Zum Auftakt der Konferenz versammelten sich 700 Besucher in der Allianzhalle. Landesbischof Kramer betonte, dass der Blick auf Jesus der Schlüssel zur Einheit unter Christen sei.
Mit zwölf Bibelarbeiten werden die Teilnehmer bis Sonntag unter dem Motto „Focus Jesus“ den Brief an die Kolosser aus dem Neuen Testament bedenken. Zum Konferenzauftakt sprach Konferenzleiter Hans-Günter Schmidts aus Altenkirchen. Er forderte die Gäste mit den Worten Pray – Play – Say, dazu auf, zu beten, etwas zu wagen und vom Glauben zu reden. Er sagte: „Dabei geht es Paulus immer um einen Lebensstil, der sowohl die vertikale Beziehung zu Gott, als auch die horizontale Beziehung zum anderen beschreibt.“
Als Schirmherr der Konferenz hatte Landesbischof Friedrich Kramer ein digitales Grußwort geschickt. Er lobte den Einsatz der Evangelischen Allianz für die Einheit der Christen. „Wo wir unseren Fokus auf Jesus richten, wird die Einheit wachsen“, sagte er. Dann könne man trotz unterschiedlicher Meinungen verbunden sein. Er wünschte den Teilnehmern, dass der Geist der Einheit sie verbinde, „denn wir leben in Tagen, wo eher die Kriegsrhetorik und das Schlechtmachen der anderen vorne steht.“
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Bad Blankenburg, Nico Langheinrich, sprach in seinem Grußwort von der langen Tradition der Konferenz: „In einer Zeit, die zunehmend von Unsicherheit und Orientierungslosigkeit geprägt ist, setzen Sie alle hier ein Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens und des Glaubens. Dies ist für unsere Gesellschaft und unser Land, aber auch unseren Ort Bad Blankenburg von großer Bedeutung.“
Bereits seit einer Woche sind über 60 Jugendliche im Jugendcamp United beieinander. Sie kommen aus zwölf verschiedenen Ländern, darunter Syrien, Kurdistan, die Ukraine und Honkong. Sie erlebten ein buntes Programm mit Musik und Lagerfeuer, aber auch Arbeitseinsätze, Bibelarbeiten und Erfahrungsaustausch über den christlichen Glauben. Am Eröffnungsabend erzählten einige von ihren Erfahrungen mit dem Glauben an Jesus.
Hier wird die Konferenz live übertragen:

Was hier unangenehm auffällt, ist die Realitätsferne, und der egoistische selbstsüchtige Blick.
Auf welche Aussagen beziehst du dich dabei konkret?
Ich meine den Gesamteindruck.
Jesus ist der Schlüssel zur Einheit der Christen
Zum Auftakt der Allianz-Konferenz versammelten sich 700 Besucher in Bad Blankenburg. Landesbischof Kramer meinte, der Blick auf Jesus sei der Schlüssel zur Einheit unter uns Christeni. Das scheint mir eine zentrale Aussage zu sein. Denn so wie ich die Allianzbewegung einordne, will sie die legitimen Unterschiede in Kirche und Glauben wie ein Netzwerk zusammenhalten und stärken. Die Einzelmeinungen ergänzen sich positiv wie Einzelinstrumente und Einzelstimmen in einem großen Orchester, das sich berufen fühlt zur Ehre Gottes und zur Hilfe der Menschen zu arbeiten.
