Jesus Christus ist eine der schillerndsten Personen der Weltgeschichte. Doch wer war er wirklich?
Prophet, Revolutionär, Wundertäter? Die krasseste Auffassung haben wir Christen: Wir glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
Auf dieser Seite erzählen Menschen von ihren Erlebnissen mit Jesus, geben Tipps und Anregungen und erklären, was die Bibel über Jesus sagt. Erfahre außerdem mehr über Jesus von A wie Abendmahl bis Z wie Zöllner im Jesus-ABC. Dazu gibt es Statements und Buchtipps.
Glaube ist etwas sehr Persönliches. Hier erzählen Menschen, was sie an Jesus begeistert.
Das sagen Menschen über JESUS:
Wir können Jesus nicht nur zwischen den Wänden einer Kirche finden, inmitten von bürgerlicher Moral oder traditioneller Frömmigkeit. Als die Liebe in Person passt er in keine Schublade und sprengt jedes Klischee.
Arne Kopfermann (Musiker + Sänger)
Jesus trägt mein Leben.
Peter Tauber (Ex-CDU-Generalsekretär) im Interview mit der Zeitschrift MOVO
Die Beziehung zu Jesus Christus ist der Motor meines Lebens. Er ist ein Freund, der mich durch die Höhen und Tiefen des Lebens begleitet und durch den mein Leben wertvoll wird.
Markus Kosian (Promis Glauben)
Jesus ist die Hoffnung.
Jeremy Camp (Sänger) im Interview mit der Zeitschrift dran
Das schönste Wunder meines Lebens ist, dass ich Jesus als Freund haben darf.
David Kadel (Mentalcoach, Autor, Filmemacher)
I am so glad that Jesus lives in my house!
Judy Bailey (Sängerin)
Jesus ist die einzige Person, die ich nie hinterfragen muss. Er ist mal ganz nah, mal ganz fern. Und doch immer da.
Martin Dreyer (Gründer Jesus-Freaks, Volxbibel-Initiator)
Das JESUS-ABC
Abendmahl, Auferstehung, Aramäisch
Abendmahl
Das heutige Abendmahl knüpft an die letzte gemeinsame Mahlzeit Jesu mit seinen Jüngern in Jerusalem an, das dort zur Zeit des Passafestes stattfand. An diesem Abend sprach Jesus laut biblischer Überlieferung die Worte „Nehmt und esst, denn das ist mein Leib“ und „Jeder von euch soll davon trinken, denn das ist mein Blut“ und spielte dabei auf seinen eigenen bevorstehenden Opfertod an.
Auferstehung
Paulus schreibt im 1. Brief an die Korinther: „Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann war unser Predigen wertlos, und auch euer Vertrauen auf Gott ist vergeblich.“ Er formuliert hier einen der zentralen Glaubensinhalte des Christentums, die Auferstehung Jesu.
Alle vier Evangelisten berichten davon, wobei es im Detail Abweichungen gibt. Klar ist, dass Jesus am Karfreitag hingerichtet wurde und starb. Am dritten Tag, dem Sonntag, wurde er auferweckt. Gemeinsam ist den Berichten, dass es Frauen waren, die zuerst das leere Grab entdeckten und Jesus begegneten. Warum? Hätte sich jemand die Auferstehungsgeschichte ausgedacht, hätte er in der damaligen Zeit vermutlich Männer als erste Zeugen genannt, denn Frauen galten nicht als glaubwürdige Zeugen und durften nicht einmal vor Gericht aussagen. Warum hätten die ersten Nachfolger von Jesus, wenn sie dessen Auferstehung hätten vortäuschen wollen, auf damals so zweifelhafte Zeugen wie Frauen zurückgreifen sollen?
Über das genaue Verständnis der Auferstehung ist trotzdem auch unter Christen viel geschrieben, diskutiert und gestritten worden – und das nicht erst im Zeitalter der Aufklärung. Rational erschließen lässt sich die Auferstehung nicht. Die Bibel beschreibt die Auferstehung selbst nicht, sondern setzt sie als geschehen voraus. Für uns steht fest: Der Osterglaube ist nicht der Glaube an ein leeres Grab, sondern an den erstandenen Christus.
Aramäisch
Aramäisch war die Sprache Jesu. Es ist eine semitische Sprache, die schon kurz nach dem Exil in Babylon von den Israeliten gesprochen wurde. Um das Jahr 30 n. Chr. war Aramäisch die internationale Sprache des Nahen Ostens und weitaus gängiger als Hebräisch. Es entwickelte sich aus einzelnen semitischen Dialekten und zerbröselte viele Jahrhunderte später durch kulturelle und politische Veränderung zu anderen Sprachen/Dialekten.
Auch heute gibt es noch vereinzelt Sprachen, die dem antiken Aramäisch ähneln. Bspw. das chaldäische Neuaramäisch.
Bergpredigt, Bethlehem, Barmherzigkeit
Bergpredigt
Die Bergpredigt, wie sie vom Evangelisten Matthäus (Kapitel 5-7) geschildert wird, ist vermutlich die bekannteste Sammlung von Jesusreden. Der Name leitet sich von der Lokalität der Rede ab. Jesus hielt sie auf einem Hügel am Ufer des Sees Genezareth. Inhaltlich weist sie Parallelen zur „Feldrede“ auf, wie sie sich bei Lukas (6, 17-49) findet. Bekannte Teile der Bergpredigt sind die neun „Seligpreisungen“, die „Antithesen“ („ich aber sage euch…“) und das Vaterunser.
Bethlehem
Bethlehem ist der Geburtsort von Jesus. Die Stadt liegt etwa zehn Kilometer südlich von Jerusalem und war bereits im Alten Testament als Heimat von König David bekannt (1. Samuel 17,12). Dass der Messias in Bethlehem geboren werden sollte, prophezeite der Prophet Micha schon 700 Jahre vor Jesu Geburt (Micha 5,1).
In der Weihnachtsgeschichte spielt Bethlehem eine zentrale Rolle. In Lukas 2 wird berichtet, dass Maria und Josef von ihrem Wohnort Nazareth nach Bethlehem reisten. Dort brachte Maria Jesus in einem kleinen Stall zur Welt, weil in der Herberge kein Platz war. Engel erzählten einigen Hirten von der Geburt, die zum Stall kamen, um das Jesuskind mit eigenen Augen zu sehen. Später kamen auch die Weisen aus dem Morgenland, geleitet vom Stern von Bethlehem (Matthäus 2,1-2).
Symbolisch steht Bethlehem für Gottes Nähe zu den Menschen: Der Retter wird nicht in einem Palast geboren, sondern in einfachen Verhältnissen – ein Zeichen für Demut und Hoffnung.
Barmherzigkeit
Barmherzigkeit bedeutet, sich dem Leid anderer Menschen zuzuwenden – mit Mitgefühl, Liebe und Hilfsbereitschaft. Jesus begegnete Menschen mit Barmherzigkeit – besonders den Schwachen, Kranken und Sündern. Er heilte, vergab und nahm an, wo andere verurteilten (z.B. Markus 2,15–17). In der Bergpredigt sagt er: „Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.“ (Matthäus 5,7). Damit ruft er seine Nachfolger auf, selbst barmherzig zu handeln – nicht aus Pflicht, sondern aus Liebe.
