Einsamkeit tut weh – besonders an Weihnachten. Doch es gibt Hoffnung: Projekte bringen Menschen zusammen und schenken Gemeinschaft.
Weihnachten gilt als Fest der Familie – doch für viele Menschen sieht die Realität anders aus: Sie sind allein. Initiativen und Vereine wollen das ändern. Der Verein alt – arm – allein in Kaiserslautern betreut rund 800 ältere Bedürftige und sorgt nicht nur für Kleidung und Lebensmittel, sondern vor allem für Gemeinschaft. Höhepunkt ist ein festliches Weihnachtsessen in einem französischen Restaurant, das vielen Gästen ein Gefühl von Würde und Zugehörigkeit schenkt.
Auch die bundesweite Initiative Keinerbleibtallein bringt Menschen zusammen, die Weihnachten oder Silvester nicht allein verbringen möchten. Gegründet wurde sie von Christian Fein, der selbst vor dem Alleinsein stand. Über soziale Netzwerke vermittelt das Team Gastgeber und Gäste – im vergangenen Jahr meldeten sich rund 60.000 Menschen, zwei Drittel davon wollten jemanden einladen. Aus diesen Kontakten entstehen oft Freundschaften, die weit über die Feiertage hinausreichen.
Neben Vereinen und Initiativen engagieren sich auch Kirchengemeinden mit Treffen und offenen Angeboten. Einsamkeit ist längst eine gesellschaftliche Herausforderung. Experten warnen vor den psychischen Folgen und sehen darin sogar eine Gefahr für den Zusammenhalt. Projekte wie „Keinerbleibtallein“ und Angebote von Vereinen und Kirchen setzen ein starkes Zeichen: Niemand muss die stille Nacht allein verbringen.
Weiterlesen:
Angebote fürs Beisammensein: Wie die stille Nacht nicht einsam wird (SWR / Tagesschau)
Falls du dich allein fühlst oder verzweifelte Gedanken hast, findest du hier Hilfe:
- Ruf bei Chris an, dem christlichen Sorgentelefon für Jugendliche. Die Nummer: 0 800/120 10 20 oder bei WhatsApp: 01 57/92 38 92 78. Mehr Infos: chris-sorgentelefon.de.
- Melde dich bei der Telefonseelsorge unter 0 800/111 0 111 oder 0 800/111 0 222 oder im Chat auf telefonseelsorge.de.
- Extra für Jugendliche ist die Nummer gegen Kummer: 116 111 und der Chat auf nummergegenkummer.de. In der Schweiz: 147.ch
- Lade dir die App „KrisenKompass“ herunter und hol dir konkrete Hilfe.
- Teile dein Gebetsanliegen bei Amen.de und lass für dich beten.
