Über die neue Plattform „Mutpost“ sollen Menschen in psychischen Notlagen Unterstützung und Begleitung erhalten. Das Ziel: Hoffnung schenken, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Laut Angaben des Werner Felber Instituts ist Suizid die häufigste Todesursache bei Menschen unter 25 Jahren. Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland demnach rund 10.000 Menschen das Leben. Die neue Plattform „Mutpost“ will Menschen in psychischen Krisen niedrigschwellig Hilfe leisten.
Über ein Kontaktformular könnten persönliche Briefe geschrieben werden. Darin können Erfahrungen, Gedanken und Mutmach-Momente geteilt werden, teilte das initiierende Werner Felber Institut am Dienstag in Dresden mit. Die geprüften Briefe würden dann auf der Seite hochgeladen und sollen Menschen in Not Halt geben.
Wahre Geschichten, Trost und Motivation
Durch die echten Geschichten von Menschen, die Krisen überwunden haben, werde Hoffnung vermittelt und das Bewusstsein dafür gestärkt, dass schwierige Phasen überwindbar sind. „Gerade in schwierigen Lebensphasen kann es entscheidend sein, Hoffnung und Worte des Trostes zu finden, die zeigen: Du bist nicht allein“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Instituts, Ute Lewitzka. Zusätzlich biete die Plattform einen Soforthilfe-Button und eine Übersicht zu weiterführenden Angeboten und Anlaufstellen.
Die Idee zu „Mutpost“ kommt von der englischsprachigen Website „reasons to stay“ (deutsch: Gründe zu bleiben). Demnach startete Ben West das Projekt, nachdem sich sein Bruder Sam im Alter von 15 Jahren das Leben genommen hatte. Für die Website wurden bislang knapp 870.000 Briefe geschrieben.
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Eine andere Möglichkeit: Es gibt Krankenkassen die kostenlose online-Therapien bei Depressionen anbieten.