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Gebete für die Opfer: Kirchenleiter verurteilen Anschlag in Orlando

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Zahlreiche Kirchenleiter weltweit haben den Anschlag in Orlando (Florida) verurteilt, bei dem mindestens 49 Menschen getötet wurden. Sie riefen zu Gebeten für die Opfer sowie ihre Angehörigen auf.

Der 29-jährige Täter Omar Mir Seddique Mateen – ein US-Bürger mit afghanischen Wurzeln – hatte am 12. Juni in einem bei Homosexuellen beliebten Club 49 Personen erschossen, bevor er selbst von der Polizei getötet wurde. Als er bereits in dem Club war, rief er bei der Notrufnummer 911 an und bekannte sich zur Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Nach Angaben der Bundespolizei FBI gibt es derzeit aber keine Beweise, dass Mateen im Auftrag des IS gehandelt hat. Er könne sich aber selbst radikalisiert haben.

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Die Familie des Täters glaubt nicht an ein religiöses Motiv. Sie geht eher von einem Hassverbrechen gegen Homosexuelle aus. Seine Ex-Frau sagte, er sei ein mental sehr instabiler und gewalttätiger Mensch gewesen.

Papst Franziskus sprach von einer neuen "Manifestation tödlichen Wahnsinns und unsinnigen Hasses". Er bete für die Familien der Opfer und hoffe, dass das Verbrechen schnell aufgeklärt werden könne. Das Attentat habe den Frieden der gesamten Menschheit gestört. Aufrufe zum Gebet kamen auch von mehreren US-Bischöfen. In Orlando luden Gemeinden zu spontanen Gebetsgottesdiensten ein.

Franklin Graham: Es handelt sich um radikalen islamistischen Terror

Währenddessen kritisierte der Präsident der Billy-Graham-Gesellschaft und des Hilfswerks "Samaritan´s Purse" (Geldbörse des Samariters), der Evangelist Franklin Graham (Charlotte/North Carolina), den US-Präsidenten Barack Obama. Dieser habe das Attentat zwar zu Recht als einen "Akt des Terrors und Hasses" bezeichnet, so Graham auf Facebook, "aber warum spricht er nicht von einem Akt des radikalen islamistischen Terrors?" Graham erinnerte an die Anschläge im vergangenen Jahr im kalifornischen San Bernardino mit 14 Toten, auf den Boston-Marathon (2013) mit drei Todesopfern und an den 11. September 2001 mit rund 3.000 Toten. Auch diese Taten seien in den USA im Namen des Islams ausgeführt worden. Er frage sich, wie viele Amerikaner noch sterben müssten, bevor der Präsident verstehe, dass der radikale Islam eine Gefahr für jeden freiheitsliebenden Bürger darstelle, so Graham.

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Volker Beck: Homophobie ist Bestandteil des Islamismus

Der religionspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck, äußerte auf seiner Facebook-Seite die Ansicht, Homophobie sei integraler Bestandteil des Islamismus. Es sei sicher kein Zufall gewesen, dass in Orlando ausgerechnet ein Schwulenclub Ziel des Attentats wurde. Die genauen Hintergründe des Täters und seine Beziehungen zum IS müssten noch aufgeklärt werden. Antisemitismus und Homophobie seien in der Gedankenwelt des IS tief verankert. Juden und Homosexuelle als "Symbole einer offenen und pluralistischen Gesellschaft" seien für die Terrororganisation herausragende Ziele.

Liberal-Islamischer Bund: Das Verbrechen wird für Stimmungsmache ausgeschlachtet

Der Liberal-Islamische Bund (Köln) betonte, dass die Tat daran erinnere, welchen Gefahren Homosexuelle immer noch ausgesetzt seien. Es sei traurig, dass das Verbrechen politisch für antimuslimische Stimmungsmache ausgeschlachtet werde: "Als Muslime setzen wir uns bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit zahlreichen deutschen und internationalen Partnern für einen inklusiven Islam und gegen die Diskriminierung von homosexuellen Menschen in muslimischen Kontexten ein." Der Verband kündigte an, sein Engagement gegen Homophobie weiter fortzusetzen. Er hoffe, "dass mehr und mehr Menschen erkennen, dass die Diskriminierung anderer aufgrund ihrer Sexualität sowohl religiös als auch menschlich durch nichts zu rechtfertigen ist". Vorsitzende des 2010 gegründeten Bundes ist die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat unter dem Eindruck des Terroranschlags von Orlando dazu aufgerufen, für die Wahrung der Menschenwürde Homosexueller einzutreten. "Der Hass auf gleichgeschlechtlich liebende Menschen, für dessen Begründung leider manchmal auch die Religion missbraucht wird, hat in dem Massaker dort einen fürchterlichen Ausdruck gefunden", schrieb Bedford-Strohm am Dienstag im sozialen Netzwerk Facebook zu dem Attentat in den USA.

(Quelle: Mit idea-Material)

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