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Autobahnkirchen: Rastplätze für die Seele

Pipi-Pause, tanken, einen Coffee-to-go oder sich mal kurz die Beine vertreten – Raststätten gehören beim Weg in den Urlaub dazu. An manchen Rastplätzen gibt’s eine Auszeit für die Seele dazu.

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Von Jörg Podworny

Wenn die Tür zufällt, tritt Stille ein. Der Lärm der endlosen Fahrzeugkolonne, die unablässig auf der nahen Autobahn vorüberbrettert, verblasst zu einem leichten Hintergrundrauschen.

Drinnen: Ruhe. Als hätte jemand den Lautsprecher-Stöpsel gezogen. Ein Sakral-Raum der inneren Einkehr, neben Burger King und Spielhalle. Gäste tauchen ein in die gedämpfte Atmosphäre. An der Stirnseite ein Altar, eine Bibel. Ein Kreuz. An den Wänden: „Truckerbibeln“. Halter und Ständer mit Karten und Heften, mit Gebeten und Liedern für unterwegs. Reisesegen in sieben Sprachen. Gebetskerzen verbreiten einen warmen Schein. Hocker und Kniebänke bieten Platz zum Nachdenken.

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Durchatmen. Still beten. Nebenan ein Stehpult, darauf ein dickes Buch mit vielen Seiten. Reisende können hier ihre Gedanken notieren. Die Seiten sind vollgeschrieben, täglich, in mehreren Sprachen. Die jüngsten Einträge erst wenige Stunden alt. Hier schreiben durchreisende Fußballfans, Menschen, die Bitten formulieren für ihre Lebenssituation, für Angehörige. Reisende, die Ängsten und Hoffnungen Ausdruck geben. Und Menschen, die dankbar sind, auch für solche Orte „zum Auftanken“. Denn: „Die Zeit vergeht sonst zu schnell“.

Autobahnkirchen. Oft als „Rastplätze (oder Oasen) für die Seele“ bezeichnet. 45 gibt es bisher an deutschen Rennpisten, die älteste steht an der A 8 im bayerischen Adelsried. Sie laden ein, einen Moment den Fuß vom Gas zu nehmen. Gut eine Million (Fern-)Fahrer legen jedes Jahr einen Stopp an den Drive-In-Kirchen ein. Besonders viele kommen in den Reisemonaten im Sommer, um ein paar Minuten runterzuschalten. Ein Besuch, der sich lohnen kann.

Eine Übersicht über die Autobahnkirchen und deren Angebote gibt es unter: www.autobahnkirche.de.


lebenslust Cover
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Jörg Podworny schrieb diesen „Appetizer“-Artikel (und fotografierte) für das Magazin lebenslust. lebenslust erscheint viermal im Jahr im SCM Bundes-Verlag, zu dem auch Jesus.de gehört.

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