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Kriegssorgen ernst nehmen: Anna-Nicole Heinrich auf Präsestour

Es braucht mehr als Appelle zum Wehrdienst: Auf ihrer vierten Präsestour will Anna-Nicole Heinrich den Sorgen junger Menschen zuhören.

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, warnt vor den Belastungen für junge Menschen durch die wachsende Kriegsgefahr, heißt es in einer Pressemitteilung. „Umfragen zeigen, dass die Angst vor Krieg in Europa bei jungen Menschen besonders verbreitet ist. Die Gesellschaft schuldet ihnen mehr als Appelle zum Wehrdienst. Ihre Sorgen verdienen Gehör“, sagt Heinrich.

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Eine unbeschwerte Jugend dürfe kein Privileg früherer Generationen sein, sondern stehe gleichermaßen allen zu: „Junge Menschen brauchen Hoffnung, nicht Dauerangst vor Krieg. Ihre Jugend darf nicht untergehen in einer Welt in Unordnung.“

Austausch mit jungen Menschen

Auf ihrer diesjährigen Präsestour möchte sie sich selbst davon ein Bild machen, welchen Sorgen und Nöten Jugendliche und junge Erwachsene rund um das Thema „Krieg und Frieden“ in ihren jeweiligen Kontexten ausgesetzt sind. Bis zum Herbst wird sie sich laut Angaben der EKD mit Schülerinnen und Schülern, Soldatinnen und Soldaten sowie Geflüchteten und Ehrenamtlichen austauschen, die sich an unterschiedlicher Stelle für den Erhalt des Friedens und die Bewältigung von Kriegsfolgen einsetzen.

Erste Station der Präsestour werde am kommenden Donnerstag der Besuch bei jungen Soldaten und Soldatinnen in der Grundausbildung am Bundeswehrstandort Altenstadt im Allgäu sein, die sich dort auf einen möglichen Verteidigungsfall vorbereiten. Tags darauf trifft sich Heinrich im baden-württembergischen Sachsenheim mit Schülerinnen und Schülern des Evangelischen Lichtenstern-Gymnasiums, um sich mit ihnen über Kriegssorgen und deren Sicht auf die Wehrpflicht auszutauschen.

„Über die Wiedereinführung eines allgemeinen Wehrdienstes entscheiden maßgeblich Menschen, die persönlich von diesem nicht mehr betroffen sein werden. Umso mehr ist sicherzustellen, dass die Interessen und Perspektiven derjenigen, die zu einem Wehr- oder Ersatzdienst eingezogen werden könnten, gehört und ernst genommen werden“, sagt die Präses.

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Stationen der Präsestour

Als weitere Station der Präsestour ist in Berlin ein Gespräch mit Jugendlichen aus der Ukraine geplant, die infolge des russischen Angriffskriegs ihre Heimat verloren haben. In der Initiative „SPORTS for MORE“ in Berlin-Neukölln finden sie Gemeinschaft und können im Boxtraining eine ihrer „Nationalsportarten“ ausüben.

Außerdem ist ein Besuch eines internationalen Sommerlagers von „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ in Weimar vorgesehen, bei dem sich Freiwillige für Frieden, Erinnerung und internationale Verständigung engagieren und über Pflege- und Erhaltungsarbeiten die Gedenkstätte Buchenwald unterstützen. Die Präses werde zudem nach Litauen reisen und mit deutschen Soldatinnen und Soldaten treffen, die dort im Auftrag der NATO zur Abschreckung und Abwehr eines möglichen russischen Angriffs stationiert sind.
 
Seit ihrer Wahl im Jahr 2021 begibt sich Anna-Nicole Heinrich jeden Sommer im Rahmen einer Präsestour auf „Entdeckungsreise, um mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenszusammenhängen, gerade auch außerhalb von kirchlichen Kontexten, ins Gespräch zu kommen“.

Im vergangenen Jahr stand dabei das Thema Flucht und Migration im Mittelpunkt. Auf ihrer vierten Präsestour, die unter der Überschrift „Krieg und Frieden aus junger Perspektive“ steht, will Heinrich sich mit jungen Gesprächspartner*innen auch über grundlegende Positionen der neuen Friedensdenkschrift der EKD austauschen, die im November auf der Tagung der Synode in Dresden vorgestellt wird.

