen Landeskirche geübt. In einer Stellungnahme im Deutschen Pfarrerblatt schreibt er, dass Papier lasse „deutlich eine religionspluralistische Denkungsart erkennen“ verbunden mit einer „grundsätzlichen Selbstrelativierung des ]…| eigenen Wahrheitsanspruchs, durch den sich alle Religionen »auf Augenhöhe« begegnen können.“

Im Gesprächspapier der Badischen Kirche findet sich unter anderem der Satz: »Der christliche Glaube darf und soll die Hochschätzung Jesu im Koran entdecken und darüber freudig staunen.« (S. 27) Dazu merkt Wrogemann an: „Angesichts des koranischen Befundes, der das christliche Jesus- und Gottesbild rundheraus ablehnt, könnte nur jemand »freudig staunen«, der in Jesus ohnehin nicht mehr sieht, als einen ethisch orientierten Gottsucher. Ist dies wirklich die Meinung des Oberkirchenrates der Evang. Landeskirche von Baden? Oder handelt es sich um reine Anbiederung?“ Wrogemann weiter: „Dass ein solches Papier im Namen einer Kirchenleitung herausgebracht wurde, sollte Anlass zu ernsthafter Besorgnis geben.“

Leider war bislang kein Vertreter der Badischen Landeskirche für eine Stellungnahme erreichbar.

Zum Weiterlesen:

13 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Der theologisch-wissenschaftliche Hintergrund und damit die Auslegung und Orientierung daran mit der Folge des alltäglichen Umgangs spaltet sich bei der Frage nach der Basis der „wissenschaftlichen Untersuchung“. Im konkreten Fall des Vergleichs der koranischen Aussagen mit Aussagen von Jesus in den Evangelien und dem ersten Testament ist es entscheidend, ob das Gottes- und Christusbild der späteren kirchlichen Theologenm aller Art oder „das WortGottes und Christi“ im Zeugnis des AT und der Evangelien stehen.
    Die Theologie-Professoren aller Zeiten und ihre Schüler haben das Christentum gespalten (Bischof Weber +: 35.000 „christlich“ verstandene Bekenntnisse weltweit). Nichts gegen die Denk-Hilfen und Denk-Konstruktionen von Theologen aller Zeiten – sie sind für manche bekennenden Christen eine Hilfe – aber zugleich füpr andere bekennende Christen eine Last und eine Zumutung. Statt wie im Augsburger Religionsgespräch 1530 „andere theologische Lesarten“ zu respektieren , versuchen die Apologeten aller Zeiten ihre Lehransicht gegenüber anderen Christen als Gottes Wort zu vertreten.

    Konkret: Wer sich die Mühe macht, die deutschen Übersetzungen des Korans seit Salomon Goldschmidt bis zur aktuellsten von Konog Fahd autorisierten zu studieren und denvertrauensvollen Dialog mit bekennenden Muslimen sucht und pflegt, der erlebt die Realität desselben Gottes, der in der arabischen Sprache Allah heißt. Wer Korankritisch liest wie die Bibel selbstkritisch gelesen wird, der nimmt zur Kenntnis, dass Gott im Allah als Gott der Propheten von Adam bis Jesus anerkannt wird, dass Juden und Christen (wenn sie nach Thorah bzw. Evangelium leben) hoch geachtet werden und dass es im Koran k e i n e pauschale Anordnung gibt, gläubige Juden und Christen zu töten, sondern nur dann, wenn „Ungläubige“ .Muslime angreifen und selbst bei Aufgeben der feinmdlichen Handlung deutlich Barmherzogkeit zu gewähren ist.

    Als Journalist mit theologischen Studium und Examen habe ich diesen Dialog zwischen gläubigen Christen und Muslimen mehrere Jahre kritisch an verschiedenen Stellen begleitet, habe Grußworte an die „Muslimischen Schwestern und Brüder zum Ramadan“ zur Kenntnis genommen und hinterfragt…und u.a. in einem Seminar mit einem muslimischen Reaktionskollegen einers Bürgerradios festgestellt: Mehr als die Hälfzte des Apostolicums sind gemeinmsames Glaubensgut“. (Das ändert nichts an den Unterschieden des Restes – das sind und bleiben Unterschiede).

    An einem kann bei theologischer Orientierung an Jesus-Worten und dem AT ernsthaft nicht gezweifelt werden: Allah ist die arabische Bezeichnung des Gottes der Juden, von Jesus und solcher Christen, die sich an Jesus Christus orientieren.
    Eine Infragestellung ist theologisch nur möglich, wenn Schriften der Kirchenväter und tradtionelle christlich genannte Lehrinhalte von Kirchenvätern und hochangesehener Professoren zum Maßstab gemacht werden.
    Das erinnert an einen Kommentar innerhalb der römisch-katholischen Kirche mit der Frage einer Widerlegung von Luthers Aussagen: „Können wir Luther mit der Bibel widerlegen?“ Die damalague überlieferte Antwiort:: „Mit der Bibel nicht – nur mit den Kirchenvätern!“
    Sanke an die badische Landeskirche! Weiter so auf Basis „sola scriptuara!“
    Martin Oberkinkhaus

    • Wie kann Gott, der sich in Jesus auch den Menschen offenbart, die nicht primär zu seinem auserwählten Volk gehören, wie kann dieser Gott Allah sein, von dem bezeugt wird, er habe keinen Sohn?

