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Krieg im Irak: EKD-Friedensbeauftragter Brahms gegen Waffenlieferungen

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Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hält mögliche Waffenlieferungen an die kurdischen Truppen im Irak für falsch. "Deutschland hat sich zu einer Rüstungsexportpolitik verpflichtet, die Lieferungen in Kriegs- und Krisenregionen ausschließt", schreibt Brahms im Online-Portal "evangelisch.de".

An dieser Verpflichtung solle die Bundesregierung festhalten. In der Koalition ist strittig, ob Deutschland die Kurden bei ihrem Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) mit Waffen unterstützen soll.

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 Eine Zurückhaltung Deutschlands bei Waffenlieferungen sei für ihn kein "Raushalten", unterstrich Brahms. In der aktuellen Situation sieht der Friedensbeauftragte vielmehr die Staaten in der Pflicht, die unter Führung der USA 2003 den damaligen Irak-Krieg begonnen hatten. "Erschreckend ist, dass die Situation auch dadurch entstanden ist, dass der Irak-Krieg unter erlogenen Gründen von einer »’Koalition der Willigen‘ begonnen und durchgeführt wurde", sagte Brahms. Die langfristigen Folgen dieser Intervention seien nun zu sehen.

 Deutschland solle sich stattdessen um humanitäre Hilfe für Flüchtlinge kümmern, forderte Brahms. »Dazu werden wir auch als Evangelische Kirche in Deutschland unseren Beitrag leisten«, betonte er. "Die Finanzierung und Ausrüstung der "IS" durch Saudi-Arabien und Katar ist ein Skandal", sagte er. Waffenexporte in diesen Länder müssten daher beendet werden.

 Der aktuelle militärische Einsatz der USA gegen den IS drohe wiederum terroristische Gruppen zu radikalisieren und ihnen Sympathisanten zuzuführen, warnte Brahms. Gewalt dürfe nur begrenzt eingesetzt werden, um die verfolgten Minderheiten zu retten und den Vormarsch der IS zu stoppen.

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(Quelle: epd)

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