Nach Verstößen: Polizei löst Gottesdienst in Herford auf

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Foto: Mika Baumeister / unsplash
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Die Polizei in Herford hat laut dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Samstagabend einen freikirchlichen Gottesdienst wegen Verstößen gegen die Coronaschutzbestimmungen beendet. Mehr als 150 Menschen hielten sich nach Angaben der Polizei ohne Masken zu tragen oder Abstand zu halten in dem Gebäude auf. Gegen die erwachsenen Teilnehmer sei Anzeige wegen Ordnungswidrigkeiten erstattet worden.

Ein staatliches Gottesdienstverbot gibt in keinem der 16 Bundesländer. Artikel 4 im Grundgesetz schützt die Religionsfreiheit, wörtlich heißt es dort unter anderem: „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ Zu Weihnachten hatten allerdings vielerorts Gemeinden Präsenzgottesdienste abgesagt und waren stattdessen auf digitale Formate ausgewichen.

23 DIREKT-KOMMENTARE

    • Na dann warten wir mal ab ob die Gottesdienst Besucher Massenhaft krank werden ?
      Vermute mal, dass es keiner erfahren wird ….

    • Ja es gibt Corona und eine Riesenangstmache, es gibt soviele andere Krankheiten von denen keiner redet.Wo wichtige OP s verschoben werden und vieles in Kauf genommen wird.
      Wo ist unser Vertrauen in Gottes Hilfe jetzt geblieben,warum maßen wir uns an über andere zu urteilen als wären es Verbrecher.
      Wer war dabei in der Gemeinde?
      Als können wir immer wieder doch nur das Gespräch suchen . Bei soviel unsinnigen Anweisungwn der letzten Wochen komme ich mir vor, wie bei des Kaisers neue Kleider.
      Aber ich verstehe auch daß Sie Angst haben. Aber Sie können sich doch schützen.
      Gott segne Sie

    • Lieber Jörg,
      Deine Abneigung gegen freikirchliche Gemeinde ist weithin bekannt. Versuche aber bitte nicht jedesmal alle freikirchliche Gemeinden über einen Kamm zu scheren, denn damit tust du der Mehrheit Unrecht.

      Und doch, ob der Zahl der freikirchlichen Gemeinden in Deutschland ist dies ein Einzelfall.

      Oder hast Du etwa schon den Pfarrer vergessen, wegen dem Besucher von gleich drei Gottesdiensten in Quarantäne mussten;)
      Da würdest du auch sagen, “ist ein Einzelfall“.

      • also
        1.) der Artikel und die anderen ähnlichen hier bei jesus.de, die nahezu alle Freikirchen betreffen, sind nicht von mir.
        2.) ja, auch bei den beiden großen christlichen Gemeinschaften gab es Unvernunft, aber eher in mancher Äußerung. An Gesetze wurde sich meines Wissens gehalten.
        3.) Ja, die Freikirchen bilden ein weites Spektrum und viele werden sich dort vernünftig verhalten

        aber es ist auffällig, dass bei nur 2 % freikirchlichen Gemeinden dort weit überproportional Superspreader-Ereignisse statt fanden. Und dass die Äußerungen in Richtung Verschwörungstheorien und Coronaleugnung bzw- -verharmlosung dort ebenfalls überproportional vertreten sind.
        (siehe z.B. derzeitigen Artikel hier)

        Das sind dann eben keine Einzelfälle mehr sondern es ist wohl eher einen größere Minderheit in den Freikirchen.

        Habe ich eine Abneigung gegen Freikirchen? Schade, wenn das so rüber gekommen ist. Kann aber daran liegen, dass dort derzeit eben auch viel zu kritisieren ist.

        Nein, ich habe pauschal nichts gegen Freikirchen. Ich habe etwas gegen Corona-Unvernunft und -leugnung,
        Ich habe auch etwas gegen bestimmte religiöse Einstellungen, die häufig in vielen Freikirchen anzutreffen sind (pauschale Verteufelung der katholischen Kirche, Abwertung der EKD, Frauen die gleichen Rechte absprechen, Abtreibung verbieten – aber gleichzeitig ledige Schwangere ausgrenzen usw.)

        Ich habe aber in meinen Leben auch schon viele gute Erfahrungen in Freikirchen gemacht, manchesmal überraschende. Aber eben auch die anderen.