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25–37) zeigt, was echte Barmherzigkeit bedeutet: helfen, wo andere wegsehen. Durch seine Barmherzigkeit spiegelt Jesus das Herz Gottes wider. Sie ist keine Schwäche, sondern Ausdruck göttlicher Stärke – eine Kraft, die heilt, verbindet und Hoffnung schenkt.
Christus, Credo
Christus
Der Namenszusatz „Christus“ ist ein Ehrentitel, der wörtlich „der Gesalbte“ bedeutet. Es ist die lateinische Form des griechischen Wortes Christós. Dies wiederum ist eine Übersetzung des hebräischen Titels Messias.
Gesalbt wurden nur Könige und Priester. Mit dem Titel „Christus“, allerdings in seiner hebräischen Form, wurde Jesus laut Bibel zum ersten Mal von seinem Mitarbeiter Petrus in der Stadt Caesarea Philippi bedacht. Darin bezeugt Petrus, dass Jesus der wahrhaftig Gesalbte und Retter der Menschen ist.
Eine Verwendung der Bezeichnung „Jesus Christus“ ist allerdings erst für die Zeit nach Tod und Auferstehung Jesu überliefert.
Credo
Aus dem lateinischen stammend bedeutet Credo "ich glaube" / "ich vertraue". Es ist ein Glaubensbekenntnis, das die Entscheidungen und das Verhalten einer Person grundlegend leitet. Es kann in Form eines Leitsatzes oder mehrerer Absätze existieren, je na Bekenntnis. Im Christentum gibt es unterschiedliche Glaubensbekenntnisse. Sie alle halten jedoch fest, dass wir als Christenheit an Gott, den Vater, den Schöpfer, an Jesus Christus, seinen Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, und an den Heiligen Geist, der in uns lebt und uns leitet, glauben.
Dornenkrone, Diener
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Dornenkrone
In den vier Evangelien (Mt 27,29, Mk 15,17 und Joh 19,2) wird berichtet, dass die römischen Soldaten Jesus nach seiner Verurteilung schlugen, ihn als „König der Juden“ verspotteten und aus Verachtung eine Dornenkrone aufsetzten. Im Christentum wurde die Dornenkrone dagegen zu einem wichtigen Element der Passion Christi. In der Kunst wurde Jesus zunächst mit Königskrone oder Lorbeerkranz am Kreuz dargestellt. In der Gotik entwickelte sich dann die Dornenkrone zum Attribut des Gekreuzigten.
Diener
Jesus bezeichnet sich selbst als Diener – ein radikaler Gegensatz zu den Erwartungen vieler Juden an einen mächtigen Messias. Er sagt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele Menschen hinzugeben.“ (Markus 10,45). Damit macht er deutlich: Gott begegnet uns nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe.
Auch in seinen Gleichnissen lobt Jesus dienende Haltung, etwa im Gleichnis vom treuen Knecht (Lukas 12,35–38). Der Dienst an anderen ist für Jesus ein Ausdruck echter Nachfolge und gelebter Nächstenliebe.
Beim letzten Abendmahl wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße – eine Aufgabe, die sonst nur Sklaven verrichteten. Dann fordert er seine Nachfolger dazu auf, seinem Beispiel zu folgen und einander in Liebe und Demut zu dienen (Johannes 13,15).
Evangelium, Emmaus, Eltern
Evangelium
Der Begriff Evangelium kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „gute Nachricht“ oder „frohe Botschaft“. Mit den Evangelien sind die vier Bibelbücher Matthäus, Markus, Lukas und Johannes im Neuen Testament gemeint. Sie berichten über das Leben Jesu mit seinen wichtigsten Stationen, Taten und Worten.
Emmaus
Zwei Jünger sind nach Jesu Tod enttäuscht auf dem Weg in den Ort Emmaus. Unterwegs gesellt sich Jesus zu ihnen, aber sie erkennen ihn nicht. Erst beim Brotbrechen gehen ihnen die Augen auf. Wo genau Emmaus lag, ist unbekannt - laut Lukas etwa 11 Kilometer entfernt von Jerusalem. Emmaus, was "warme Quelle" bedeutet, war zur Zeit Jesu ein häufiger Ortsname.
Eltern
Die Eltern von Jesus hießen Maria und Josef. Er war Handwerker, sie zum Zeitpunkt der Geburt Jesu seine Verlobte. Über beide wird in der Bibel wenig berichtet. Klar ist: Die beiden wollten heiraten, als Maria plötzlich schwanger wurde. Josef musste annehmen, dass Maria fremdgegangen war und plante deshalb, sie zu verlassen. Doch es kam anders. Die Bibel berichtet, dass Josef einen Traum hatte, in dem ihm gesagt wurde, dass Maria vom Heiligen Geist schwanger geworden sei. Für viele Menschen heute mag das unvorstellbar sein, doch für Josef war es überzeugend genug, um Maria nicht zu verlassen.
Einen Auftritt haben Maria und Josef noch in der Geschichte des 12-jährigen Jesus im Tempel (Lk. 2,41ff). Danach verliert sich die Spur seines Stiefvaters, Josefs. Vielleicht lebte er auch schlicht nicht mehr, als Jesus erwachsen war. Maria wird noch einmal in Matthäus 12,46ff erwähnt: „Während Jesus noch zu den Leuten redete, kamen seine Mutter und seine Brüder zu ihm und wollten ihn sprechen. Jemand sagte zu Jesus: »Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen, sie möchten dich sprechen.« Jesus fragte: »Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?« Und er zeigte auf seine Jünger und sagte: »Diese Leute sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt, ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter!«“
Jesu Familie war nicht auf Gene beschränkt, sondern geöffnet auf die Gemeinsamkeiten des gemeinsamen Glaubens.
Frauenbild, Fußwaschung, Fasten
Frauenbild
Der Status der Frau war zu der Zeit von Jesus je nach gesellschaftlichem Hintergrund sehr unterschiedlich. In der jüdischen Kultur war die Frau ein wertvoller Besitz des Mannes. Ihr wurde Ehrerbietung entgegengebracht. Seine Frau nicht gut zu behandelten, galt als schändlich. Aber sie gehörte im wahrsten Sinne des Wortes zum Hausstand des Mannes, wie Sklaven, Kühe und Möbel auch. Dementsprechend war die Frau zwar nicht rechtlos, aber doch in ihren Entfaltungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.
Jesus hob sich in seinem Umgang mit Frauen deutlich von dem Bild eines jüdischen Rabbiners seiner Zeit ab. Von einem solchen verlangte man Strenge und Traditionstreue. Beide Erwartungen ignorierte Jesus völlig. Zwar wählte sich Jesus nur Männer in den Kreis der „Zwölf“, also in die Apostelgruppe. Aber es befanden sich viele Frauen in seiner direkten Gefolgschaft und auch im engeren Kernteam. Jesus hatte keinerlei Skrupel, Frauen auf der Straße selbst auf persönliche Dinge anzusprechen und sich sogar von Huren, dem Abschaum der damaligen Gesellschaft, berühren zu lassen. Das war eigentlich unmöglich für einen jüdischen Mann, der etwas auf sich hielt.
