Sifa wurde als Kind verstümmelt – so wie Millionen Mädchen jedes Jahr. Dank der Kindernothilfe kämpft sie heute gegen diese unmenschliche Tradition.
Schmerzen, Infektionen, traumatische Belastungen: Die Folgen einer Genitalverstümmelung begleiten die Opfer ein Leben lang, beklagt die Kindernothilfe. Sifa (Name geändert) wurde als Kind verstümmelt und später selbst zur Beschneiderin. Heute reist sie mit Unterstützung der Kindernothilfe von Dorf zu Dorf und klärt über die Folgen weiblicher Genitalverstümmelung auf. Sie erzählt von ihren eigenen Erfahrungen: „Am schlimmsten waren die ersten 15 Tage. Ich war sehr krank und konnte mich kaum bewegen“. Bei der Geburt ihrer ersten Tochter traten Komplikationen als Folge der Verstümmelung auf. „Nach all dem Schmerz habe ich beschlossen: Meine Kinder sollen dieses Schicksal niemals erleiden müssen“.
Die Kindernothilfe betont die Schwere dieser Menschenrechtsverletzung: Die Opfer sind meist sehr jung und haben kaum Chancen, diesem brutalen Ritual zu entgehen. Besonders in afrikanischen Ländern wie Somalia sei die Praxis tief verwurzelt. Mangelnde Bildung gilt als eine der Hauptursachen. Befürworter der Genitalverstümmelung, oft religiöse Führer, behaupten, der Ritus sei für „sexuelle Reinheit“ notwendig. Hier brauche es gesundheitliche Aufklärung und Sensibilisierung Familien, Lehrkräften und Polizei, so die Kindernothilfe. Das Hilfswerk unterstützt die Aufklärungsarbeit vor Ort durch Schulungen, TV- und Radiospots. Ehemaligen Beschneiderinnen werden berufliche Alternativen gezeigt, um Geld zu verdienen, beispielsweise durch Nähkurse.
„Frauen wie Sifa sind heute mutige Kämpferinnen, die sich in ihren Dörfern gegen Genitalverstümmelung einsetzen“, so die Kindernothilfe. „Doch es gibt noch viel zu tun!“ Für diese Arbeit bittet die Kindernothilfe um Spenden.
Ein Video zum Thema hat die Kindernothilfe auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Furchtbare Mädchen- und Frauenverachtung hoch drei
Sifa wurde als Kind verstümmelt – so wie Millionen Mädchen jedes Jahr. Dank der Kindernothilfe kämpft sie heute gegen diese unmenschliche Tradition. Mangelnde Bildung gilt als eine der Hauptursachen. Befürworter der Genitalverstümmelung, oft religiöse Führer, behaupten, der Ritus sei für „sexuelle Reinheit“ notwendig. Hier brauche es sehr die gesundheitliche Aufklärung und Sensibilisierung der Familien, Lehrkräfte, Polizei, so die Kindernothilfe. Mir scheint erschreckend, wie sehr hier die Würde der (noch sehr jungen) Menschen verletzt wird, im Namen der sehr bösen
zudem dubiosen angeblichen sexuellen Reinheit. Sexualität ist überhaupt nicht böses, auch nichts gutes, nur biologisch normal und so wie dieses auch hier als Grund beschrieben wird, dumme furchtbare Mädchen- und Frauenfeindlichkeit. Niemand in reinen Männergesellschaften kämen auf die Idee, dass hier das angeblich zwar verschwiegene, aber durchaus vorhandene allerbeste Körperteil bei ihnen abgeschnitten, oder ihn hier nur zu verstümmeln. Aber gegen diesen dubiosen Irrglauben kommt anscheinend niemand an und hier gegen müsste sich die UNO unbedingt mit ihren zuständigen Organen dringend engagieren – jenseits auch von unlösbaren Problemen über Krieg und Frieden. Es brauchte ebenso zudem auch mehr öffentlichkeitswirksame Signalwirkungen. Denn hier werden junge Mädchen verstümmelt, denn sie sollen ihrem Körper nie eine kleine Freuden abgewinnen. Und ich denke, man muss hier – sinnbildlich – dem Kind auch einen Namen geben. Der heißt furchtbare Mädchen- und Frauenverachtung hoch 3. Der nicht aufgehobene katholische Unwille gegen die Pille, die nichts mit Abtreibung zu tun hat, hatte Mitwirkung. Und wo bleiben die gebildeten Religionsgelehrten des Islam und sagen hier einfache Wahrheiten über diese Unmenschlichkeit von Verstümmelungen.