        Nach meiner Erfahrung kann man Christen in Freikirchen grob in 2 Gruppen einteilen:
        – Diejenigen, die sehr aktiv, oft still und ernsthaft, ihren Glauben lebendig mit anderen leben wollen
        – Diejenigen, die sich insbesondere von anderen Christen, aber auch von anderen Menschen, abgrenzen wollen

        Mit der ersten Gruppe komme ich im allgemeinen gut klar, mit der 2. eher weniger.

  1. Wenn in Gottesdiensten keine Abstandsregeln zu gelten brauchen, dann kann ich ja auch Zuhause groß feiern. Die Regeln gelten für alle.

  2. Natürlich wurde gesungen, wäre ja sonst kein Gottesdienst. Fraglich nur, wie die [gestrichen / die Redaktion] Polizisten in den Gottesdienst gekommen sind, habe anscheinend noch nichts vom Grundgesetz und Religionsfreiheit gehört. Hoffentlich werden diese ordnungsgemäß bestraft und bekommen ein Disziplinarverfahren für dieses Fehlverhalten.
    Peter

    [Aktuell sieht es eher nach einem Fehlverhalten der Gemeinde aus. Das wird vermutlich juristisch geklärt werden. / die Redaktion]

    • Religionsfreiheit beinhaltet nicht das Recht, andere zu gefährden und sich über Infektionsschutzmaßnahmen hinweg zu setzen.

      Aber das weißt Du ja.

      […]


      [inhaltlich sind wir ganz bei Ihnen, bitte trotzdem einfach auf die sachliche Kritik – ohne Hut – beschränken. Danke – die Redaktion]

    • Die Polizisten haben nur ihre Pflicht getan. Allerdings hatte die „Gemeinde“ vor Weihnachten dem Landrat per Einschreiben mitgeteilt, dass sie bis zum 10. Januar keine Präsenzgottesdienste abhalten. So brauchten sie auch kein (aktuelles) Corona-Konzept vorlegen – und haben dann einfach ihr Wort gebrochen.

  3. Wozu musste das nun sein ?? Wenn dort die Polizei eingreift ist das auf jeden Fall keine “ Christenverfolgung“,sondern Mahnung für leichtsinnige Ignoranten.Die als Christen auch noch ein schlechtes Zeugnis geben.

  4. Wir in den landeskirchlichen Gemeinden geben uns alle Mühe, Gottesdienste unter Corona-Bedingungen zu ermöglichen. Und dann wieder so etwas []. Das hat nichts mit Gottvertrauen zu tun, sondern ist unsozial und auf eine besondere Weise auch „unchristlich“, ihr „lieben“ Geschwister im Glauben. In den Medien heißt es dann nur wieder „christlicher“ oder auch „evangelischer“ Gottesdienst.

  5. Solch unverantwortliche und unvernünftige Gemeindeleiter gefährden nicht nur ihre Gemeindeglieder sondern untergraben auch das Vertrauen, das Politik gerade derzeit in die Kirchen hat. Verantwortungsvolles Handeln sieht anders aus!

  6. In unserer Gemeinde gibt es ein Anmeldeprinzip und wenn die Personenzahl erreicht ist,ist Schluss mit PräsenzGoDi,dann gibt’s die Onlineteilnahme als Ersatz!
    Gilt für alle.
    So geht das ziemlich überschaubar in Coronazeiten…

    Wir werden beobachtet und an unserem Verhalten gemessen und da gibts halt oft diesen „Einheitstopf“ für DIE Christen,DIE Verweigerung,DIE..
    Wir leben immer noch in dieser Welt und haben uns deren Gesetzen zu beugen(sofern diese nicht gegen Gottes Gebote stehen).