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11 Kommentare

  1. „Eine unbeschwerte Jugend dürfe kein Privileg früherer Generationen sein, sondern stehe gleichermaßen allen zu“

    Abgesehen davon, dass es eine völlig ignorante Meinung ist, und eine “ unbeschwerte Jugend “ kein Ding, oder Konsumartikel ist, das man sich kaufen kann, oder nicht, ist damit reiner Aktivismus gemeint.
    Ein Philosophiestudium, ein später Eintritt in den Glauben, ein Amt, dass man quasi “ geschenkt “ bekommen hat, machen noch keine bessere Christin aus.

    Ansonsten ist es eine Meinung wie viele andere auch.

      • „Eine unbeschwerte Jugend dürfe kein Privileg früherer Generationen sein, sondern stehe gleichermaßen allen zu“

        Vor allem , wenn ich an die Generation der Kriegskinder denke, darf man doch fragen, wie “ unbeschwert “ ihre Jugend wohl sein musste, angesichts z.B. mancherorts aufsteigender Rauchsäulen in den Krematorien der KZ s ?

        Oder die Befreiungsorgien mit Rauschgift und Aids , oder, oder , oder….

        Insgesamt Kommt es wohl darauf an, wie man “ unbeschwert “ definiert.

        “ Ignorant “ bezeichnet hier den Geisteszustand völliger Benebelung.

        • wie ich schon an Stammtischbruder geschrieben habe, hat dieser Satz mit ihrer eigentlichen Aussage eigentlich nichts zu tun.

          Du greifst sie sehr persönlich an, sagst aber nichts zu dem, was sie wirklich schreibt.

          Was sagst Du denn zum Rest?

  2. Vielleicht schätzen die jungen Leute die Weltlage einfach realistischer ein als die wohlbehütete Frau der Kirche. Könnte doch sein, oder?

  3. „Eine unbeschwerte Jugend dürfe kein Privileg früherer Generationen sein, sondern stehe gleichermaßen allen zu“
    Darf ich mich mal nur an diesem einen Satz aufhängen?
    Woher nimmt die junge Dame den Anspruch auf eine unbeschwerte Jugend her und hat es das so überhaupt schon mal gegeben?
    Und an wen adressiert sie diese Forderung, an Gott, an den deutschen Staat, an die Weltgemeinschaft?
    Welt/ lebensfremd, anmaßend, anders kann ich das nicht bewerten, ganz überraschend kommt das allerdings nicht, es entspricht eigentlich ganz dem Bild, dass ich von ihr und ihrer „Follower“ habe

    • > Darf ich mich mal nur an diesem einen Satz aufhängen?

      Äh, … Nein !

      Denn er hat mit der eigentlichen Aussage von ihr im Kern nichts zu tun. Denn es geht ihr ja um die Gegenwart und nicht ferne Vergangenheit.

      Diesen Satz rauszugreifen macht nur Sinn, wenn man sie diskreditieren will, ohne auf ihre eigentliche Aussage eingehen zu müssen.

      Ich finde es richtig, dass man die berechtigten Sorgen der jungen Menschen ernst nimmt. Irgendwie scheinen die Jungen Verfügungsmasse der Älteren zu sein.

      Bei Corona trugen die jungen Menschen die Hauptlast, und das in einem Alter, wo sich viele Weichen stellen und wo vieles unwiederbringbar ist. Es ist eben ein Unterschied ob man die Jahre 14 bis 17 verliert oder 54 bis 57.

      Gleich danach kam die Dienstpflichtdiskussion (noch ohne Wehrpflicht). Die Jugend, die gerade wichtige Schulzeit verloren hatte, sollte doch bitte anschließend ein Jahr quasi umsonst zwangsweise für den Staat im Sozialen arbeiten.

      Und jetzt ist es die Wehrpflicht, über die wiederum fast nur die entscheiden, die nicht mehr betroffen sind.