Höhepunkt des veränderten Frauenbildes im Neuen Testament ist die Tatsache, dass es ausgerechnet Frauen sind, die das leere Grab entdecken und dem Auferstandenen als erste begegnen. Angesichts der völligen Wertlosigkeit weiblicher Zeugenaussagen ist dies höchst bemerkenswert.
Fußwaschung
Symbolbild: unsplash/Shawn Augustine
Zur Zeit Jesu war es üblich, Gästen Wasser zum Füßewaschen bereitzustellen – in wohlhabenden Haushaten übernahmen dies Diener oder Sklaven. Die Fußwaschung galt als demütige Geste: Wer sie freiwillig ausführte, zeigte tiefe Ehrerbietung oder Liebe.
Beim letzten Abendmahl wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße (Johannes 13,1–17) – ein Zeichen seiner Demut und dienenden Liebe. Er fordert seine Nachfolger auf, ebenso zu handeln.
Auch Jesus erfährt Fußwaschung: In Lukas 7,36–50 wäscht eine sündige Frau seine Füße mit Tränen, trocknet sie mit ihrem Haar und salbt sie mit Öl. Ebenso salbt Maria, die Schwester von Lazarus, Jesu Füße und trocknet sie mit ihrem Haar (Johannes 12,1–8).
Fasten
Matthäus 4 erzählt, wie Jesus 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste fastete. Es war unmittelbar nach seiner Taufe, aber noch vor seinen Reisen mit den Jüngern. In diesen 40 Tagen wurde Jesus dreimal vom Teufel versucht.
In der Bibel bezieht sich das Fasten immer auf den Verzicht von Nahrung. Es ist eine Zeit der Reflexion und der Verneinung des eigenen Willens. Durch den vertieften Fokus auf Gott, und nicht auf Essen, stärkt es die Gottesbeziehung und schafft Klarheit. Es dient zur Vorbereitung auf neue Aufgaben. So auch bei Jesus. In dieser körperlich anstrengenden Zeit ist er seinem Vater treu geblieben und hat den Versuchungen standgehalten.
Geburt, Geschwister, Gleichnisse, Gnade
Geburt
Jesus wurde nicht am 25. Dezember und auch nicht im Jahr „0“ geboren – dieses Jahr gibt es historisch gar nicht. Laut Bibel war Herodes zur Zeit von Jesu Geburt König, starb aber 4 v. Chr. Daher vermuten Forscher Jesu Geburt zwischen 7 und 4 v. Chr.
Der 25. Dezember passt nicht zur biblischen Hirten-Szene, da zu dieser Zeit keine Herden draußen waren. Dennoch wurde Jesu Geburt bereits im 3. Jahrhundert an diesem Datum gefeiert. Eine Theorie besagt, Christen hätten das römische Sonnenfest „Sol invictus“ übernommen. Papst Liborius legte den 25. Dezember im 4. Jahrhundert als offiziellen Geburtstag Jesu fest; das 2. Konzil von Konstantinopel erklärte ihn 381 zum kirchlichen Dogma.
Das genaue Geburtsdatum ist unbekannt – auch den ersten Christen war es wohl nicht bekannt. Das liegt daran, dass das Judentum und frühe Christentum Geburtstagsfeiern kritisch sahen.
Geschwister
Jesus hatte vier Brüder (Jakobus, Joses, Judas und Simon) und mehrere Schwestern, die in der Bibel aber nicht namentlich erwähnt werden. Als Jesus sein Wirken als Prediger begann, dürften seine jüngeren Brüder den Betrieb des Vaters fortgeführt haben. Belegt ist dies allerdings nicht. Mindestens einer seiner Brüder – Jakobus – schloss sich ihm später ebenfalls an.
Jesus lebt Familie in einem erweiterten Horizont mit den Leuten, die ihm nachfolgen.
Gleichnisse
Jesus sprach oft in Gleichnissen, also bildhaften Geschichten. Dabei griff er alltägliche Erfahrungen der Menschen auf, um das Reich Gottes zu beschreiben. Zu den bekanntesten Gleichnissen zählen das vom „verlorenen Sohn“ (Lk. 15,11-32) und vom „barmherzigen Samariter“ (Lk. 10, 30-37)
Gnade
Gnade ist ein zentraler Begriff im christlichen Glauben. Es meint: Gott schenkt uns seine Liebe, Annahme und Vergebung – nicht, weil wir sie verdienen, sondern weil er gnädig ist und Jesus durch seinen Tod unsere Schuld auf sich genommen hat. Jesus verurteilte nicht, wo andere Steine werfen wollten (Johannes 8,1–11). Paulus nennt Gnade das Fundament der Beziehung zu Gott (Epheser 2,8–9). Gnade nimmt den Druck, alles richtig machen zu müssen. Sie lädt ein, aus einem geschenkten „Ja“ zu leben – und nicht aus Angst, zu versagen.
Hirte, Heilung
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Hirte
In der Bibel wird für Jesus das Bild des guten Hirten verwendet (z.B. in Psalm 23). Als Hüter seiner Herde, sprich all derer, die zu ihm gehören, sorgt er für sie, leitet sie und sucht nach Schafen, die auf Abwege geraten.
Heilung
In seinem Leben hat Jesus viele Kranke, Blinde und Gelähmte geheilt. Er war bekannt dafür, obwohl er den Geheilten oft auftrug, nichts davon zu erzählen. In Lukas 5 wird von Seiner ersten Heilung berichtet. Hier heilt Jesus einen aussätzigen Mann in einem Dorf. Der Leprakranke warf sich vor Jesus nieder, als er Ihn erkannte und sprach zu Ihm: "Herr, wenn du willst, kannst du mich gesund machen." Und Jesus antwortete: "Ich will es tun, sei gesund!" Später sagte Jesus, der Mann solle sich vom Priester untersuchen lassen und niemandem davon erzählen.
Sein Glaube und Gewissheit an Jesu Macht, haben ihn gerettet.
Jesus war nichts unmöglich und so brachten viele Leute Angehörige, Freunde oder sich selbst vor ihn, auf dass Er sie heile. Er war nämlich nicht für die Gesunden gekommen, sondern für die Kranken, weil Er ihr Arzt ist. (Matthäus 9,12)
INRI, Israel
INRI
(oder auch I.N.R.I./J.N.R.J.) sind die Initialen des lateinischen Satzes "Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum", das bedeutet: "Jesus von Nazaret, König der Juden". Dem Johannes-Evangelium zufolge (Kap. 19, V.19-22) stand diese Inschrift in Hebräisch, Latein und Griechisch auf einer Tafel, die der Statthalter Pontius Pilatus oben am Kreuz Christi anbringen ließ, um den Grund seiner Verurteilung anzugeben.
Israel
Im alten Testament der Bibel wird Israel für verschiedene Elemente verwendet.
1. Für Jakob, den Ahnvater der zwölf Söhne bzw. Stämme Israels
2. Für das von Gott erwählte Volk Israel
3. Für konkrete geografische Gebiete und
4. Für die Gemeinschaft der Gläubigen
(Quelle: WiBiLex, Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet: "Israel (AT)")
Jerusalem, Johannes der Täufer, Jünger
Jerusalem
Es gibt nur wenige antike Städte, über die man mehr weiß als über Jerusalem zur Zeit Jesu. Die Stadt war damals wie heute das Zentrum jüdischen Glaubens. Hier stand der von Herodes dem Großen errichtete zweite Tempel, der dann später im Jahr 70 n.Chr. von den Römern zerstört wurde.
