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Katholische Bischöfe wählen neuen Vorsitzenden

Die katholischen Bischöfe wählen Ende Februar einen neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz – eine Entscheidung mit Signalwirkung.

Wie die Bischofskonferenz mitteilte, wird die Vollversammlung der Bischöfe in ihrer Sitzung vom 23. bis 26. Februar in Würzburg einen neuen Vorsitzenden wählen. Der amtierende Vorsitzende, der Limburger Bischof Georg Bätzing, hatte mitgeteilt, dass er nicht erneut für den Vorsitz kandidiert. Er stand sechs Jahre an der Spitze der Bischofskonferenz.

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Der Vorsitzende der Bischofskonferenz fungiert als Sprecher der deutschen Bischöfe und vertritt die Positionen der Bischofskonferenz nach außen. Die Wahl gilt auch als theologische und kirchenpolitische Richtungsentscheidung. Der amtierende Vorsitzende, Georg Bätzing, bezeichnete sich selbst zwar als „gut konservativ“, vertrat jedoch ein synodales Kirchenverständnis und zeigte sich pastoral und kirchenpolitisch offen für Reformen – unter anderem den „Synodalen Weg“, der von konservativen Bischöfen abgelehnt wird. Er äußerte offen die Hoffnung, zumindest die Diakoninnenweihe noch zu erleben. Er äußerte sich kritisch über eine rein verbotsorientierte Sexualmoral. (dawi)

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3 Kommentare

  1. Das Problem ist, dass kein einziger katholischer Würdenträger demokratisch legitimiert ist.

    Und dennoch wollen sie über ihre Mitglieder und weit darüber hinaus entscheiden.

    Mit welcher Berechtigung?

  2. Bischof Bätzing ist gescheitert, weil der von ihm mitinitiierte Synodale Weg gescheitert ist. Der Fehler liegt darin, dass es hierbei nicht um echte Reformen und auch nicht um die Verhinderung oder Aufarbeitung von Missbrauch geht, sondern um eine Anpassung der Kirche an einen Zeitgeist von vor ein paar Jahren, der genau genommen längst nicht mehr aktuell ist. Es sind nur noch rückständige Gruppen, die vom zwangsweisen Gendern sprechen und beim Zählen der Geschlechter immer höhere Zahlen erklimmen. Die Gesellschaft hat diesen Unsinn längst beiseitegelegt und hofft nun auf ein Ende dieser Entwicklung.

    Der größte Denkfehler von Bätzing und anderen war jedoch zu meinen, dass man in Deutschland als Speerspitze einer modernen Kirche vorangehen könne, ohne zu beachten, dass andere Länder nicht automatisch rückständig sind, nur weil sie die Ansichten aus Deutschland nicht teilen. Diese Arroganz führt dazu, dass jener Teil der deutschen Kirche in Rom ignoriert wird, der sich den Synodalen Weg auf die Fahnen geschrieben hat.

    Verschärft wurde dies durch das Verhalten von Bätzing & Co., da sie wissentlich Kritik aus Rom ignoriert oder umgedeutet haben. So wollten sie ihr Gesicht wahren, doch in Wirklichkeit haben sie viele Katholiken auf einen falschen Weg geführt. Das wird auf Dauer zu viel Streit und Frust innerhalb der Kirche führen.

    • Kirche/n auf Augenhöhe

      Ich kann aus meiner evangelischen Sicht nicht erkennen, dass der Synodale Weg gescheitert wäre, vielmehr war er ein Anfang, nicht die Hierarchie von Kirche als gute Angewohnheit anzusehen, sondern dass die Gläubigen und die Berufschristen sich auf einer bemühten Augenhöhe befinden. Dies scheint mir auch die Sichtweise Jesus und jene der Urgemeinde gewesen zu sein, nämlich die Geschwisterlichkeit. Wer groß sein wollte lebte in der Gemeinde nach Jesus bewusster Bescheidenheit. Die Autorität bestand und besteht nicht in Macht, sondern im Dienst und im Dienen. Ich erinnere daher nur an die Fußwaschung durch Jesus selbst, eigentlich ein Dienen der Diener weit unten. Wir sollten uns neu herunterbeugen, nur um jemand aufzuhelfen, war da eine der guten Aussage von Papst Franziskus. Der Bischof von Rom war ursprünglich erster unter Gleichen, aber niemals aber der Alleinherrscher. Insofern hat die Haltung der synodalen Christinnen und Christen und ihrer Amtsträger auch guten Anhalt am Evangelium. Nicht jeder Fortschritt ist ein Fortschritt, nicht alles ist gut, aber der Fortschritt und die ebenso geistliche Reform vernünftig. Es wird immer Menschen und ebenso die Menschen die Amtsträger sind, mit unterschiedlichen Haltungen und Überzeugungen geben und dies ist kein Mangel, sondern unter Christinnen und Christen immerzu ein Anspruch, im Dialog zu bleiben. Es geht nicht um Macht, sondern Liebe und nicht um Gewalt, sondern friedliches gemeinsames Unterwegssein. Demokratie in der Kirche ist nicht etwas, was dort nicht hingehört, denn die Normen und Werte sind dann gute Normen und Werte, wenn sie Anhalt haben an der Gottes- und Nächstenliebe, sowie auf alle Geschwister zu hören.

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