      Wehrpflicht mag ja notwendig sein, aber das bestreitet Frau Heinrich ja auch nicht. Sie fordert nur völlig zu Recht, dass die Jugend in dieser Diskussion verstärkt gehört werden sollte.

      Insofern solltest Du dich daran aufhängen und nicht an diesen einen Satz.

    • Ohne Liebe ist Kirche überflüssig

      Lieber Stammtischbruder: Auch wenn es jetzt von mir anmaßend klingt, aber es ist sehr notwendig: Dein ganzer Kommentar, auch zwischen allen Zeilen (mit wenig Inhalt) ist von purer Ablehnung der Person gekennzeichnet. Um es bildlich auszudrücken: Was nicht genau nach der eigenen Christlichkeit riecht, wird als Gestank wahrgenommen. Wer Jugend und junge Menschen besucht, der nimmt ihre Existenzangst gegenüber real bestehenden Gründen deutlich wahr, sie wird auch geäußert, vielleicht von Junggebliebenen weniger versteckt und verdrängt. Ansonsten würde es mich wenig optimistischer stimmen, wenn wir uns doch sachlich und notfalls auch hart streiten. Allerdings wenn wir uns aber nicht mehr als Geschwister im Glauben verstehen, dann müssten wir immer über die Vielgestaltigkeit der globalen Christlichkeit nur noch völlig verzweifelt sein.

      So aber scheint auch Jesus mit seinen Zeitgenossen und auch nicht nur mit seinen 12 Jüngern umgegangen sein, die doch äußerst verschieden menschlich und geistig-geistlich gestrickt waren: Von Judas dem späteren Verräter, über den ungläubigen Thomas bis zu dem Jünger, den Jesus – er war ja auch ein Mensch – lieb hatte. Selbst Jesus hat seine Jünger nicht gleichgeschaltet, stattdessen die Liebe Gottes vorgelebt. Wenn Gott die Liebe ist, dann ist die weltweite Christenheit mit ihren Konfessionen, theologischen Richtungen und unterschiedlichen Kirchen(formen) durchaus eine von auch von Gott gewollte Einheit in der Vielfalt. Die Arbeiter(innen) im Weinberg Gottes sind nicht nach dem Maß jeweils unterschiedlich gesehener Perfektionen, ihrem quantitativen Maß ihrer Arbeit, sondern eben weil sie die Arbeiter im Weinberg Gottes sind alleine gerechtigt. Die Liebe allein unseres Schöpfers wird uns rechtfertigen. Also uns allen ist geraten, der Liebe Vorrang zu geben und nicht unserem Hang diejenigen zu mögen, die das sagen und schreiben, was wir gern selbst so sehen wollen. Es soll Frau Heinrich keine Heilige sein, wenn Stammtischbruder dies anders sieht. Das Vorurteil scheint immer durch und wir können dann gerne jemand mit Gold überziehen, es bleibt. Unsere (auch auch persönlich unbekannten) Mitchristen zu lieben ist nicht einfach ein himmlischer Vorschlag, sondern eine Grundvoraussetzung mit Gott voll im reinen zu sein. Denn ohne Liebe ist alles nichts, die Kirche völlig überflüssig und Platzverschwendung Das Motiv Gottes liegt darin begründet, daß er uns und die ganze Schöpfung im unendlichen Weltall nur aus Liebe erschuf. Denn Liebe ist – wieder aufgefädelt in unterschiedlichen Begrifflichkeiten – immer ein Tun auf Gegenseitigkeit, daß wir unsere Mitmenschen lieben und sie optimalerweise auch uns, daß wir Gott lieben und Gott ebenso uns. Das Fehlen dieser Grundvoraussetzung ist wie ein Auto ohne Räder, oder der Stuhl ohne Beine. (Und sozial könnte man sagen, daß ohne emotionale Intelligenz sogar unsere Klugheit bald Ramsch ist). Warum?: Weil Golgatha der Ort des Gerichtes war und wir völlig ohne jede Berechtigung hier freigesprochen wurden. Deshalb sind alle Christinen und Christen, korrekterweise alle Menschen, von Gott begnadigt und heilig. Jesus hat dies so auch vorab schon für wesentlich gehalten, daß man seine Gebote (der Liebe) dann mit Dankbarkeit lebt und dies himmelwärts so beantwortet.