Jesus dürfte Jerusalem mehrmals besucht und gut gekannt haben. Bekannt sind die Geschichten von seinem „Einzug“ in die Stadt, der Vertreibung der Geldwechsler aus dem Tempel und das Abendmahl. In Jerusalem wurde Jesus zum Tod verurteilt und schließlich außerhalb der Stadtmauern gekreuzigt.
Weltbekannt ist das sogenannte „Holyland“-Modell, das die Stadt Jerusalem um das Jahr 66 n.Chr. zeigt.
Johannes der Täufer
Johannes war ein ungewöhnlicher Prediger: Er lebte in der Wüste, trug einfache Kleidung und rief die Menschen zur Umkehr. Viele kamen, ließen sich taufen und begannen ein neues Leben mit Gott. Johannes bereitete den Weg für Jesus und erkannte ihn als den versprochenen Retter (Johannes 1,29). Er war mutig – auch gegenüber der politischen Macht – und wurde schließlich hingerichtet (Markus 6,17–29). Jesus nannte ihn den größten unter den von einer Frau Geborenen (Matthäus 11,11).
Jünger
Wanderprediger waren zu Jesu Zeiten nichts Ungewöhnliches. Es gab viele sogenannte Rabbis (oder aramäisch: „Rabbuni“) in Israel – eigentlich bezeichnete das Wort einfach nur die Lehrer an den Synagogen. Rabbis konnten aber auch Lehrende sein, die ganz oder zeitweise unabhängig von den Synagogen durch Israel reisten und Schüler um sich sammelten. Sie waren Teil der damals durch und durch von Religion bestimmten Gesellschaft. So war es auch nichts Ungewöhnliches, dass Menschen ihre Arbeit verließen, um für einige Zeit einem solchen Rabbi zu folgen.
Jesus verließ mit ungefähr 30 Jahren den elterlichen Betrieb in Nazareth und begann in Kapernaum am Ufer des Sees Genezareth mit seinem Wirken. Sein engstes Team bestand aus zwölf Personen:
Simon Petrus, Fischer Andreas, ein Bruder von Petrus Jakobus & Johannes, Söhne des Zebedäus. Letzterer hat vermutlich das Johannesevangelium geschrieben. Philippus, der später viel im Mittelmeerraum herumgereist ist, um die gute Nachricht von Jesus dort zu verbreiten. Bartholomäus, auch Nathanael genannt Thomas, der Täufer Matthäus, der Steuerpächter und Jakobus, zwei Söhne des Alpäus Judas Thaddäus Simon, der Zelot. Bevor er Jesus begegnete war er Anhänger einer recht militanten Unabhängigkeitsbewegung („Zeloten“). Judas Iskariot, der Jesus später verriet und dann Selbstmord beging.
Von den wenigsten dieser Männer kennen wir ihre Biografie vor der Begegnung mit Jesus und Details über ihr „ziviles“ Leben während ihrer Zeit mit ihm. Von Simon Petrus und Andreas wissen wir immerhin, dass sie Fischer in Kapernaum waren. Und mindestens Petrus war verheiratet und hatte eine eigene Familie. Matthäus Levi war Steuerbeamter oder Zöllner.
Simon, der Zelot, vollzog eine radikale Wendung, als er Jesus folgte. Als Zelot war er ein jüdischer Widerstandskämpfer, der Gottes Ehre mit Gewalt verteidigen wollte. Da Jesus Gewalt ablehnte, ist es unwahrscheinlich, dass er einen aktiven Kämpfer in seinem Kreis duldete. Simon könnte den Zielen der Zeloten noch zugestimmt haben, der Gewalt hatte er aber sicher abgeschworen.
Darüber hinaus gehörten neben den zahllosen sporadischen Zuhörern seiner Predigten noch einige Männer und Frauen zu seinem erweitertem, aber nichtsdestotrotz verbindlichen Umfeld. An einigen Stellen wird von 72 Jüngern berichtet. Wie dieser erweiterte Jüngerkreis genau organisiert war, ist nicht bekannt.
Die zwölf oben genannten Nachfolger waren dagegen so gut wie immer bei Jesus. Die Truppe hatte ihr Hauptquartier im Haus von Petrus in Kapernaum (nahe dem See Genezareth) eingerichtet, wobei aber vermutlich nicht alle dort wohnten. Eine Art Kernteam bildeten Petrus, Jakobus und Johannes, die Jesus praktisch nicht von der Seite wichen.
Kapernaum war phasenweise die Wahlheimat Jesu während seiner öffentlichen Wirksamkeit (Matthäus 4,13). Der Ort liegt am Nordufer des Sees Genezareth und hatte zur Zeit Jesu zwischen 600 und 1.000 Einwohner. Hier rief Jesus Matthäus, den Zöllner, in seine Nachfolge (Matthäus 9,9), heilte einen Gelähmten, dessen Freunde ihn durch das Dach zu ihm ließen (Markus 2,1–12), und lehrte regelmäßig in der Synagoge. Auch Petrus’ Haus befand sich in diesem Ort.
Kindheit
Viel wissen wir über die Kindheit von Jesus nicht. Sicher wurde er in der jüdischen Tradition erzogen. Sein Schriftwissen scheint groß gewesen zu sein. Mit 12 Jahren entwischte er seinen Eltern einmal bei einem gemeinsamen Besuch in Jerusalem. Nachdem Maria und Josef ihn verzweifelt gesucht hatten, fanden sie ihn schließlich im Jerusalemer Tempel, wo er mit den Priestern über die Heilige Schrift diskutierte.
Die Dialektik, also die „Kunst der Unterredung“, erlernten jüdische Schüler genauso wie Lesen, Schreiben und Mathematik in der Schule. Es war neben dem Auswendiglernen der Heiligen Schrift (also unseres Alten Testaments) sogar der Hauptlerninhalt des „Bet Talmud“ (Sammlung von jüdischem Gesetz).
Kreuzigung
Die Kreuzigung war eine verbreitete Hinrichtungsart der Römer für Schwerverbrecher, also vornehmlich für Mörder und Staatsverräter. Eine Kreuzigung war besonders grausam und gleichzeitig sehr öffentlichkeitswirksam, weil die Delinquenten stunden-, manchmal tagelang meist neben stark frequentierten Überlandstraßen hingen. Nach der endgültigen Niederlage des aufständischen Sklavenheerführers Spartacus 71 v.Chr. wurden um die 6.000 seiner Anhänger entlang der Via Appia gekreuzigt.
Zumeist wurde ein Querbalken (lat. patibulum) an einem Baum als Kreuz benutzt. Manchmal wurde eine kleine Holztafel am Querbalken befestigt, auf der der Tatvorwurf stand. Die Beine des Delinquenten wurden auf einen kleinen Querbalken gestellt, um zu erreichen, dass er nicht durch sein eigenes Gewicht zu sehr nach unten gezogen und ohnmächtig wurde bzw. im Falle der Verwendung von Nägeln einen schnellen Blutverlust erlitt.