Daher versuche ich, mich nie übermäßig in die üblichen Denk- und Glaubensschubladen einzuordnen. Ich möchte ein Christ sein, aber nicht stets vorrangig charismatisch, evangelikal oder auch beispielsweise theologisch-glaubensmäßig liberal. Wir sind aller unterschiedlich, fast jede/r von uns Gläubigen hat sein eigenes Gottesbild. Denn dies sind sehr menschliche Bilder, oftmals wertvolle Aspekte des Glaubens, auch gerne erlaubte, aber nicht geeignet für eine Überhöhung. Das Korrektiv ist stets unsere Heilige Schrift, die ausgelegt wird an Person und Werk Jesu. Die Bibel bündelt auch die dreitausendjährige Glaubenserfahrung und Gottesbegegnung. Aber sie ist, wie auch von Evangelikalen damals gerne mit unterschrieben, jenes immer als Menschenwort überlieferte Wort Gottes. Wir glauben nicht in erster Linie an die Bibel, die niemals vom Himmel fiel und keinerlei wortwörtliche Wahrheit ist, die uns Engel überbrachten und vorher aufschrieben. Ich und wir glauben hoffentlich an Jesus Christus als den Erlöser, dessen Kreuzestod Gott mit seiner Menschheit versöhnte. Und wir hoffen auf einen Gott, weil Gott in allem ist und alles auch in Gott. Er ist A und O, der Anfang aller irdischen Dinge und auch ihr Ende. Niemand kann ihn begreifen etwa wie eine Weltformel. Er ist nur die LIEBE und übt nur mit ihrer Methode seine gute Herrschaft über alles was existiert.(auch über das unendliche Universum). Dieser unendlich sehr große und allmächtige Schöpfer kam uns nahe, als er Mensch wurde in Jesus Christus und wir auch heute seine Majestät und Liebe spüren dürfen. Heute wirkt er durch den Heiligen Geist. Dieser Geist will uns trösten und kräftigen. Alles wozu der Geist uns leitet, sollten wir auch tun. Genauso gilt es für uns Gläubige, ebenso in unsere eigene Taufe eingetreten zu sein. Der Geist Gottes wirkt nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern wenn wir uns von ihm gern leiten und antreiben lassen: Das Gute und Richtige zu wollen und dann auch zu tun. Wir kommen von Gott und gehen zu ihm danach wieder in die Ewigkeit zurück. Warum und wieso erfahren wir dort im Neuen Himmel und auf der Neuen Erde. Es wird kein Leid und kein Tod mehr geben.
Lieber Bernd Hehner,
es gibt nur ein Gottesbild vom Menschen, das durch Jesus, repräsentativ für das Leben ist, das nicht stehen bleibt, sondern ihm als Mensch gerecht wird, indem der das Leben von Gott als Jesus fortsetzt. Wie das jede:r einzelne für sich umsetzt, das bleibt eine Sache von Regeln und Geboten, die mittlerweile zu Gesetzen wurden, die den Menschen darin anleiten, wodurch er sich seiner Würde bewusst, der Einheit stellen kann, die über seinen Tod hinaus am Leben festhält. Gott, als dreieinige Kraft für die Menschheit zu verstehen, das ist wohl das höchste Gebot des erfüllten Jesus.
In tiefer Verbundenheit
Rosi
Wir sind Geist von Gottes Geist und sinnbildlich Gottes Ebenbild
Liebe Roswitha Steffens; Ich habe leider da (vielleicht nur wenig abweichend von Ihrer Überzeugung), eine etwas andere Meinung, Denn
es gibt selbstverständlich ein Gottesbild, was uns die Urgemeinde und daher die Bibel im Neuen Testament übermittelt. Aber so gut wie jeder Mensch, der sich Christin oder Christ nennt, hat sein individuelles eigenes Bild von Gott, was individuell auf Glaubenserfahrung und sogar Gottesbegegnung beruht. Sonst wäre sogar jesus.de etwas überflüssiger, weil es die absolut feststehende himmlisch Wahrheiten gibt. Gewissermaßen logisch ist es daher, daß Kirche sich in einer Einheit in zugleich großer Vielfalt mit vielen Kirchen, Konfessionen und Glaubenstraditionen befindet. Ich halte diese Vielfalt für einen Reichtum, wenn