      • Lieber Bernd Hehner, sie lesen immer gleich „Hass“ und „Liebesmagel“, in diesem Fall „Ablehnung“ aus Kommentaren heraus die nicht ihrer Meinung entsprechen, so kann man nicht vernünftig in eine Diskussion eintreten. Das scheint ihre „Keule“ zu sein!? Was den „wenigen Inhalt“ betrifft, gehen sie doch bitte auf das Wenige ein und noch eine Bitte: sie fühlen sich offenbar genötigt in jedem Kommentar ihr gesamtes Weltbild darzulegen, mit Verlaub, aber das ist etwas ermüdend! Und Frau Heinrich ist eine Person die ein öffentliches Amt bekleidet und Verlautbarungen tätigt die viele Menschen erreichen, da ist es normal, dass es Widerspruch gibt. So funktioniert freie Meinungsäußerung !

        • Wenig Inhalt, viele Animositäten und im gleiche Narrative

          Lieber Stammtischbruder: Wenn Sie zu Frau Heinrich und ihr öffentliches Amt eine Meinung haben, dann muss man diese dann auch klar äußern und nicht nur Animositäten. Sie haben ja nichts substanzielles über Frau Heinrich geschrieben. Und ich werde – auch wenn Sie das so empfinden – ggfls. mein ganzes Weltbild darlegen, auch wenn dies ermüdend wird. Denn vieles was sie schreiben ist lieblos. Jedenfalls ist dies im Zweifel besser als ein paar kurze Sätze, die eigentlich nichts relevantes enthalten, außer öfters ein Vorurteil über die Ev. Kirche, die mit Objektivität und Wahrheit nichts zu tun hat. Ich stehe mit meinem Klarnamen für das was ich schreibe, während Sie sich hinter dem Stammtischbruder verstecken. Ist ihr gutes Recht. Mein gutes Recht ist, hier ständig gegen den Strom zu rudern, wenn hier (nicht nur von Ihnen) im Endlosdurchlauf immer die gleichen Narrative geäußert werden, also die Geschichten, die so nicht wirklich stimmen. Wenn ich zu vielen Behauptungen von einigen Leute teilweise viele Fragen stelle und Behauptungen äußere, bekomme ich nie eine Antwort. Aber ich bin nicht so vermessen, mir deshalb auch viel klüger vorzukommen. Meinungsäußerung muss auch darin bestehen zu sagen, was man nun eigentlich meint. Oder besser: Wie sie entgegen meiner Beschreibung (etwa die Kirche ist vielfältig) denn nun sein sollte: Etwa vermehrt einheitlich? Ich schreibe dies hier nur beispielhaft. Schlimmer schreiben nur andere, wenn Sie dies tröstet. Etwa die mit den Begriffen jonlieren wie „links-grün-versifft“, solche Leute kenne ich nicht. Oder die gendern verdammen, obwohl seit vielen Jahrzehnten gegendert wird und dies überhaupt niemand aufgefallen war. Ich bin mir auch nicht sicher, ob diejenigen die dies für schlimm halten, überhaupt wissen um was es geht (nämlich hier auch um Fachsprache aus der Sozialwissenschaft). Sie drücken sich so unklar aus, daß ich selbst wenn ich es wollte, sie unter keine Kathegorie von Frömmigkeitsformen unterbringen könnte. Durchaus ist meine Haltung dazu aber auch, daß ich niemand gerne in solche Schubladen einordne.

  4. Mehr Gehirnschmalz gegen Kriegsgefahr

    Es braucht mehr als Appelle zum Wehrdienst: Auf ihrer vierten Präsestour will Anna-Nicole Heinrich den Sorgen junger Menschen zuhören. Die Präsidentin der EKD-Kirchensynode hat vollkommen recht, daß die Abgeordneten die hierüber entscheiden, größtenteils nicht mehr persönlich (als Kanonenfutter kriegerischen Auseinandersetzungen) betroffen sind. Junge Bundesbürger dagegen zuhauf. Deren Angst ist purer Realismus

    Ich denke, daß Kriegsangst – vor allem dann wie im vorliegenden Fall – von überwiegend jungen Menschen – unbedingt Gespräche braucht. Denn die Befürchtungen, die zu seelischer Belastung führt, kann niemand einfach abschütteln oder auch nicht perfekt entfernen: Aber jedes Gespräch, jede Auseinandersetzung mit einem belastenden Thema, vermag die Seelen öfters wieder in einen durchschnittlichen Alltagszustand zu bringen.