Dem gleichen Zweck diente ein Querholz („Sedile“) auf halber Höhe, das als „Sitz“ genutzt werden konnte. Durch Arme und Beine wurden nicht immer Nägel getrieben, manchmal wurde die Extremitäten „nur“ durch Fesseln angebunden. Es gab keine römische Vorschrift, wie eine Kreuzigung genau durchzuführen war. Den oft aus abgeordneten Soldaten bestehenden Henkerkommandos wurde ein hohes Maß an Freiheit zugestanden.
Die Kreuzigung sollte den Delinquenten langsam töten und als abschreckendes Beispiel dienen. Oft bestachen Angehörige die Henker, dem Gekreuzigten die Beine zu brechen, um den Tod durch Ersticken zu beschleunigen, da er sich dann nicht mehr abstützen konnte.
kultureller Kontext
Die römische und hellenistische Kultur prägte den Alltag der jüdischen Bevölkerung genauso wie ihre eigene Tradition. Der Ort Kapernaum war römischer Garnisonsstandort und lag direkt an der von den Römern gut ausgebauten „Via Maris“. Sie war einer der damals wichtigsten Handelsrouten im Mittelmeerraum - die direkte Verbindung zwischen Damaskus und Ägypten.
Als das nahegelegene Tiberias am See Genezareth um 20 n.Chr. Sepphoris als Hauptstadt von Galiläa ablöste, lag es für jemanden, der eine wichtige Botschaft zu verkünden hatte, nahe, sich stärker am See Genezareth zu orientieren, dem neuen Mittelpunkt Galiläas. Jesus wählte Kapernaum als Heimat, vielleicht, weil einige seiner wichtigsten Mitarbeiter hier wohnten.
Dort, keine 100 Meter südwestlich der Meilensteine der Via Maris, gab es natürlich auch eine der zahlreichen Synagogen – den anderen kulturellen Pol des alten Palästina. Die Synagoge war (neben dem zentralen Tempel in Jerusalem) Mittelpunkt des jüdischen Glaubens, aber auch Mittelpunkt des lokalen Gemeindelebens, es war Bildungseinrichtung und sozialer Treffpunkt.
Lebenslauf, Lazarus
Lebenslauf
Trotz aller Unschärfe lässt sich aus den verschiedenen Quellen das folgende, ungefähre Bild erstellen: Jahr Alter von Jesus Ereignis / Lebensabschnitt
zwischen 7 v.Chr. und 4 n.Chr. 0 Jahre Geburt 1 Monat Flucht nach Ägypten aus Angst vor König Herodes 1-3 Jahre Rückkehr aus Ägypten nach dem Tod Herodes 6 „Einschulung“ von Jesus in der Synagoge von Nazareth 12 Reise mit den Eltern zum Passahfest nach Jerusalem 14-29 Ende der schulischen Ausbildung, Beginn der Handwerkerlehre bei seinem Stiefvater, danach Mitarbeit im Familienbetrieb 30 Jesus beendet seine Tätigkeit als Baumeister und beginnt sein Wirken als Wanderprediger ca. 28 n.Chr. 31-33 Letzte Reise zum Passahfest nach Jerusalem Donnerstag vor dem Passahfest 31-33 Letztes Abendessen mit seinen Schülern, Verhaftung Freitag vor dem Passahfest 31-33 Prozess, Kreuzigung, Tod und Grablegung Sonntag nach dem Passahfest (zwei Tage später) 31-33 Frauen finden das leere Grab, Jesus begegnet seinen Mitarbeitern anschließend Jesus begegnet nochmals den Jüngern und 500 weiteren Menschen, bevor er „in den Himmel aufgenommen“ wird.
Die Evangelien, also unsere Hauptquellen über das Leben von Jesus, genügen leider keinem Anspruch auf chronologische Vollständigkeit. Es sind zwar Biografien, aber sie orientieren sich (natürlich) am antiken Biografikstil, der völlig anders war, als es die heutige Geschichtsschreibung ist.
Es bedeutet vor allem, dass dramatische Elemente und dramaturgische Effekte den Wert eines Werkes als Geschichtsschreibung nicht schmälern, wie zum Beispiel das abrupte Ende des Markusevangeliums, das an einen fallenden Vorhang im Theater erinnert. Im Gegenteil: Worüber wir heute in einer Bismarck-Biografie die Nase rümpfen würden, war damals festes Element der Geschichtsschreibung – ja sogar ein „muss“ für erstklassige Literatur.
Das heißt für uns allerdings, dass sich beispielsweise Zeitangaben aus den Evangelien nur über den Zusammenhang erschließen lassen. Und selbst das bietet nicht unbedingt ein verlässliches Bild. So erscheint das Wirken von Jesus nach dem Evangelium von Johannes mindestens drei Jahre lang, weil von drei Reisen von Jesus zum jährlichen Passahfest nach Jerusalem berichtet wird.
Die anderen drei Evangelisten erzählen aber nur von einem Passahfest in Jerusalem. Womit sie weitere Reisen nicht ausschließen, aber eben auch nicht erwähnen. Aber auch bei Johannes bleibt natürlich offen, ob er alle Reisen erwähnte.
Lazarus
Lazarus war ein Freund Jesus´. Er war der Bruder von Maria und Marta, die in Bethanien lebten. Als Lazarus erkrankte gaben sie Jesus bescheid, der aber nicht sofort nach Bethanien reiste. Erst vier Tage nach dem Tod von Lazarus kam Jesus und weckte ihn auf, sodass Lazarus wieder lebte. Jesus sagte: „Lazarus’ Krankheit wird nicht zum Tode führen; sie dient vielmehr der Verherrlichung Gottes. …“ (Johannes 11:4)
Messias, Maria Magdalena
Messias
Name: Jesus, oder korrekter vermutlich „Jeschua“, war und ist ein gebräuchlicher und sehr häufiger Vorname in Israel. Wäre Jesus in Deutschland zu Welt gekommen, hätte er Max, Noah, Paul oder Ben heißen können. Allerdings gibt es eine Besonderheit: „Jeschua“ bedeutet im hebräischen ›Gott ist Heil‹. Diese programmatische Aussage stand wie ein Vorzeichen vor seinem Leben, Sterben und Auferstehung.
Namen in der Antike waren nicht wie heute bei uns in einen oder mehrere Vor- und einen Familiennamen unterteilt. Vielmehr folgte dem eigentlichen Namen (in unserem Fall „Jeschua“) entweder der Bezug auf den Vater („Benjamin“ bedeutet z.B. „Sohn des Jamin“) oder eine Ortsangabe. So auch bei Jesus, der zu seinen Lebzeiten nach seiner Heimatstadt „Jesus aus Nazareth“ genannt wurde.
Maria Magdalena
Maria aus Magdala, wie sie auch genannt wird, zählte zu einer Gruppe von Frauen, die Jesus nachfolgten. Lukas und Markus berichten, dass Jesus ihr Dämonen austrieb (Lk. 8,2 bzw. Mk. 16,9). Sie war Zeuge der Kreuzigung und begegnete am Ostersonntag dem auferstandenen Christus.
Nazareth, Nächstenliebe
Nazareth
Nazareth in Galiläa war für viele Jahre Jesu Heimatstadt – so erklärt sich auch die Namensbezeichnung Jesus von Nazareth. Die Evangelien bezeugen diesen Ort als seine Heimat. So sagt der Jünger Philippus im Johannesevangelium: "Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazareth, den Sohn Josefs."
