Kaum Pilger, große Unsicherheit: Wie Christen in Bethlehem und den palästinensischen Gebieten das Weihnachtsfest feiern können, ist noch völlig offen.
epd-Gespräch: Holger Spierig
In der Geburtsstadt Jesu kann nach Einschätzung des katholischen Nahost-Beauftragten Udo Markus Bentz auch in diesem Jahr nicht unbeschwert Weihnachten gefeiert werden. Zwar werde das Weihnachtsfest in Bethlehem im Westjordanland unter besseren Bedingungen begangen werden als in den vergangenen Jahren, sagte der Paderborner Erzbischof dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es herrschten aber weiter schwierige Bedingungen.
Im Westjordanland gebe es viele israelische Straßensperren und mobile Checkpoints, erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die Situation verändere sich ständig. Man wisse nicht, wer welche Erlaubnis bekomme und wer nach Bethlehem zum Fest reisen könne. «Die Zahl der Pilger wird sehr begrenzt sein», vermutet Bentz.
Pilgerbetrieb in Bethlehem stark eingeschränkt
Die christlichen Familien in Bethlehem stehen nach den Worten des Theologen unter einem enormen ökonomischen Druck. «Vieles, was mit dem Pilgerbetrieb zusammenhängt, gerade zu Weihnachten, ist stark eingeschränkt oder gar nicht möglich», erklärte Bentz. Das betreffe beispielsweise Pilgerherbergen, die Devotionalienhändler und die Gastronomie. «Viele Leute stehen vor einer ruinierten Existenz. Auch das wird Bethlehem und Weihnachten prägen.»
Weihnachten ereigne sich jedoch nicht allein in der Stadt Bethlehem, sondern in der Bibel heiße es «auf den Feldern von Bethlehem», sagte der Erzbischof. Das lenke den Blick auf die Christen im Westjordanland und in Gaza und auf die schwierigen Umstände, unter denen sie Weihnachten feiern: Die Christinnen und Christen im Gaza-Streifen könnten nicht nach Bethlehem gelangen «und für viele Christen im Westjordanland ist es auch schwierig». Auch dort könnten indes Weihnachtsgottesdienste gefeiert werden.
Bentz rief zum Gebet für die Menschen in der Region auf. Er wünsche ihnen, dass sie «viele Zeichen der Solidarität erleben dürfen in diesen Tagen – auch durch unser Gebet und unsere Unterstützung». Er hoffe, dass sie beim Hören der Weihnachtsbotschaft Trost spüren und neue Hoffnung erfahren könnten.
Bischof Bätzing reist nach Israel
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, will nach Weihnachten nach Israel und in die Palästinensergebiete reisen. Vom 27. bis 30. Dezember wolle er sich ein Bild von der aktuellen Situation machen und werde die Verbundenheit der katholischen Kirche in Deutschland mit den Menschen in der Region, insbesondere auch mit der christlichen Minderheit, zum Ausdruck bringen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag mit.

Das Heilige Land Israel, Gaza und Wunder
Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, will nach Weihnachten nach Israel und in die Palästinensergebiete reisen. Vom 27. bis 30. Dezember wolle er sich ein Bild von der aktuellen Situation machen und werde die Verbundenheit der katholischen Kirche in Deutschland mit den Menschen in der Region, insbesondere auch mit der christlichen Minderheit, zum Ausdruck bringen, teilte also die Deutsche Bischofskonferenz am Montag mit. Dazu meine ich: Nicht nur weil ich Georg Bätzing sehr schätze, finde ich diese Idee gut und es halte es jedoch ebenso für die Zukunft noch viel ermutigender, wenn solche Reisen ökumenisch unternommen werden. Wir brauchen als Christenheit auf diesem Planeten einen derzeitigen konsequenten Schulterschluss. Das gilt natürlich auch für meine Verortung als Christ im evangelischen Bereich. Dazu würde ich auch meine kirchliche Obrigkeit, besser meine „kirchliche Brüderlichkeit“, gerne motivieren: Jemand, der einfach nur einfacher Christ ist.
Heute ist das Heilige Land derzeit viel weniger heilig wie je zuvor, wenig die dortige Regierung, noch die palästinensische Selbstverwaltung, nie die fundamentalistischen Siedler und schon gar nicht die brutale Hamas, (die eigentlich niemals in Friedensverhandlungen gehören, die allerdings nie wirklich ernsthaft stattfinden), jedoch Hamas wegen Völkermord nur ins Gefängnis gehören. Für die Israelische Regierung bin ich da nicht sehr viel gnädiger. Was mir größte Hoffnung gibt, ist die hier doch große Israelische Friedensbewegung, die auch Ausläufer hat jenseits von Israel. Eines ist sicher: Der wiederkommende Messias (hiermit meine ich Jesus), würde dort ganz anderes Sachen umwerfen als wie früher lediglich jene Tische im Tempel bei allen Geldwechslern. Er würde den Fundis, die fälschlich in seinem Namen glauben, kräftig die Leviten lesen. Jesus ist keinerlei Jesulein, denn auch seine unverdiente Liebe kann unbarmherzig sein. Ich weiß nicht wie hoch das völlige Unwissen über unseren Christlichen Glauben ist.
Denn jeder Mensch der hier ermordet, malträtiert, im Krieg in Gaza oder Israel erschossen, oder von Hamas in die Luft gesprengt wird, der nagelt auch wieder Jesus brutal an sein Kreuz. Der doch sagte: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, dies hat ihr mir getan“!. Aber auch der Himmel hat andere Methoden wie die Regime von Putin, jener derzeitigen USA mit dem größenwahnsinnigen Donald Trump, oder moderne Tyrannen, die entsprechend dem 24. Kapitel des Matthäus-Evangeliums vom Thron gestürzt werden (möglicherweise von viel stärkeren Tyrannen). Denn Gott regiert das (fast) unendliche Universum, wogegen unser Planet nur ein Staubkorn ist, nur mit seiner Liebe. Liebe allein ist sein Motiv, warum es kein Nichts gibt, sondern das Sein: Gott liebt immer noch diese Welt, auch wenn er einen Neuen Himmel und eine Neue Erde erschafft. Ein Paradies für alle und dann werden jene getröstet, die wir nicht wirklich trösten konnten: Verhungerten Kinder, tote Soldaten, alle Machtkranken.
Nahtod-Erfahrende, das Schlimmste im Leben anrichteten, mussten sich im Lebensrückblick (gefühlt wie lebenslang nacherlebt in Einzelheiten) all ihren Opfern stellen und ihre Tortouren sogar durch Ohren und Augen ihrer Opfer wahrnehmen. Ein Programm ihres eigenen Gewissens und dies bestärkt mich, im Glauben an die Realität solcher Erlebnissen, dass auch die ganz Bösen sich niemals völlig auch an Gott verbeidrücken könnten. Auch wenn dies ein Programm nur unseres Gehirnes wäre, selbst dann hätte ER es gewollt, es uns als eigenes Gewissen gar gekocht zu servieren.