      • Das ganze katholische Geschwurbsel zum Thema Allah ist doch einfach nur lächerlich und soll von deren Dogmen und Missbrauchsfällen ablenken. Allah und kath. Kirche passen perfekt zusammen. Beide dienen Satan!

    • Es ist einfach sachlich falsch Christus und Mohammed in den einen Topf zu werfen. Für mich ist letzterer nur ein Irrlehrer unter vielen. Wer sich auf den Gott des AT beziehen möchte aber Jesus als Gott ablehnt der sei so Konsequent und soll Prosylet bzw. Jude werden anstatt eine neue Religion zu erfinden.

      Ich finde es merkwürdig, da es kaum ein Islamisches Land gibt in denen es Andersgläubigen wirklich gut geht. Insbesondere bei Konvertiten, welche in der Regel, sogar auch in D, Angst um ihr Leben haben aber mindestens verstoßen werden. Selber im Kreis der Gemeinde mitbekommen.

      Jetzt kann man sagen das war früher im Christentum anders. Erstens änderte sich das Christentum und im Islam ist keine solche Tendenz zu erkennen. Im Gegenteil, innerhalb von D wurden die Moslems eher Konservativer die letzten Jahre. Bei uns Kindern in den 80ern war es noch normal das Moslems auch mal Schweinefleisch gegessen haben und junge Türken zb. sich über Kopftücher aufgeregten. Heute wiederfährt einem liberalen Moslem dagegen oft Ablehnung und Spott. Als das Christentum radikal war, konnten die meisten die Bibel vermutlich noch nichtmal lesen. Ist das heute im Islam auch so? Meine nicht. Offensichtlich hat der Islam eine andere Handschrift als die Bibel.

      Es gibt trotzdem Moslems die Liberal sind, das will ich nicht verleugnen, zb.die Gruppe der Aleviten. Diese werden aber von Sunniten und Schiiten weitestgehend abgelehnt. Letztere sind die Mehrheit. Ein gelebter Islam wie zb. in Arabien entspricht eher der Realität.

      Ich verstehe nicht wie man dem Gegenüber so ignorant sein kann und es schön redet.
      Allah ist nicht JHWE oder Yeshua. Der Gott der Bibel definiert sich über seinen eigenen Namen und Christus, das lebendige Wort Gottes und nicht über einen “Titel“ oder falsche Propheten welche üble Kriege getrieben haben und Kinder, kleine Kinder zur “Frau“ hatten. Das steht im Gegensatz zu Christus.

      Um das in der Bibel zu verstehen braucht man definitiv kein Doktortitel.

    • Islam ist auch Christentum und Judentum und alle Religionen, .. Islam ist eine arabische Wort und meint, dass man alles tun und nicht tun , um Allah ( Gott) zu beten bzw und in der Nähe von Gott kommen. d.h. Muslime sind nicht nur Muslime ( die Angehörige vom Islam) aber die Angehörige von allen Religionen , die einen Gott ( Gottin) folgen.. Islam ist eine welweit Religion, die nicht nur alle andere Religion anerkannt aber sich selbst in denen ist.

      • Islam ist ein arabisches Wort und meint Unterwerfung!
        Unterwerfung zu den grausamen Gesetzen der Scharia.
        Es geht nicht an, den Islam als allumfassend darzustellen, der andere Religionen „anerkennt“.
        Würden Sie in einem islamischen, das heißt nicht freien Land wie dem hiesigen dort öffentlich das Juden- oder Christentum „anerkennen“ würden Sie sehr bald die Folgen kennenlernen und meinen Kommentar vielleicht besser verstehen.

        • Der Wortstamm von “Islām“ besteht aus den Konsonanten Sīn (س), Lām (ل) und Mīm (م) und leitet sich somit aus dem Verb “aslama“ (أَسْلَمَ) – was “sich hingeben/ ergeben“ heißt, also “sich Gott hingeben“- und aus dem Nomen “salām“ (سَلَامٌ) ab- was “Frieden“ heißt!

