Mit überwältigender Mehrheit hat die Evangelisch-methodistische Kirche eine große Strukturreform beschlossen. Das Ziel: Gleichberechtigung aller Regionen weltweit.
Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) hat die von der Generalkonferenz 2024 beschlossenen Änderungen zur weltweiten Regionalisierung ratifiziert. Mehr als 90 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder der stimmten zu, heißt es in einer Mitteilung auf der EmK-Homepage. Nötig war eine Zweidrittelmehrheit. Die Reform beendet die bisherige US-Vormachtstellung. Mit der Umbenennung der Zentralkonferenzen in Regionalkonferenzen erhalten alle Regionen – einschließlich der USA – gleiche Rechte zur Anpassung des Kirchenrechts. Ziel der Reform sei es, die weltweite Kirchengemeinschaft „gerechter, ausgewogener und kontextbezogener zu gestalten“.
„Diese Entscheidung ist ein Meilenstein für unsere weltweite Gemeinschaft – eine Chance, sichtbarer und zugleich stärker verbunden zu sein“, kommentierte der deutsche Bischof im Ruhestand, Harald Rückert. Er hatte sich über viele Jahre für die Regionalisierung eingesetzt. Bischof Werner Philipp, Nachfolger Rückerts als Leiter der EmK in Deutschland, erläuterte, dass es nun darum gehe, die neuen Strukturen mit Leben zu füllen: Verantwortlichkeiten zu klären, Zusammenarbeit zu gestalten und Wege gegenseitiger Unterstützung zu entwickeln. Dabei bleibe das gemeinsame Fundament der weltweiten EmK bestehen – das Vertrauen darauf, dass Gott in diesem Wandel am Werk sei.

Habe ich das recht verstanden, dass weltweit tatsächlich die Kirchenmitglieder abgetimmt haben? Alle Achtung!