Nicht dagegen, sondern FÜR: Unter diesem Motto lädt der Gnadauer Verband 2027 zu einem großen Glaubensfest nach Ludwigsburg ein.
„Wir wollen eine Hoffnungsbewegung für die Welt sein“, sagt der Gnadauer Präses Steffen Kern. Der Verband lädt vom 30. September bis 3. Oktober 2027 zu seinem nächsten großen Kongress in die MHP-Arena in Ludwigsburg ein. Eingeladen sind Mitarbeitende aller Generationen aus Gemeinden und Werken, Ehrenamtliche und Hauptamtliche sowie Neueinsteiger, heißt es. „Wir freuen uns auf Teilnehmende aus verschiedenen Kirchen und Organisationen“, sagt Kern.
Das Motto des Kongresses lautet „FÜR – Bewegt durch den, der für uns ist“. Kern betont: „Es ist unsere Sehnsucht, neu inspiriert zu werden von dem Gott, der für uns ist.“ Ziel sei es, in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Umbrüche die eigene Berufung neu zu entdecken und zu leben. „Wir sind eine FÜR-Bewegung“, so Kern. Statt Resignation und „dagegen sein“ wolle man für die beste Botschaft der Welt stehen.
Der Kongress knüpft an frühere Veranstaltungen an, zuletzt 2019 in Willingen („Upgrade“) und 2013 in Erfurt („Neues wagen“). Die Arbeitsgemeinschaft missionarischer Dienste (AMD) unterstützt den Kongress als Kooperationspartner.

Den Glauben liebevoll leben
Der Text dieser Vorankündigung hat so etwa den Odem, dass er Menschen als Christinnen und Christen nicht in die üblichen guten oder weniger guten Denk-Schubladen einteilen will wie charismatisch, evangelikal oder liberal. Ich bin dies alles, oder auch nichts davon, also nur ein Christ und versuche dies exemplarisch zu leben, ohne mich in der Selbstschau dabei zu überheben oder auch zu überschätzen. Wir sind allzumal Sünder und immer auch unvollkommen. Es geht beim Glauben nicht in erster Linie um die Glaubenslehre, sondern das große Vertrauen in Gott, der auch Jesus Christus ist und der Heilige Geist. Vielleicht sollten wir dort, wo es nicht überheblich wirkt und zudem dann glaubwürdig, auch manchmal mutige Zeichen setzen, dass uns der Glaube wichtig ist. Ich denke da an den längst verstorbenen Norbert Blüm, der sich bei Schlamm und Regen einmal mehrere Tage zwischen Zelten und Behausungen von gestrandeten Flüchtlinge irgendwo in Griechenland ansiedelte und so seine Solidarität mit diesen Menschen bewies. Dies wäre eine andere Haltung als solche unschönen Schlagworte wie Stadtbild(verschönerungen) und möglichst dann den Flüchtlingen kein angenehmes Leben bei uns zu ermöglichen. Da steckt so viel mangelnde Empathie dahinter und böser Ungeist. Schade !!! Der Begriff Flüchtling transportiert per se so viel negative Vorbelastung, dass wir suggerieren, wir wollten nur Menschen, die dann lediglich nur die Soziale Marktwirtschaft mit beleben. Die Nächstenliebe wird dadurch leider marginalisiert. Sie ist schlicht nicht passend zum Zeitgeschmack, in der die politischen Mitte möglichst weit nach rechts rückt, um der AfD Stimmen abzuluchsen. Das geht schief, es wird immer das Original gewählt. Da setzte ich aber weniger auf Politik(er), unmoderne Sinnbilder wie links oder rechts, eher lieber auf die Bergpredigt, wo ich mir den Balken aus dem eigenen Auge puhlen muss und die Maßstäbe nicht zuerst am Mitmenschen anlege, sondern an mir. Aber dies muss ich mir selbst gut predigen.