    Ebenso eine gute Idee: Als weitere Station der Präsestour ist in Berlin ein Gespräch mit Jugendlichen aus der Ukraine geplant, die hier infolge des russischen Angriffskriegs ihre Heimat verloren haben. In der Initiative „SPORTS for MORE“ in Berlin-Neukölln finden sie Gemeinschaft und können im Boxtraining eine ihrer „Nationalsportarten“ ausüben. Ausserdem führt ihr Weg zu dem internationalen Sommerlager von „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ in Weimar, bei dem sich Freiwillige für Frieden, Erinnerung und internationale Verständigung engagieren und über Pflege- und Erhaltungsarbeiten die Gedenkstätte Buchenwald unterstützen. Die Präses werde zudem nach Litauen reisen und mit deutschen Soldatinnen und Soldaten treffen, die dort im Auftrag der NATO zur Abschreckung und Abwehr eines möglichen russischen Angriffs stationiert sind: „Viel Erfolg“!

    Es haben leider viele Menschen Angst, die nicht unbegründet oder übertrieben ist. Auch bei aller Logik der Abschreckung, sowie der sehr großen Berechtigung der Ukraine in jeder Weise gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriff zu helfen, sind jetzt noch die stärksten Bemühungen diplomatischer Art erforderlich. Leider bleibt die unerwünschte Erkenntnis doch eine Wahrheit, daß nur Gewalt gegen Gewalt und den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben, nur noch mehr Gewalt erzeugt. Jedem Menschen, mit dem Rücken zur Wand stehend, wird auch der Psychologe negativ zugestehen, daß er wie eine scharfe Bombe explodieren könnte. Herr Putin ist, auch kombiniert mit dem Zickzackkurs des Donald Trump, brandgefährlich. Darum sind Gespräche wichtig, auch solche die ihn sehr unter Druck setzen. Da darf man auch nur gegen den Anschein erhoffen, daß es immer noch große Wunder geben könnte. Denn unsere Berliner Mauer ist ebenso gefallen, weil sich viele Friedensbewegte auf die Straße begaben. Die Idee mit dem Aufrüsten ist zwar zwangsläufig, aber sie hat sehr ungute Nebenwirkungen, daß unser Pingpongspiel, wenn jede Seite nach jeder Aufrüstung der anderen Seite noch einen Baustein als Abschreckung auflegt. Am Ende könnte diese Kriegslawine dann abgehen. Das russische Regime hat ja indirekt bewiesen, daß trotz Atombomben derzeit konventionelle Kriege wieder möglich sind. Aber wer kann dies wirklich garantieren, daß bei unserem deutlich dementen Donald Trump und dem machtsüchtigen Putin auch auf Dauer noch unser Überleben gesichert bleibt? Die Elite der Diplomaten muss nach Moskau fahren und nimmt am besten den Papst ebenso mit, denn eine Geheimdiplomatie ist jenem Imperator vom Kreml nur ein eiskaltes Lächeln wert. Ich glaube auch, daß der Himmel kein Feuer auf unser ungutes menschliches Tun wirft. Der braucht hier eher mehr Gehirnschmal auch jener, die sich für die Guten halten. Aber was wir uns an Krieg und Klimawandel selbst einbrockt haben müssen wir auch selbst auslöffeln. Dies ist nicht die Aufgabe Gottes, sondern unser Amt. Denn ein guter Mensch zu sein und friedlich geht immer nur freiwillig. Für die bösen Machthaber sind aber keine Drohnen gedacht und kein weiteres Töten, sondern Schloss und Riegel einer global funktionierenden Justiz.

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