Organspende kann Leben retten – und widerspricht dem Glauben nicht. Das sagt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Mediziner in einer neuen Orientierungshilfe.
Kann ich als Christ Organe spenden? Diese Frage bewegt viele. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Mediziner (ACM) gibt in einer umfassenden Orientierungshilfe jetzt eine klare Antwort: Ja, Organspende widerspricht dem Glauben nicht. Die Broschüre beantwortet Fragen zum Hirntod, zur medizinischen Diagnostik und zu möglichen Gesetzesreformen.
In Deutschland dürfen Organe nur von Menschen entnommen werden, bei denen der irreversible Ausfall aller Hirnfunktionen festgestellt wurde, der sogenannte Hirntod. Dafür gibt es ein strenges, dreistufiges Verfahren, das laut ACM „diagnostische Sicherheit“ gewährleiste. Auch unter philosophischen Gesichtspunkten gebe es „plausible Gründe“, den den irreversiblen Hirntod als Tod eines Menschen zu verstehen, heißt es. Die Steuerung aller lebenswichtigen Körperfunktionen ist nur mit funktionierendem Gehirn möglich. Falle die gesamte Gehirnfunktion unwiderruflich aus, ende die Selbstregulation des Organismus.
„Mit dem Hirntod geht unwiederbringlich verloren, was den Menschen als bewusstes, selbstbestimmtes Individuum ausmacht“, schreiben die Mediziner. Und weiter: „Die Anerkennung des Hirntodkonzeptes als Tod des Menschen widerspricht nicht dem Glauben an einen Gott, der Herr über Leben und Tod ist.“ Auch die christliche Hoffnung auf Auferstehung bleibe unberührt.
Freiwillige Entscheidung
Die Autorinnen und Autoren der Orientierungshilfe gehen auch auf aktuelle Reformvorschläge wie die Widerspruchslösung ein, warnen aber vor einer Pflicht zur Organspende. Sie betonen den freiwilligen Charakter der Entscheidung und empfehlen eine klare Dokumentation des eigenen Willens, etwa im Organspendeausweis. Aus christlicher Sicht könne die Bereitschaft zur Organspende ein Zeichen der Nächstenliebe sein. „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“, zitiert die ACM die Goldene Regel Jesu. Zugleich mahnt sie, den Körper des Verstorbenen mit Respekt zu behandeln.
Am Ende der Orientierungshilfe heißt es: „Eine abschließende und vor allem einheitliche ethische Bewertung der Organspende aus christlicher Sicht ist kaum möglich.“ In der fortlaufenden Debatte liege jedoch eine Chance: „Christen können die zukünftigen medizinischen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen aktiv mitgestalten.“
Download: Organe spenden? Ja oder Nein? Eine christliche Orientierungshilfe

Wenn es in wird, Organe zu spenden, kommt dann der moralische Druck Schwerkranker schneller zu sterben und seine Organe zu spenden? Aus wirtschaftlichen Überlegungen? Ist es nicht so, dass unsere Lebenszeit bestimmt ist? Wie lange unsere Organe arbeiten sollen? Ist alles machbar von den Göttern in weiss?
‚in wird‘ ?
Wenn es das mal werden würde. Jährlich sterben 1000de Menschen unnötig, weil es nicht ‚in‘ ist.
Und beschäftige dich doch bitte erst mal mit Organspende, bevor du solche posts schreibst.
Die wenigsten Sterbenden kommen für eine Organspende überhaupt in Frage.
Und okay, wenn unsere Lebenszeit bestimmt ist, dürfen wir dann Krankheiten wir z.b. Herzinfakte überhaupt behandeln? Noch dazu in bösen wirtschaftlichen Betrieben wie Krankenhäusern?
Willst du alle kranken Menschen denn einfach sterben lassen? Wäre das wirklich christlich?
Natürlich NEIN !!!!! Mein Körper gehört Jesus Christus ! Niemand darf ihn ausschlachten und ich möchte auch keine anderen Organe von Verstorbenen.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Ich habe schon seit Jahrzehnten einen Organspendeausweis, dennoch würde ich wohl selbst den Empfang eines Organs verneinen.