          Der Islām versteht sich nicht als eine neue Religion, sondern als Vollendung der Religion Gottes, so sagt Gott im Qurān in Sūra 5, Vers 3:
          الْيَوْمَ أَكْمَلْتُ لَكُمْ دِينَكُمْ وَأَتْمَمْتُ عَلَيْكُمْ نِعْمَتِي وَرَضِيتُ لَكُمُ الْإِسْلَامَ دِينًا
          “Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islām als Religion für euch zufrieden.“

          Der Glaube also an die vorherigen heiligen Schriften und die Propheten gehört zu den Glaubensfundamenten des Islāms, denn Gott sagt im Qurān in Sūra 4, Vers 136:
          يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا آمِنُوا بِاللَّهِ وَرَسُولِهِ وَالْكِتَابِ الَّذِي نَزَّلَ عَلَىٰ رَسُولِهِ وَالْكِتَابِ الَّذِي أَنزَلَ مِن قَبْلُ ۚ وَمَن يَكْفُرْ بِاللَّهِ وَمَلَائِكَتِهِ وَكُتُبِهِ وَرُسُلِهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ فَقَدْ ضَلَّ ضَلَالًا بَعِيدًا
          “O die ihr glaubt, glaubt an Allah und Seinen Gesandten und das Buch, das Er Seinem Gesandten offenbart und die Schrift, die Er zuvor herabgesandt hat. Wer Allah, Seine Engel, Seine Schriften, Seine Gesandten und den jüngsten Tag verleugnet, der ist fürwahr weit abgeirrt.“

          Die wesentlichen Glaubensgrundlagen des Islāms sind sechs:
          1) der Glaube an den Einen, Einzigen Gott,
          2) der Glaube an die Engel,
          3) der Glaube an die heiligen Schriften,
          4) der Glaube an die Propheten und Gesandten Gottes,
          5) der Glaube an den jüngsten Tag und
          6) der Glaube an die Vorherbestimmung.

          Zudem heißt es in Sura 2 Vers 256: „Es gibt keinen Zwang im Glauben“- das gilt für Muslime und für Nicht-Muslime!
          Den Islam als zurückgeblieben, intolerant und brutal zu bezeichnen, zeugt eindeutig von einem großen Mangel an Wissen! Es ist nicht die Religion, an der es liegt, wenn etwas Schlechtes passiert, sondern an einem minimalen Prozentsatz der Menschen, die sie ausüben.
          Ich empfehle, die örtliche Moschee zu besuchen und sich qualifiziertes Wissen anzueignen, oder sich mit dem Zentrum für Islamische Theologie der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster in Verbindung zu setzen. Die Professoren und Dozenten dort sind sehr zu empfehlen!

          • „Der Islām versteht sich nicht als eine neue Religion, sondern als Vollendung der Religion Gottes, so sagt Gott im Qurān in Sūra 5, Vers 3:
            الْيَوْمَ أَكْمَلْتُ لَكُمْ دِينَكُمْ وَأَتْمَمْتُ عَلَيْكُمْ نِعْمَتِي وَرَضِيتُ لَكُمُ الْإِسْلَامَ دِينًا
            “Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islām als Religion für euch zufrieden.“

            Nicht Gott sagt das, sondern der Götze Allah, den sich Mohammed erwählte.
            Wenn es stimmen würde, wäre Gott schizophren weil er sich nach 5 Jahrhunderten selbst widersprechen würde. Mit der Bibel war alles perfekt abgeschlossen, was sich auch durch die Propheten bestätigt. Da braucht es keinen neuen „Propheten“, der seltsame Erscheinungen hatte. Heißt es nicht auch, dass sich selbst Satan in einen Engel des Lichts verwandelt?? Wer oder was ist also Mohammed erschienen und stellt das Wort Gottes auf den Kopf?

  2. Wer den Vater und den Sohn leugnet, redet die Bibel über den Antichristen. Das ist dem Koran relativ Nahe aber sicher nicht Christus.

  3. @Martin Oberkinkhaus

    Jesus Christus war nicht einfach nur ein Prophet. Unabhängig von theologischen Bekenntnissen, die man gerne hinterfragen darf, spricht die Bibel sehr klar; hier nur ein Beispiel aus dem Johannes-Evangelium:

    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Joh 1,1

    Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Joh 1,14

    Die Bibel ist mit dem Koran nicht kompatibel. Wir dürfen/sollen/müssen Muslimen mit Respekt begegnen – den gleichen Gott haben wir aber nicht.

  4. Antwort: Selbstverständlich NICHT!
    Wie kann es sein, dass ein Gott seinen Sohn sendet, der Liebe zu allen predigt, um 600 Jahre später einen „Propheten“ zu senden, der alles das ins Gegenteil verdreht und zum Mord an allen aufruft, die ihm nicht folgen?
    Hat es sich Gott 600 Jahre später etwa anders überlegt?
    Wie dumm kann man sein! HILFE !
    Ich bin leider nicht bibelfest genug, um die Stelle zu nennen, in der vom „Vater der Lüge“ die Rede ist.
    Aber ich kann die Stelle im Koran nennen, wo er erwähnt wird:

    Sure 3, Vers 54: „Und sie schmiedeten eine List, und Allah schmiedete eine List; und Allah ist der beste Listenschmied.“

Comments are closed.