In Würzburg ist die katholische Pfarrkirche St. Andreas entwidmet worden. Nach einem Umbau soll das Gebäude ab Mitte 2027 als Boulderhalle genutzt werden.
Die katholische Pfarrkirche St. Andreas im Würzburger Stadtteil Sanderau ist offiziell profaniert (entwidmet) worden. Nach einer Umbau- und Modernisierungsphase soll das Gebäude ab Mitte 2027 als Boulderhalle unter dem Namen „Rock Inn“ wieder eröffnet werden, wie das Onlineportal DOMRADIO berichtet. Pfarrer Tobias Fuchs erklärte, der Kontakt zu den Betreibern sei durch die Kunstabteilung des Bischöflichen Ordinariats zustande gekommen. Das benachbarte Pfarrhaus bleibt der Gemeinde für Jugendarbeit und Gruppenangebote erhalten.
Domkapitular Stefan Gessner begründete den Schritt mit den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Rückgang kirchlichen Lebens. Zugleich betonte er: „Gebäude können ihre Bestimmung verändern; Gottes Gegenwart aber bleibt. Jesus Christus geht mit seinem Volk nicht nur in steinernen Mauern.“ Die markante Architektur der Kirche, die an ein „Zelt Gottes“ erinnert, soll dabei erhalten bleiben. Die Gemeinde wird ihr kirchliches Leben künftig gemeinsam mit der Pfarrei St. Adalbero fortsetzen, heißt es.