Und Dein Körper wird nach dem Tod entweder zu Asche verbrannt oder verfällt im Erdreich.
Dafür stirbt vielleicht ein Kind, das auf ein Organ gewartet hat.
Auf Jesus berufen wird da schwierig. Zumal dieser sich ja auch für Menschen geopfert hat.
Organspenden können in der Bibel nicht vorkommen
Organspenden kommen in der Bibel nicht vor. Deshalb gibt es dort auch keine Orgeln, keine KI und niemals modernste Ethik. Alles dies ist daher dann nicht wirklich unchristlich, sondern wir dürfen für uns selbst in aller Freiheit nach unserem eigenen Gewissen entscheiden. Gott will es so.
Ich wäre da bescheidener bei der Behauptung, es gäbe eine christliche Ethik, die sich vollkommen immerzu damit zufrieden geben könnte, den irrreversiblen Gehirntod immer und total sicher feststellen zu können. Mir ist ein Fall bekannt, in der ein Mensch nach dem dritten Tag einer auch definitiv durchgehend nicht mehr mögliche Messung von der Hirnaktivität plötzlich wieder aufwachte. Weil diese Fälle leider bekannt sind und es nicht permanent unfähige Ärzte sind, die dies verursachen, wäre richtiger zu sagen: Wir können nicht alles, und sogar vieles, oft auch heute nicht erklären. Da hat Herr Reichelt auch einmal wirklich recht, dass die durchaus nicht unerforschten Nahtoderfahrungen bei sehr genauem Hinsehen beweisen, dass in Momenten und in einer kurzen Zeit, in dem das Gehirn null Aktivitäten aussendet, eben Menschen die Schwelle zum Tod bereits übertreten haben und detalliert sogar berichten können (was sie niemals wissen dürften), was die Mediziner bei ihren Bemühungen alles taten und sogar im Detail besprachen. Wenn heute an Kammern, in denen Tote in der Anatomie aufbewahrt werden, eben jenen Gründen traumatischer Berichte, in der tote Menschen plötzlich wieder leben, Klingelknöpfe angebracht sind. Vor nur etwa 20 Jahren hatte die Reinigungmachefrau in meinem heimatlichen Krankenhaus eine traumatische Begegnung, weil ihr eine Frau im Engelhemd entgegen kam. Die wurde vorher definitiv für verstorben erklärt, von den Medizinern der Intensivstation. Übrigens hat die Betroffene noch einige Jahr länger gelebt als jene, die an jenem frühen Morgen in der Krankenhauskapelle so erschrak. Nun will nicht behaupten, die Organspende sei unchristlich. Aber man kann sie nicht herleiten aus einer Erfahrung, die über alle Zweifel erhaben ist. Die Bibel ist kein Handbuch für Heimwerker, nicht ein Zettelkasten über alle möglichen oder fast unmöglichen Vorkommnisse und sie erklärt auch nicht, warum Menschen nach neutestamentlichem Zeugnis plötzlich wieder lebten. Erklärungen sind zumeist zu kurz gegriffen, wenn wir die Menschen in der Antike für einigermaßen dumm erklären. Sie begegneten wie wir Vorkommnissen, die weder damals noch heute ursächlich erforschbar sind. Zum Beispiel die äußerst gut dokumentierten Spontanheilungen von Menschen, die nur noch Stunden oder Tage zu leben hatten und dann mit den Methoden modernster Medizin festgestellt wurde, dass ihr Körper innerlich wie ein wunderbar erneuertes Wunderwerk aussah. Es war vom völlig gestreuten Krebs keine Spur mehr zu sehen. Da begnügt man sich mit der wenig real aussagekräftigen bildhaften Erklärung, der Körper besitze geheime Schalter, die wir selbst nicht bedienen können. Dabei wissen alle aufgeklärten Ärzte dass solche Ereignisse außerordentlich selten vorkommen. Aber sie sind wegen ihrer völligen Transparenz in ihrem Ablauf nach sehr strengen wissenschaftlichen Erkenntnissen erklärungsresistent. Die katholische Kirche bietet dafür auch alle atheistischen ungläubigen Wissenschaftler auf und kann damit aber zweifelsfrei erkennen, dass es Wunder gibt, die sicherlich in der Natur und auch in Gottes Naturgesetzen vorgesehen sind, die aber niemand auch mit dem uns eigenen Großhirn zu erklären vermag. Uns geht es da wie beim Urknall, er ist ein Geheimnis.