Nächstenliebe
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Nächstenliebe wird in der Bibel so definiert: Liebe den Nächsten wie dich selbst. (Matthäus 22:39)
Aber was bedeutet das konkret?
Die Grundlage der Nächstenliebe ist die Liebe Gottes (Agape). Seine selbstlose, bedingungslose und nachsichtige Liebe gegenüber allen Menschen, soll uns ein Vorbild sein. Das bedeutet, dass wir jedem Menschen mit Grundrespekt, Höflichkeit und Herzlichkeit begegnen sollen. Auch die Diakonie (die soziale Hilfestellung gegenüber anderen Menschen) ist großer Teil der Nächstenliebe.
So hat Jesus Blinde geheilt, mit Zöllner gegessen, die Ehebrecherin verteidigt und jedem Menschen in Liebe begegnet.
Opfer, Ostern
Opfer
In so gut wie sämtlichen Religionen versuchen die Menschen, mit einer Opfergabe etwas zu erreichen, indem sie z. B. ein geschlachtetes Tier opfern, um die Vergebung der Sünden zu erlangen.
Auch die Bibel berichtet von „Opfern“. Im Alten Testament ist von Dankopfern und Lobopfern die Rede. In dieser Zeit wurden sie dem Schöpfergott gebracht, als ein Zeichen dafür, dass das Volk Gottes die Herrschaft Gottes anerkennt und dass sie von ihm abhängig sind.
Doch das größte Opfer in der Geschichte hat Jesus Christus für uns Menschen getan. Durch den Tod am Kreuz opferte er sich, um den Riss zwischen Gott und uns, den Menschen, zu heilen. Jesus, Gottes Sohn, starb für uns, damit wir leben können. Er gab sich für uns aus Liebe hin.
Ostern
An Ostern feiern wir das wichtigste Fest der Christenheit. Jährlich am ersten Sonntag nach dem Frühlingsmond wird die Auferstehung Christi vom Tod gefeiert. Es wird sich daran erinnert, dass Jesus den Tod überwunden hat. Er ist nicht nur für unsere Sünden am Kreuz gestorben, sondern auch nach drei Tagen wieder auferstanden. (Lukas 23+24)
Deshalb müssen wir heute nichts mehr für unsere Erlösung tun, außer das Geschenk der Gnade anzunehmen und an ihn zu glauben.
Petrus, Politik, Pontius Pilatus
Petrus
Petrus, ursprünglich Simon, war einer der ersten Jünger Jesu. Jesus gibt ihm einen neuen Namen: „Du bist Petrus, der Fels“ (Matthäus 16,18). Petrus ist leidenschaftlich und spontan – mal läuft er voller Vertrauen über das Wasser, mal schlägt er mit dem Schwert um sich. Und ausgerechnet er, der so mutig wirkte, verleugnet Jesus dreimal in der Nacht seiner Verhaftung (Lukas 22,54–62). Doch das ist nicht das Ende. Nach der Auferstehung fragt Jesus ihn dreimal: „Liebst du mich?“ – und vergibt.
Petrus wird zum Leiter der ersten Gemeinde (Apostelgeschichte 2) und erlebt, wie durch seinen Dienst Menschen zum Glauben finden. Sein Beispiel zeigt: Glaube bedeutet nicht, fehlerlos zu sein. Petrus war kein Held. Aber er war ehrlich – und genau das macht ihn zum Vorbild.
Politik
Zur Zeit Jesu war Palästina in drei Regionen unterteilt: Judäa im Süden mit kargem Bergland und der Wüste Negev, Galiläa im fruchtbaren Norden mit dem See Genezareth, und Samaria in der Mitte. Zwischen Juden und Samaritern herrschten Spannungen – die Juden betrachteten die Samariter als minderwertige Glaubensbrüder und mieden sie, während die Samariter den Juden feindlich gegenüberstanden, da diese ihnen gewaltsam ihre Jerusalemer Glaubensauslegung aufzwingen wollten.
Die Juden betrachteten die Samariter als Unmenschen. Insofern enthält Jesu Gleichnis vom barmherzigen Samariter eine starke Provokation: Ein Mann wird von Räubern überfallen, doch jüdische Passanten – darunter auch angesehene Priester – helfen ihm nicht. Erst ein Samariter zeigt Mitgefühl, versorgt den Verletzten und bezahlt dessen Unterkunft. Diese Darstellung empörte viele Juden, da Jesus damit ihren Stolz und ihre Ablehnung gegenüber den Samaritern kritisierte.
Gleichzeitig war das Römische Reich Besatzungsmacht. Die Israeliten mussten ihnen Steuern zahlen und sich an die Gesetze der Römer halten. Trotz des kulturellen und technischen Fortschritts, den sie durch die römische Herrschaft genießen konnten, wünschten sich viele Juden eine Befreiung von der Fremdregierung. Viele glaubten, der langersehnte Messias würde sie von der Unterdrückung durch die Römer befreien. Obwohl Jesus selten politisch wurde und nie die Römer direkt angriff, hielten bis zuletzt selbst einige seiner engsten Mitarbeiter Jesus für den Befreier Israels vom Joch der Römer.
Pontius Pilatus
Durch die Aufnahme ins Glaubensbekenntnis („gelitten unter Pontius Pilatus“) ist Pontius Pilatus neben Augustus und Gaius Julius Cäsar einer der bekanntesten Römer aller Zeiten geworden, obwohl tatsächlich nicht viel über ihn bekannt ist. Weder weiß man, wann er geboren wurde, noch ist sein Geburtsort bekannt. Fest steht, dass er von 26 bis 36 n.Chr. römischer Präfekt in den Provinzen Judäa und Samaria war.
In den Evangelien steht, dass Pilatus Jesus zum Tod am Kreuz verurteilte. Davon berichtet auch der römische Geschichtsschreiber Tacitus.
Quellenbeweis, Quellensinnbild
Quellenbeweis
Jesus taucht in vielen Quellen auf, sowohl in christlichen als auch in nicht-christlichen Quellen. Die christlichen Schriftquellen sind allesamt Jahrzehnte nach der Kreuzigung entstanden. Neben den vier Evangelien (Mt, Mk, Lk und Johs) sind vor allem die Paulusbriefe und diverse apokryphe Schriften zu nennen.
Auch in nicht-christlichen Quellen wird Bezug auf Jesus genommen. Wie z.B. Flavius Josephus, der jüdische Historiker erwähnte Jesus in seinem Werk „Jüdische Altertümer“ im Zusammenhang mit einem Bericht über Maßnahmen des Statthalters Pontius Pilatus gegen die Juden. Er berichtet, dass in dieser Zeit ein Mensch namens Jesus gelebt habe, der unglaubliche Taten vollbrachte, die Menschen lehrte, Juden an sich zog und von Pilatus zum Tod verurteilt wurde.
Quellensinnbild
Doch das Wort „Quelle“ hat auch in der Bibel eine große Bedeutung. Die Quelle wird als natürliches Bild der Unendlichkeit dargestellt. Eine Quelle sprudelt aus eigener, geheimnisvoller Kraft und gibt etwas, dass das Leben erfrischend und lebhaft macht. In der Bibel wird Gott als Quelle der Liebe und des Lebensmutes beschrieben. Die Quelle ist ein Bild für “Gott, dem Schöpfer“ geworden: unerschöpflich, ewig, unbegreiflich und immer da. In Offenbarung 21:6 steht “Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.”
