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Willow Creek Kongress: „Verwurzelt in der Wahrheit“

Christinnen und Christen sollten in der Wahrheit verwurzelt sein – das forderte Julia Garschagen beim Willow Creek Leitungskongress in Dortmund.

„Wir brauchen eine Wahrheit, die tiefer wurzelt als in unserer Meinung. Wir brauchen eine Wahrheit, die uns Großzügigkeit und Kraft verleiht“, erklärte Julia Garschagen in ihrem Vortrag beim Willow Creek Leitungskongress. Sie ist Leiterin des Pontes-Instituts für Wissenschaft, Kultur & Glaube sowie Leiterin des evangelistischen Jugendevents truestory.

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In ihrem Vortrag ging sie auf aktuelle Entwicklungen ein: Die Frage nach der Wahrheit sei zentral in Zeiten von Polarisierung und Fake News. Dabei sei Demut entscheidend: „Wenn Jesus sagt: ‚Ich bin die Wahrheit‘, bedeutet das: Ich bin es nicht. Ich laufe der Wahrheit nur hinterher. Ich muss Fragende bleiben. Demut heißt zu fragen: Was kann ich lernen von der Meinung des anderen?“ Dabei sollten Christinnen und Christen auch bereit sein, Schuld und Versagen einzugestehen und sich dafür zu entschuldigen, wenn Menschen in christlichen Gemeinden Verletzungen erlebt haben.

Die verändernde Kraft der Wahrheit

Julia Garschagen verwies auch auf die inspirierende Schönheit der Jesus-Wahrheit, für die Gerechtigkeit und Gnade elementar seien. „Gerechtigkeit ohne Gnade verhärtet die Fronten; Gnade und Vergebung ohne Gerechtigkeit und Konsequenzen bagatellisiert Unrecht.“ Ungerechtigkeit – wie beispielsweise der Missbrauch von Macht – müsse ans Licht kommen, die Opfer müssten ins Recht gesetzt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ihres Vortrags lag auf der verändernden Kraft der Wahrheit. Allerdings sei christlicher Glaube kein „Glücksevangelium“, das Erfolg und ständige Hochgefühle verspreche. Ziel des Lebens sei nicht persönliches Glück, sondern Jesus selbst. Sie betonte: „Jesus verspricht nicht Glück, sondern die Fülle des Lebens.“ Diese Fülle enthalte sowohl das finstere Tal als auch den Berg der Erkenntnis.

Zudem wies sie darauf hin, dass das Evangelium intellektuell inspirierend sei: „Der Heilige Geist benutzt auch Argumente, um Menschen den Weg zum Glauben zu ebnen.“ Und sie unterstrich: „Bei Jesus kommen Liebe und Wahrheit zusammen.“

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2 Kommentare

  1. „Wir brauchen eine Wahrheit, die tiefer wurzelt als in unserer Meinung. Wir brauchen eine Wahrheit, die uns Großzügigkeit und Kraft verleiht“ – Wow, das ist ein starker Satz, der mich wirklich anspricht. Es gibt viele Christen, die viele Wahrheiten erkennen, dann aber kleinlich, rechthaberisch oder überheblich werden – ich bekenne mich schuldig, oft genau so zu sein. Dabei soll die Wahrheit doch frei machen …

  2. Der nachfolgenden Aussage kann ich vollständig zustimmen, auch wenn ich mich nicht in die Gedankenschublade „evangelikal“ einordnen lassen möchte. Ich bin einfach ein Christ und glaube folgendes ebenfalls: „Wenn Jesus sagt: ‚Ich bin die Wahrheit‘, bedeutet das: Ich bin es nicht. Ich laufe der Wahrheit nur hinterher. Ich muss Fragender bleiben. Demut heißt zu fragen: Was kann ich lernen von der Meinung des anderen?“ Dabei sollten Christinnen und Christen auch bereit sein, Schuld und Versagen einzugestehen! (Zitat Ende) Wir alle besitzen nur eine sehr begrenzte Fähigkeit, diese Wahrheit nur wie in einem Dunklen Spiegel zu erkennen, gleichwohl nie unbegrenzt. Dies war übrigens eine Erkenntnis, die zur Zeit Jesu als eine durchaus auch philosophische Erkenntnis in die Urgemeinde und damit auch in Bibel und Glaube eingegangen sind. Es hatten nämlich auch durchaus die Menschen schon vor mehr als 2000 Jahren begriffen, dass im täglichen Leben – schon damals – Absolute menschliche Wahrheiten mit anderen Absoluten Wahrheiten im Widerspruch stehen. Wir werden alles (und viel wissen wir nicht) im Ewigen Leben also von Gott erfahren, der alle vollständige Wahrheit über das Sein nicht nur weiß, sondern verkörpert. Für uns ist Wirklichkeit immer, was hier unser Großhirn hier an uns weiter gibt. Allerdings ist für mich Wahrheit, hier deutlich Jesus als der Menschensohn in dem zugleich auch Gott in diese Welt kam, sich für die Schuld der Welt freiwillig an ein Kreuz nageln ließ und durch seine Auferstehung bewies, dass die Liebe des himmlischen Vaters auch durch Gewalt nicht verhindert wird. Unsere Schuld der Sünde ist getilgt, bereits auf Erden sollten wir die Vergebung Gottes und damit seine Versöhnung ganz persönlich auch annehmen. Andere Menschen, die deshalb keine schlechteren Menschen sein müssen, können darin keine Wahrheit sehen, weil sie als geistlich Blinde die Farbe des Glaubens als Gottvertrauen nicht sehen können. An Jesus haben wir erkannt, dass in ihm und durch ihn die Liebe Gottes Gestalt annahm. An uns könnten unsere Mitmenschen erkennen, dass wir eine Bibel auf zwei Beinen sind (oder sein könnten), wenn wir so diese göttliche Liebe spiegeln. Auch ist mir wichtig, dass Gottes Macht seine Liebe ist und er keine Gewalt anwendet, sondern damit auch den Gewaltverzicht am Kreuz bestätigt. Golgatha mahnt wie es Jesus tat, der die prägende Aussage machte: „Alles was ihr einem dieser meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan“! Sinnbildlich lassen wir daher Jesus im Mittelmeer ertrinken, wenn Seerettung nicht mehr finanziert wird. Ich gebe zu, dies ist nur ein Nebengedanke. Denn die Gottes- und Nächstenliebe fasst die ganze christliche Lehre kurz zusammen.
    Gott wirft kein Feuer vom Himmel, er schickt als Strafe keine bösen Krankheiten und die Hölle praktizieren nur wir. Das Geschehen auf Golgatha ist Gottes Einwand gegen jegliche Gewalt und all jenes Böse, welches wir Menschen praktizieren. So verstehe ich das Evangelium als gute Botschaft. Die Wirklichkeit Gottes zu erkennen ist sein Geschenk Gottes, dass wir freiwillig annehmen. So wie aus Saulus vor Damaskus ein Paulus wurde.

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