Die Hirntoddiagnose ist sicher. Du verwechselst Koma und Hirntod:
Sicherheit bei der Diagnose Hirntod – BZgA Organspende – BIÖG Organspende https://share.google/Od4ATXupl3Ox02L5z
Und solche Fehlberichte kosten Leben.
Es gibt manch unerklärliches
Nein, liebe Chey, ich bin durchaus nicht so dusselig und verwechsle Koma mit Hirntod. Aber es kommt zwar extrem selten, aber trotzdem heute auch bei modernen Ärzten und heutiger guter Medizin vor, wenn für tot erklärte Menschen es eben nicht waren. Ich glaube, dass ein Wissen darüber niemand das Leben kosten muss, wenn man Unwägbarkeiten berücksichtigt. Genauso wie tatsächlich sehr große Wunder immer wieder aber auch extrem selten geschehen, aber doch wissenschaftliche Tatsache sind, wenn durch Spontanheilung die eigentlich Sterbenden plötzlich gesund sind. Dies ist unter harten Bedingungen bewiesen und hierbei gibt es wissenschaftlich keinerlei Spur von Zweifel. Ich halte daher sprichwörtliche und tatsächliche Wunder für mit den Naturgesetzen vereinbar, weil wir erschreckend wenig wissen und sehr seltene Erscheinungen mit wissenschaftlichen Mitteln nicht zu erklären vermögen. Zeige mir Wissenschaftler, selbst wenn sie persönlich über die Quantenphysik literarisch schreiben, ob sie davon nur eine Winzigkeit erklären könnten? Wie könnte man die sogenannte spukhafte Fernwirkung der sogenannten Zwillingsteilchen in der Physik erklären, oder dass es quantenphysikalisch schlicht dort keinerlei Kausalität mehr gibt. Ergebnisse im Labor fallen so aus, je nachdem welche Methode angewandt wird. Schon ein Vorhandensein anderer Messapparate verändern alles. Aber ich bin trotzdem nicht davon überzeugt, dass Gott nur mit Zufall arbeitete oder würfelt. Auch die Evolutionslehre hat der Begründer dieser Erkenntnisse niemals dazu gebracht, er wüsste etwas wesentliches oder gar alles. Selbst die banalste Frage, warum der Baum im Herbst wissen kann, dass er dann seine Blätter abwerfen muss, kann niemand im tiefsten Sinne erklären. Oder warum wir mit den Rücken oft Probleme haben, weil wir ursprünglich als Leben aus dem Wasser kamen und die sogenannte Evolution mit unserem Umbau vom Fischwesen, über ein Landwesen, unvermeidbare Kompromisse einging. Ein aufrecht gehender Affe ist die bestmöglichste Lösung, aber auch nicht eine die vollkommen wäre. Wie dies geschieht und wie dies Gott und/oder die Natur im tiefsten Inneren ihres Geistes löst, Kompromisse einzugehen, weiß niemand. Ich bin da lieber demütig, dass wir nicht viel wissen können und nur alles durch die uns vom Gehirn abgebildete Sichtweise als Wirklichkeit betrachten. Ob es sie ist, wäre demnach sogar fraglich. Im übrigen ist dies phantastisch biblisch, waren doch schon Antiker überzeugt, dass wir die Wirklichkeit oft nur wie in einem dunklen Spiegel erkennen können. Es gibt also wirklich immer nur annähernde Wahrheit, aber für uns nie völlige Wahrheit. Aber diese Sichtweise zu verinnerlichen verhindert Mord und Krieg, denn wo Menschen mit entgegengesetzten absoluten Wahrheiten aufeinander treffen, da wird dies nicht selten mit Brutalität gelöst. Dann funktionieren wir noch entsprechend dem Neandertalmodell.