Retter
Retter
In der Bibel wird Jesus oft als Retter bezeichnet. Den von Gott versprochenen Retter, dem die Weltherrschaft übertragen werden soll. Doch wie kommt es dazu? Kurz nach der Geburt Jesu wies bereits ein Engel den Hirten darauf hin, dass der ersehnte Retter geboren ist (Lukas 2, 11). Doch auch Jesus selbst bezeichnete sich in Johannes 14 Vers 6 als Retter der Menschen und als der Weg, der zum Vater führt. Denn Jesus ist der Retter, der uns von unserer Schuld befreit und den Weg zu Gott frei gemacht hat.
Samariter, Schriftgelehrte, See Genezareth, Segen
Samariter
Zur Zeit Jesu galten Samariter bei den Juden als Außenseiter – man mied sie, es gab religiöse Spannungen. Umso überraschender ist Jesu Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25–37). Dort hilft ein Samariter einem Verletzten, den zuvor ein Priester und ein Levit ignoriert hatten. Jesus stellt damit klar: Nächstenliebe kennt keine Grenzen. Entscheidend ist nicht, woher jemand kommt, sondern ob er bereit ist zu helfen. Eine Provokation – damals wie heute.
Schriftgelehrte
Die Theologen des alten Israels hießen Schriftgelehrte - unter diesem Sammelbegriff tummelten sich eine Reihe höchst unterschiedlicher Gruppierungen.
Die bekannteste jüdische Gruppe zur Zeit Jesu waren die Pharisäer, deren Name „Die Abgesonderten“ bedeutet. Sie strebten eine strenge Einhaltung des mosaischen Gesetzes an und erweiterten es durch zahlreiche Überlieferungen zu einem umfangreichen Regelwerk. Jesus kritisierte sie oft, da sie ihre Frömmigkeit öffentlich zur Schau stellten und andere verurteilten. Die Pharisäer spielten auch eine zentrale Rolle bei der Verhaftung und Kreuzigung Jesu.
Die Sadduzäer standen im Gegensatz zu den Pharisäern. Sie akzeptierten nur die fünf Bücher Mose, lehnten Propheten, Engel und ein Leben nach dem Tod ab und erwarteten keinen Messias. Als machtbewusste Rationalisten passten sie sich den jeweils Herrschenden an. Jesus war ihnen gefährlich, da sein Auftreten ihre politische Stellung bedrohte. Der Hohepriester Kaijaphas, ein Sadduzäer, war maßgeblich an Jesu Festnahme und Übergabe an Pilatus beteiligt.
See Genezareth
Der See Genezareth ist ein Süßwassersee im Norden Israels – etwa 21 Kilometer lang, 13 Kilometer breit. In der Bibel wird er auch „See von Tiberias“ oder „See von Galiläa“ genannt. Für Jesus war dieser Ort zentral: Viele seiner Jünger – darunter Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes – waren Fischer am See. Jesus rief sie direkt von ihren Booten weg in seine Nachfolge (Markus 1,16–20). Hier stillte er einen Sturm, um seine Freunde von Angst zu befreien (Markus 4,35–41). Hier ging er übers Wasser und forderte Petrus heraus, es ihm gleichzutun (Matthäus 14,22–33). Und nach seiner Auferstehung begegnete er seinen Jüngern erneut am Ufer – mit Frühstück am Kohlenfeuer (Johannes 21).
Segen
Der Segensbegriff zieht sich durch die gesamte Bibel – vom ersten Schöpfungsbericht bis zur Offenbarung. Gott segnet Adam und Eva (1. Mose 1,28). Später verspricht er Abraham: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“ (1. Mose 12,2). Segen bedeutet: Gott spricht Leben, Schutz, Gedeihen und Nähe zu. Es ist ein aktives „Ja“ Gottes zum Menschen – nicht als Belohnung, sondern aus Gnade.
Im Alltag Israels spielte Segen eine große Rolle: Väter segneten ihre Kinder (z. B. Isaak Jakob – 1. Mose 27), Priester segneten das Volk (4. Mose 6,24–26). Der sogenannte „Aaronitische Segen“ ist bis heute fester Bestandteil vieler christlicher Gottesdienste. Segen ist dabei mehr als ein gutes Wort – er bringt die Wirklichkeit Gottes ins Leben.
Jesus führt diese Segenspraxis fort: Er segnet Kinder (Markus 10,16), spricht Segen über Menschen aus, die benachteiligt sind (Matthäus 5,1–12) und macht deutlich, dass Gottes Segen oft gerade dort spürbar wird, wo menschlich wenig zu erwarten ist. Nach der Auferstehung sendet er seine Jünger mit einem Segen in die Welt (Lukas 24,50).
Im Neuen Testament wird deutlich: Segen ist nicht mehr an Orte, Rituale oder bestimmte Personen gebunden. Durch Christus und den Heiligen Geist dürfen alle Glaubenden selbst Träger und Weitergeber von Segen sein (1. Petrus 3,9). Segen ist also Geschenk – und zugleich Aufgabe: Segen empfangen heißt auch, anderen zum Segen zu werden.
Taufe, Tempel, Thomas
Taufe
Die Evangelien berichten von Johannes dem Täufer, der die Menschen „als Zeichen der Umkehr“ im Jordan taufte. Nach übereinstimmenden Berichten zählte auch Jesus zu den Täuflingen. Jesus selbst taufte nicht, beauftragte aber seine Jünger damit, die dies auch schon zu seinen Lebzeiten taten (Joh. 4,1f). Das Matthäusevangelium endet schließlich mit dem sogenannten Taufbefehl.
Im Unterschied zur Johannestaufe („Umkehr“) ist die christliche Taufe laut Paulus mit der Gabe des Heiligen Geistes verknüpft (Apg. 19, 1ff). Schon in der frühen Christenheit trat das Bekenntnis des Glaubens hinzu.
Theologisch umstritten ist, ob auch Kleinkinder getauft werden dürfen, wie es Sitte in der evangelischen, der katholischen und der orthodoxen Kirche ist. Befürworter berufen sich auf die neutestamentlichen Berichte über „Haustaufen“. Viele Freikirchen und christliche Gemeinschaften praktizieren und akzeptieren dagegen ausschließlich die „Gläubigentaufe“.
Tempel
Der Tempel in Jerusalem war zur Zeit Jesu das religiöse Zentrum Israels – der Ort für Opfer, Gebet und Gottesdienst. Für viele galt er als der Ort, an dem Gott selbst wohnt. Doch Jesus bringt eine neue Sicht: Er nennt seinen Körper den Tempel (Johannes 2,19–21) und zeigt, dass Gottes Nähe nicht an Gebäude gebunden ist. Nach seiner Auferstehung verstehen Christen: Gott wohnt durch seinen Geist in den Menschen selbst (1. Korinther 3,16). Nähe zu Gott ist nun überall möglich.
