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Paul & Gretel: Ein Musical zum Nachdenken

Paul und Gretel Schneider widersetzten sich der NS-Ideologie. 1.000 Sängerinnen und Sänger erzählen am 27. und 28. September in Stuttgart ihre Lebensgeschichte.

Der evangelische Pfarrer Paul Schneider predigte gegen die NS-Ideologie und wurde deshalb in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Als er dort 1939 ermordet wurde, blieb seine Frau Margarete mit den sechs gemeinsamen Kindern zurück und trug das Erbe ihres Mannes weiter.

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Das Musical „Paul & Gretel – kein Märchen“ erzählt die beeindruckende Liebes- und Lebensgeschichte des Pfarrerehepaars, heißt es in der Pressemitteilung von Coworkers. Viele der Liedtexte und Dialoge sind Originalzitate, heißt es, die den Tagebüchern und Briefen entnommen wurden. So entstehe ein authentischer und direkter Zugang zu den Gedanken und Gefühlen der beiden. Am 27. und 28. September gibt es Aufführungen in der Porsche-Arena Stuttgart.

„Heute noch aktuell“

In Weilheim bei Tübingen lernte Paul Schneider, später bekannt als Prediger von Buchenwald, während seines Theologiestudiums Margarete „Gretel“ Dieterich kennen. Auf der Bühne werden die unbeschwerten ersten Jahre, aber auch die Bedrängnis durch das NS-Regime dargestellt. „Ich bin beeindruckt von der Kompromisslosigkeit, mit der Paul gelebt hat und wie Gretel mit der schwierigen Situation umgegangen ist“, sagt Peter Menger, Komponist des Musicals. „Die Fragen nach der Wahrheit oder wie Versöhnung möglich ist, sind auch heute noch aktuell.“

Für Deborah Menger, die den Projektchor leitet, ist das Musical ein Highlight: „Es sind neben den schweren Momenten auch viele unbeschwerte und fröhliche Szenen dabei. Die Geschichte der beiden bringt uns ins Nachdenken.“

Laut Veranstalterangaben haben mehr als 20.000 Menschen das Musical seit der Uraufführung am 1. Juli 2022 gesehen. Bei der letzten Aufführung am 8. und 9. März 2025 in Koblenz war ein Chor mit 600 Sängerinnen und Sängern beteiligt. In Stuttgart rechnen die Veranstalter mit einem Chor aus 1.000 Sängerinnen und Sängern, der sich aus sieben regionalen, generationenübergreifenden Projektchören zusammensetzt.

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Veranstalter des „Paul & Gretel“-Musicals sind der Verein soli deo gloria, der christliche Musikprojekte fördert, und Coworkers, die Dachmarke der Vereine „Hilfe für Brüder“ und „Christliche Fachkräfte International“.

Link: Homepage des Musicals

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1 Kommentar

  1. Der Ungeist der Rechtsradikalen ist völlig unchristlich

    Der evangelische Pfarrer Paul Schneider predigte gegen die NS-Ideologie und wurde deshalb in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Als er dort 1939 ermordet wurde, blieb seine Frau Margarete mit den sechs gemeinsamen Kindern zurück und trug das Erbe ihres Mannes weiter.
    Das Musical „Paul & Gretel – kein Märchen“ erzählt die beeindruckende Liebes- und Lebensgeschichte des Pfarrerehepaars, heißt es in spannender Pressemitteilung von Coworkers. Ich glaube, daß wir diese Lebensgeschichten weitererzählen müssen, denn wir haben einen großen Abgrund von Rechtsradikalismus hier im Lande. Auch der Adolf Hitler aus Braunau am Inn hatte sich demokratisch wählen lassen, er wurde aber damals sträflich verharmlost und anschließend die Demokratie radikal abgeschafft. Die Gefahr, diese Entwicklung zu marginalisieren, klein zu reden und auch zu verharmlosen, halte ich für vollkommen törricht. Vorallem sehe ich hier auch eine christliche Verantwortung, denn der Ungeist von Hass, Hetze, Lüge, Falschmeldungen, Rassismus und gezielt gesteuerter Hass auf Flüchtlinge, setzt an einer maroden Stelle an, nämlich wenig Sensibilität zu zeigen in vielen Einzelfragen unserer Nächstenliebe. Die Axt ist bereits angelegt an die Menschenrechte, sich Betroffene sich von Anwälten nicht mehr beraten lassen dürfen, mit dem Zugang zu den Gerichten. Oder Menschen (auch wenn sie Rechtsbrecher sind) dann ebenfalls nie in Länder abzuschieben, wo die Todesstrafe praktiziert wird sowie Mädchen und Frauen keine Schulbildung erhalten. Damit wird auch ermöglicht, auch die Todesstrafe anzuwenden. Wenn das Geld für die Rettung aus dem Mittelmeer gestrichen ist, dann müssten hier eigentlich alle unsere inneren Alarmsirenen angehen. Manchmal ist unser Christsein damit verknüpft, sehr gegen den Strom zu schwimmen.

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