    • @Sabine
      “ALS ER ABER VOM BERGE HERABGING,FOLGTE IHM EINE GROSSE MENGE. UND SIEHE EIN AUSSÄTZIGER KAM HERAN UND FIEL VOR IHM NIEDER UND SPRACH:
      HERR, WENN DU WILLST, KANNST DU MICH REINIGEN. UND JESUS STRECKTE DIE HAND AUS, RÜHRTE IHN AN (!)
      UND SPRACH:ICH WILL`S TUN;SEI REIN!”
      (Matthäus8,1-3)

      [gestrichen – impliziter Aufruf, sich behördlichen bzw. gesetzlichen Anordnungen zu widersetzen / die Redaktion]

      • Ephraim Lorenz, wir werden Kommentare von Ihnen, in denen Sie implizit dazu auffordern, behördliche Vorgaben zu ignorieren und wilde Verschwörungstheorien zu verbreiten künftig nicht mehr freischalten. Mit freundlichen Grüßen, die Redaktion

      • Wenn die Moderaten die Kirche verlassen, bleiben die Spinner übrig. Die Frage ist, wohin das führt. Aus atheistischer Sicht besten Fall zu immer stärkerer Ablehnung von Religion in der Mehrheitsgesellschaft.

  7. Finde es echt schlimm, was der Staat da macht und derart die Religionsfreiheit einschränkt. Bei ARD und ZDF darf ohne Maske im Vip Bereich gefeiert werden und uns Gläubigen verbieten sie es. Diese Ausnahme gilt wohl nur für eine kleine elitäre Bevölkerungsgruppe und nicht für Normalverbraucher. Aber bald sind ja Wahlen und das ist die beste Gelegenheit diese Regierung abzuwählen. Ich wünschte alle echte Christen tun sich zusammen und Feiern und Loben Gott wie es in der Bibel steht, denn Gott wohnt in dem Lobpreis seines Volkes.

    • In Artikel 4 des Grundgesetzes steht:
      (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

      Dieser Punkt war und ist nicht eingeschränkt.

      (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

      Dies war bzw. ist im privaten Raum für den Einzelnen nicht eingeschränkt. Für Gruppen und im öffentlichen Raum phasenweise bzw. teilweise. Hier aber eine spezielle Einschränkungssituation für Christen zu konstruieren, geht an der Realität vorbei. Im zweiten Lockdown sind Gottesdienste ja eben nicht grundsätzlich verboten.

      Lesetipp:
      Meinungsstreit oder Christenverfolgung von Uwe Heimowski

      Mit freundlichrn Grüßen, die Redaktion

  8. Ich stimme dir vollkommen zu, liebe Andrea. Es scheint, als ob man sich in der öffentlichen Berichterstattung freut, wenn etwas gegen Freikirchen berichtet werden kann. Am liebsten möchte man überhaupt keine Gottesdienste mehr erlauben und freut sich über jeden Vorwand dafür. Es wird so in der Art berichtet, als ob man Drogendealer oder Schlimmere erwischt hätte. Wir müssen um unsere Rechte kämpfen.

    • Welches Recht willst Du verteidigen? Corona durch unvernünftiges Verhalten zu verbreiten, so dass Gemeindemitglieder schwer erkranken oder gar sterben und andere, mit denen sie Kontakt haben, auch?

      Das auf Intensivstationen die Betten nicht mehr reichen?

      Kein Grundrecht ist absolut. Auch die Religionsfreiheit ist durch andere Grundrechte, z.B. das auf Leben und Gesundheit anderer, beschränkt.

      Oder darf man jetzt aus religiösen Gründen wieder Leben gefährden oder gar töten? Wäre mir neu.

      Aber die hier, die hier meinen, dass solche gefährlichen Veranstaltungen doch toll sind, sind der beste Beleg dafür, dass es klare gesetzliche Verbote und vor allen heftige Strafen braucht.

  9. Nach heute mehr als 1000 Toten innerhalb von 24 Stunden scheinen einige Leute immer noch mehr auf den „lieben Gott“, anstatt auf den gesunden Menschenverstand zu vertrauen.
    Dieser „liebe Gott“ – sofern es ihn überhaupt gibt – ist für ALLES verantwortlich, was auf dieser Erde passiert!!!

    • Den gesunden Menschenverstand hat Gott den Menschen gegeben. Ich vermute, er hat sich dabei was gedacht. Wie groß aber die Gruppe derer zu sein scheint, die auf diesen (Verstand) lieber verzichten, das überrascht mich immer wieder, gerade derzeit.

      Und wenn Menschen etwas tun oder unterlassen, dann ist das ihre Verantwortung. Gott gab uns den freien Willen. Wir sollten ihn nicht als Sündenbock für unsere Fehler missbrauchen.

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