Thomas
Thomas gehört zu den zwölf Jüngern und ist besonders bekannt durch seine Zweifel an der Auferstehung Jesu (sprichwörtlich der "ungläubige Thomas"). Als die anderen Jünger berichten, Jesus sei ihnen erschienen, sagt er: „Wenn ich nicht seine Wunden sehe und berühre, glaube ich nicht“ (Johannes 20,25). Doch als Jesus ihm acht Tage später begegnet, fällt Thomas auf die Knie: „Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20,28). Thomas war nicht nur ein Zweifler, sondern auch mutig: Als Jesus nach Judäa gehen will, wo man ihn töten möchte, ist Thomas bereit, mit ihm zu sterben (Johannes 11,16). In Thomas finden sich viele wieder, die nicht blind glauben können, sondern ehrlich ringen. Seine Geschichte zeigt: Jesus weist Zweifel nicht ab – er begegnet ihnen.
Laut einiger Überlieferungen reiste Thomas später bis nach Indien, um dort das Evangelium zu verkünden.
Umkehr
Umkehr
Die Umkehr lässt sich definieren als „das Abwenden von der Sünde und dem Hinwenden zu Gott”. Als Zeichen dieser Umkehr setzte Johannes der Täufer „die Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden“ (Markus 1,4; Lukas 3,3). Die Bibel gibt uns wieder, das wahre Umkehr eine Änderung der Taten zur Folge haben wird (Lukas 3,8-14; Apostelgeschichte 3,19).
In Matthäus 4 Vers 17 steht „Kehrt um, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!“. Damit forderte Jesus seine Mitmenschen auf. Dies war der Kern seiner Botschaft. Umkehr ist für uns Christen somit ein zentraler Begriff. Denn erst durch die Umkehr zu Gott werden wir zum Christen.
Für den Begriff „Umkehr“ gibt es verschiedene Definitionen wie „Buße, Bekehrung...“. Im Griechischen heißt es „metanoia“, wörtlich übersetzt „Umsinnung“. Es geht um eine neue Denk- und Verhaltensweise. Eine neue Ausrichtung auf das Leben und einen neuen Blick auf die Wirklichkeit.
Vaterunser, Vergebung
Vaterunser
Das Vaterunser ist vielleicht das bekannteste Gebet der Welt. In jedem Fall das von Christen weltweit am meisten gesprochene. Der Evangelist Matthäus berichtet (6,9-13), dass Jesus selbst seine Anhänger diese Worte so gelehrt hat. Eine kürzere Fassung findet sich bei Lukas (11,2-4). Es gilt als wahrscheinlich, dass das Vaterunser bereits in der Urchristenheit Ende des 1. Jahrhunderts einen Platz im Gottesdienst und auch der persönlichen Andacht hatte.
Vergebung
Es beschreibt die Wiederherstellung der Beziehung zwischen zwei Parteien. In der Bibel bedeutet Vergebung: Gott spricht uns von unseren Sünden frei und versöhnt ishc mit uns.
Als Adam und Eva sich von Gott abwandten (1. Mose 3), musste Gott sie aus seiner unmittelbaren Nähe entfernen, weil sie sich schuldig wurden. In (Römer 6,23a) heißt es: „Der Lohn der Sünde ist der Tod“ . Deshalb mussten Gläubige im Alten Testament ein Tier opfern. Gott schenkt Leben – und wer sich von ihm trennt, muss mit dem Leben bezahlen. Die Menschen gaben das Leben eines Tieres hin, damit ihre Schuld vorübergehend gesühnt wurde und sie wieder in Gottes Nähe kommen konnten – bis sie erneut sündigten.
In Jesus gab Gott sich selbst hin, um – wie die Opfertiere – sein Leben für uns zu geben. Der Tod am Kreuz ist der einzige Weg, Vergebung für unsere Sünden zu erlangen. Gott selbst hat sich aus Liebe und Sehnsucht nach uns hingegeben, damit wir wieder in Nähe zu Ihm leben können. Seine Vergebung schenkt uns ewiges Leben. (Römer 6,23b)
Wunder
Wunder
In der Bibel wird immer wieder von Wundern berichtet. Zum Beispiel die Befreiung des Volkes Israel aus der Versklavung in Ägypten. Wunder zeigen Gottes Wirklichkeit und Allmacht, seine Größe und Liebe. Auch von den Wundertaten Jesus, also auf wunderbare Weise vollbrachte, erstaunliche Taten, die Aufsehen erregen oder unbegreiflich erscheinen, wird berichtet.
Jesus vollbringt immer wieder solche Wunder: Heilungen, Austreibung von Dämonen oder z. B. die Stilllegung des Sturmes. Zu den berühmten Wundertaten Jesus zählen „die Speisung der 5000“ (Mk 6,35–44; Mt 14,13–21; Lk 9,10–17;Joh 6,1–13) und Heilung eines Gelähmten durch Sündenvergebung (Lk 5,17–26). Doch dies ist nur ein Teil von seinen vielen Wundern.
Im neuen Testament werden Wunder als „Zeichen“ bezeichnet. Denn sie zeigen, „wer Jesus wirklich ist“. In den Evangelien und in einigen später entstandenen Apokryphen (Schriften) wird von den Wundertaten Jesu in Galiläa, Judäa und Jerusalem erzählt.
Zöllner, Zeloten
Zöllner
Die Römer setzten in allen römischen Provinzen Steuern auf. So auch in Juda. Es war die Aufgabe der Zöllner, diese Beträge einzusammeln und abzugeben.
Das Problem: Die Zöllner verlangten oft mehr Geld vom Volk als nötig und behielten den Rest für sich selbst. Ihr unrechtes und betrügerisches Verhalten machte sie zu einer Menschengruppe, die verachtet wird. Die Pharisäer schotteten sich aktiv von ihnen ab. (Lukas 18,11, Matthäus 9,11)
Ein bekannter Zöllner ist Zachäus. Er lebte in Jericho und war dort oberster Zöllner. Auch er wurde verachtet. Doch als Jesus in die Stadt kam, kletterte Zachäus neugierig auf einen Baum, um ihn zu sehen. Jesus sprach ihn direkt an – und kehrte bei ihm ein. Die Begegnung veränderte Zachäus grundlegend: Er versprach, Unrecht wiedergutzumachen. Eine Geschichte über Sehnsucht, Gnade und Neuanfang. (Lukas 19,1–10)
Zeloten
Die Zeloten waren so etwas wie die Widerstandskämpfer des Judentums. Sie scheuten nicht davor zurück, mit Gewalt für die Durchsetzung ihrer religiösen Überzeugung zu kämpfen. Ihr Hauptfeind waren die Römer, denen sie schadeten, wo immer sie ihnen begegneten: Sie überfielen Einzelposten, störten den Nachschub oder töteten Sympathisanten. Im Grunde waren sie eine terroristische Untergrundbewegung, die mit Guerillataktik das Judentum von den schädlichen Einflüssen von außen befreien wollte.
Wir glauben, dass wir mit Gott im Gebet reden können. Das müssen keine besonderen Worte sein, einfach das, was dir gerade auf dem Herzen liegt. Hast du schon mal gebetet? Ob du Skeptiker oder alter Hase bist, hier sind ein paar Anregungen für dich!
Wer sich neu in seinem Glauben herausfordern lassen möchte, dem sei dieses Buch sehr empfohlen. Es bietet Tiefgang im Glauben und Wachstum hin zu Jesus.