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EKD: Lob für Zollitschs Kritik am Afghanistan-Einsatz

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) begrüßt die Kritik der katholischen Deutschen Bischofskonferenz am Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. «Das ist das erwartete Wort der Solidarität mit der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann», sagte Käßmanns Stellvertreter an der EKD-Spitze, Präses Nikolaus Schneider, der «Frankfurter Rundschau» (Montagsausgabe).

 Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hatte zuvor in einem Gastbeitrag für die Zeitung eine neue Perspektive für das deutsche Engagement am Hindukusch gefordert. Angesichts der Lage in Afghanistan müsse eine «bittere Bilanz» gezogen werden Eine einfache Lösung des Problems gebe es aber nicht, räumte er ein.

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 Diese Äußerungen entsprechen nach den Worten Schneiders in der differenzierten Form eines Gastbeitrags Käßmanns Position. Der rheinische Präses hatte zuvor einen Mangel an katholischer Rückendeckung für die evangelische Bischöfin beklagt, nachdem ihre Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz teils auf scharfe Kritik bei Politikern gestoßen waren.

 Bischöfin Käßmann hatte in Predigten und Interviews zum Jahreswechsel mehrfach den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan kritisiert und einen Plan für den Abzug der deutschen Soldaten gefordert. Der Krieg sei nach friedensethischen Maßstäben der evangelischen Kirche nicht zu rechtfertigen. Auf Kritik stieß insbesondere der Satz «Nichts ist gut in Afghanistan» aus Käßmanns Neujahrspredigt.

 Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Manfred Kock bezeichnete die Kritik an Käßmann laut «Frankfurter Rundschau» als Ablenkungsmanöver der Politik. Mit keinem Satz habe Käßmann Soldaten diskriminiert. Zudem unterscheide sich die evangelische Friedensethik nicht von der katholischen.

 Die Afghanistan-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik, Citha D. Maaß, begrüßte die Kontroverse um Käßmann in der «Frankfurter Rundschau» als Beitrag zu einer offenen Diskussion über Afghanistan. Der militärische – nicht aber der zivile – Abzug sollte bis 2014 abgeschlossen sein, empfahl Maaß. 

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(Quelle: epd)

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