Laut einer Umfrage unter 20 missio-Partnern in Afrika und Asien fürchten viele verfolgte Christen Anschläge an Ostern. Maßgeblicher Auslöser sei vielerorts der Irankrieg.
Der Krieg zwischen Iran, Israel und den USA schürt kurz vor Ostern Ängste unter bedrängten Christen in Afrika und Asien vor Anschlägen, heißt es in einer Pressemitteilung des Hilfswerks missio Aachen. „In Ländern wie Nigeria oder Pakistan verschärfen sie die Sicherheitsmaßnahmen, weil islamistische Extremisten die Eskalation im Nahen Osten nutzen könnten, um Christen als vermeintliche Verbündete der USA oder Israels zu brandmarken.“
Appell: Europa soll unterstützen
In Nigeria berichte Dr. Augustine Akhobga, Sekretär für Flüchtlingsarbeit der katholischen Bischofskonferenz, von „alarmierenden Nachrichten aus dem Norden und der Mitte des Landes“. Islamisten würden sich auf Angriffe an Ostern vorbereiten. Infolgedessen schult die Diözese nun freiwillige Wächter, verstärkt die Kameraüberwachung und passt die Gottesdienstzeiten an. Dialoge mit muslimischen Würdenträgern hätten das Ziel, die angespannte Situation zu entschärfen. „Wir sind alarmiert, handeln aber besonnen und bleiben hoffnungsvoll“, sagt missio-Partner Bischof Mamza. Andere Partner berichten laut missio von ähnlichen Vorkehrungen.
Die missio-Partner fordern Europa zu mehr Unterstützung für verfolgte Christen im globalen Süden auf: „Europa kann zur Stabilität in Asien beitragen, wenn es in erneuerbare Energien investiert. Das schützt uns künftig vor solchen Folgen“, sagt Mickey Paul Gonsalves aus der katholischen Erzdiözese Chattogram in Bangladesch. Durch eine vermittelnde Rolle würde Europa die Verhandlungen zwischen Pakistan, Iran, der USA und Israel positiv beeinflussen können, heißt es in der Pressemitteilung. „Das würde ihre Wirksamkeit erheblich steigern“, erklärt der pakistanische Bischof Yousaf Sohan in der missio-Umfrage.
Das könnte Sie auch interessieren:
