Traditionell besuchten am Dienstag Sternsinger das Bundeskanzleramt. Kanzler Merz ließ sich vom Kanzleramtschef vertreten, der sich an seine eigene Zeit als Sternsinger erinnerte.
Sternsingerinnen und Sternsinger aus ganz Deutschland haben am Dienstag im Bundeskanzleramt in Berlin ihren Segen überbracht. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) begrüßte die Jungen und Mädchen, die Spenden für einen guten Zweck sammeln, weil Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den traditionellen Termin nicht wahrnehmen konnte. Er reiste zur Ukraine-Konferenz nach Paris.
Merz sei «ganz besonders traurig», nicht dabei sein zu können, versicherte Frei den engagierten Kindern und Jugendlichen aus allen 27 katholischen Diözesen in Deutschland. Der Kanzleramtsminister verriet dabei, dass er selbst acht oder neun Jahre lang Sternsinger im Erzbistum Freiburg gewesen sei und sich gern an die Zeit erinnere. Das Engagement der Sternsinger würdigte er als «echten Leuchtturm».
Spenden gegen Kinderarbeit
Die Sternsingerinnen und Sternsinger ziehen derzeit in vielen Gegenden von Haus zu Haus und sammeln Spenden für Projekte in ärmeren Ländern. Das 68. Dreikönigssingen steht unter dem Motto «Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit». Die als die Heiligen Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar verkleideten Kinder und Jugendlichen überbringen dabei den traditionellen Segen «Christus Mansionem Benedicat» (Christus segne dieses Haus).
Sternsinger und Sternsingerinnen aus dem Erzbistum Paderborn überbrachten am Dienstagvormittag auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Segen. Im Schloss Bellevue in Berlin sangen sie für Steinmeier, der am Montag 70 Jahre alt geworden war, auch ein Geburtstagsständchen.

Die Botschaft des Himmels verstehen
Sternsingerinnen und Sternsinger aus ganz Deutschland haben im Bundeskanzleramt in Berlin ihren Segen überbracht. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) begrüßte die Jungen und Mädchen, die Spenden für einen guten Zweck sammeln. Da die Sternsinger hier die Geschichte der von fern angereisten Verehrern des Kindes in der Krippe erzählten, also eines Gottes der ganz nach unten in unsere menschlichen allertiefsten Tiefen kam, (als das hilflose Kind und der Todeskandidat am Kreuz) kann ich nur eines wirklich stellvertretend der Bundesregierung wünschen: Sie möge nicht den (falschen) Anschein erwecken, Flüchtlinge wären uns wegen den von ihnen sehr verunstaltetem Stadtbild hier in Deutschland unwillkommen und man dürfe bei ihnen nicht den Anschein erwecken, dass man sich bei uns wohlfühlen darf. Ich will mich für meine jetzige Wortwahl hier gern entschuldigen, aber im Kern dürfte mein Eindruck für viele Menschen zutreffend sein, die von einer guten Willkommenskultur trotz Donald Trump und den deutlich von der Mitte nach rechts gerichteten Parteien sich nicht beeindruckt fühlen, aber umso mehr von der Bergpredigt und jener Botschaft, dass Gott jeden einzelnen Menschen so liebt, als sei er der einzige im ganzen Universum. Also dann umgekehrt: Die Regierung und alle Parteien außer der AfD sind gastfreundlich gesinnt, hoffentlich. Hinsichtlich der Haltung der Alternativen sollte man Wunder niemals ausschließen.