Viel Text, aber die Wahrheit ist einfach:
Wir haben zu wenig Organspender und deshalb sterben viele Menschen, Männer und Frauen, Ältere und Kinder.
Viele Menschen wären durchaus zur Organspende bereit, sind aber verunsichert.
Und dazu tragen vpr allem solche Fakenews bei.
Und das führt eben dann dazu, daß Menschen sterben, die hätten gerettet werden können.
Dafür tragen die Menschen die Schuld, die diese unbegründeten Ängste schüren.
Bis es auch mal sie oder ihre Familie betrifft. Nur dann ist es zu spät.
noch mal deutlich: Du spricht von Todesfehldiagnosen, ich von der Feststellung des Hirntodes nach den medizinischen Standards als Voraussetzung für Organspende. Das ist nicht dasselbe!
Es gibt meines Wissens keinen einzigen Fall der Fehldiagnose. Dafür sind aus gutem Grund zu viele Sicherungen eingebaut. Deine Fälle betreffen Koma und ähnliche Fälle, das ist ganz was anderes.
Dieses‘ ich habe von einem Fall gehört… oder man kann sich ja nie sicher sein ….‘ oder wie auch immer kostet konkret Menschenleben, indem es zur unbegründeten Verunsicherung beiträgt.
Das ist unverantwortlich.
Ansonsten: Belege klar mit einem nachvollziehbaren konkreten Beispiel deine Behauptung mit seriöser Quelle. Ansonsten solltest du lieber keine Fakenews verbreiten. Dafür ist das Thema zu ernst.
Ich bejahen das Recht eines jeden Menschen, seine Organe nicht spenden zu wollen. Er soll dann aber auch den Anstand haben, keine in eigener Not in Anspruch zu nehmen (Solidarprinzip). Aber Menschen mit Falschbehauptungen zu verunsichern ist unanständig und für viele Menschen jedes Jahr tödlich.
Wie könnte Leben retten auch gegen Glauben sprechen?
Bei ‚Retten verweigern ‚ sieht es allerdings anders aus.
Wie heißt es sinngemäß im Talmud: Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.
Ich vertraue der Einschätzung der Mediziner bezüglich des Hirntods Aber nehmen wir mal an, sie würden sich irren. Dann würde man sein Leben für andere Menschen geben. Wer das als Sünde ansieht, müsste konsequenterweise auch einen Menschen verurteilen, der zum Beispiel Kinder vor Ertrinken oder Feuer rettet, wenn ihm klar wäre, dass es sein Leben kosten würde.
Mag solche Menschen manch Fundichrist auch schrecklicher Sünder nennen, der Rest der Bevölkerung nennt solche Menschen Helden. Und Gott sicher auch.
Wie aber mag Gott Menschen nennen, die durch Wort und Tat solche Rettungen zu verhindern suchen?
Woher wollen denn das „christliche Mediziner“ wissen? Haben sie ein medizinisches Fachwissen, das ünber das der materialistischen Ärzteschaft hinausgeht? Wohl kaum. Also sind sie NUR Mediziner, reden als Mediziner und haben lediglich einen privaten christl. Glauben. Dann ist es eimnfach Anmaßung zu behaupten, Organspende widerspreche dem christlichen Glauben nicht. Lehrt der christl. Glaube etwas nicht, dass die Ursünde und die persönlichen Sünden zu Krankheit und Tod führen? Deshalb können Ärzte keine Krankheiten heilen, sondern nur Symptome lindern und die Krankheit verschieben: https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/06/23/koennen-aerzte-suenden-vergeben/ Bereits die Nahtoderfahrungen zeigen, dass der Ausfall der Gehirnaktivität keinesfalls die Wahrnehmungen des Menschen beendet. Das Gehirn dient lediglich dem menschlichen Wollen zur koordnierten Tätigkeit in der materiellen Welt. Außerdem wollen wir doch als Christen nicht das antichristliche Denken fördern, wie es die gesamte Naturwissenschaft beherrscht…