alle Gläubigen sich dann auch in ihrer Verschiedenheit alle als die eine große Kirche Jesu Christi empfinden. Gemeinhin bezeichnen wir dies als unsere Ökumene. Auch in dem Ökumenischen Rat der Kirche sind neben deren Mitgliedskirchen auch Kirchen mit Gaststatus, ebenso wie die Katholische Kirche. Aber die Bilder hier in unseren Köpfen sind gut bekannt und die mir noch bekannte alte Lehrerin hat m.E. durchaus recht. Und selbstverständlich ist hier die Summe aller Bilder über unseren Schöpfer nicht gleichsam Gott, denn auch er ist immer sehr viel größer als alle Aspekte. Gott selbst ist unbegreiflich, unendlich und allmächtig. Jesus ist hier der menschgewordene Gott: Entweder in jener Version richtig, dass Gott Jesus Christus gewissermaßen nach seinen Erdendasein und Auferstehung adoptierte. Oder dass er immer schon auch ein nichterschaffenes Wesen und einer von drei Aspekten Gottes ist. Bis auf die von einem alten Konzil formulierte dogmatische Trinität sind beide Versionen auch nebeneinander auch der Bibel zu entnehmen. Christus ist also übereinstimmend nie eine erschaffene Kreatur, dies glauben aber hier beispielsweise die Zeugen Jehovas, er ist dort ein Engel. Die Mormonen glauben, daß der Geist Gottes ursprünglich nur wie wir ein menschlich-geistiges Wesen war und dann im Rahmen der Evolution des Universums ein Gott wurde, genauso wie wir Gott also werden könnten. Dies entspricht in seinem Zusammenhang nicht den Überzeugungen, die uns in der Bibel begegnen.
Es dürfte aber noch vom normalen Glauben von uns Christen gedeckt sein, daß wir von Gott kommen und wieder zu ihm zurückgehen und wir auch Geist von seinem Geist sind (Ebenbilder seiner Liebe im Idealfall) und daher eigentlich (laienhaft und einfach ausgedrückt, aus dem Geist Gottes in unserer Seele bestehen, also Gottes Wesen in uns tragen). Aber fast alles worauf wie hoffen und daher auch sehr vertrauen – also auf Gott – leidet unter dem Mangel, dass wir nach der Schrift alles nur wie in einem dunklen Spiegel sehen. Dies steht so also immer auch grenzwertig zwischen eigener Meinung und dann doch einem sehr großem Vertrauen auf Gott. Das Christentum bzw. unsere Bibel, im Gegensatz zu anderen Weltreligionen, versucht uns nicht viele widerspruchsfreie Erklärungen über das Universum, die Natur und (auch nicht ausführlich über den Sinn) unseres menschlichen Leben zu schenken. Wir wissen nicht, warum wir zwar von Gott kommen, aber warum wir ihn – bildlich gesehen – verlassen mussten. Der Sündenfall ist theologisch nach meinem Laienverständnis oft kaum erklärbar, es geht ja nicht nur um menschlich schlechte Angewohnheiten. Aber nicht, warum wir hier auf Erden (fernab auch vom Paradies bei Gott) eher wie auf einem Umsteigebahnhof sind. Was mich hier mit meinem Glauben versöhnt, ist eher der Umstand, daß die anderen großen Religionen zwar logische Antworten als Erklärung für alles abgeben, aber diese sind öfters nicht übereinstimmend. Diesbezüglich habe ich den ganz einfachen Glauben und die banale Hoffnung, daß Gott uns all dies im Ewigen Leben gerne erklärt.
Ich bin nicht Geist von Gottes Geist, durch Jesus erhielt ich Zugriff auf einen Geist, der von Gott ausgeht und in Jesus verkörpert, was das Leben an Menschlichkeit in sich trägt.
Sich von Gott ein Bild zu machen, das scheint mir nicht möglich, da er uns zu seinem Ebenbild erschaffen hat und damit sich selbst in der Rolle des Vaters ausbildet, den wir Dank Jesus vom Leben erhalten. Das bedeutet, egal welche Rolle ich im Leben einnehme, sie dient dem Vater von Jesus zur Verteidigung der Einheit, die sich in ihrem Dienst an der Menschheit aus seiner Geburt ergibt.