An Heiligabend wurden in Deutschland über 950 Millionen Songs gestreamt. Die Weihnachts-Klassiker führen die Charts an.
An Heiligabend haben die Deutschen so viel Musik gestreamt wie nie zuvor. Laut GfK Entertainment wurden am 24. Dezember über 950 Millionen Songs abgerufen – 23 Millionen mehr als im Vorjahr. Mit 6,78 Millionen Streams übertraf „All I Want For Christmas Is You“ sogar sein Vorjahresergebnis von 6,57 Millionen. „Last Christmas“ hingegen wurde 6,47 Millionen Mal abgerufen (2024: 6,54 Millionen Mal).
In den Offiziellen Deutschen Single-Charts der Woche 52 bleiben Wham! allerdings auf Platz 1 – gefolgt von Mariah Carey und Brenda Lee („Rockin‘ Around The Christmas Tree“). Der kurz vor Weihnachten verstorbene Chris Rea verbessert sich mit „Driving Home For Chrismas“ von 14 auf sechs. Insgesamt sind unter den TOP 100 wie im Vorjahr 90 weihnatliche Titel, darunter auch die Neueinsteiger „The Twelve Days Of Christmas“ (Perry Como, 69) und „Jeden Tag Weihnachten“ (Wincent Weiss, 70).
Die Offiziellen Deutschen Album-Charts werden angeführt von Michael Bublés „Christmas“, das zum insgesamt sechsten Mal an der Spitze steht. 40 weitere Weihnachtsalben wie zum Beispiel „Merry Christmas“ (Mariah Carey) oder „Everyday Is Christmas“ folgen. Die Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt.
Quelle: GfK Entertainment / ots

Weniger ist in Wirklichkeit mehr
Also mal langsam mit den armen Pferden. Will sagen: Was sollen die vielen Streams, die an Heiligabend in Deutschland mit 950 Millionen Songs in viele Gehirne geblasen werden? Da wird erinnert, dass – sinnbildlich gesprochen – (wenn wir jede Sekunden 100 EMails erhielten, also) die Augen jede Sekunde 100 Sinneseindrücke erhalten, dann aber die uns von Gott geschenkte Biologie des Körpers davon 99 in seinen Datenmüll wirft. So ist es mit jeder Wahrnehmung: Es kommt nur 1% von allem was wir über Augen wahrnehmen, (oder hören und über die Haut fühlen), im Gehirn an. Es wird dort noch an allen möglichen Stellen (und Abteilungen) im Denkorgan weiterverteilt, gut unter die Lupe genommen, interpretiert, jeweils ins Kurzgedächtnis oder Langzeitgedächtnis verschoben. Was unklar blieb, widersprüchlich war und uns bei vollem Bewusstsein vielleicht erschrocken hätte, begegnet uns nochmals im Traum als Resteverarbeitung. Wir sollten daraus lernen und vielleicht dem gesunder Rat folgen, eine uns sodann mögliche hier qualitätvolle Auswahl treffen. Wer alles bewerten wollte was ihn alltäglich erreicht, würde keine Stunden älter, davor wahnsinnig und dann sterben. Was uns vom Tier unterscheidet ist nur, dass wir Reize in einem bescheidenen Rahmen regulieren könnten. Ein 2000 Jahre alter Rat: Prüfet alles und behaltet das Gute. Ein heutiger Zeitgenosse meinte: Ändere, was zu ändern ist – und nichts ändern zu wollen, was nicht möglich ist.