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US-Lutheraner: Erster Transgender-Bischof eingesetzt

Megan Rohrer (41) wurde am Samstag in einem Gottesdienst in der Grace-Kathedrale in San Francisco, Kalifornien, als Bischof ins Amt eingeführt. Der neue Bischof möchte den Fokus auf Evangelisation richten.

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Rohrer war als Pastor in San Francisco tätig, als Seelsorger bei der dortigen Polizei sowie als Direktor einer Hilfsorganisation für wohnungslose LGBT-Personen.

Alle sind willkommen in der Kirche

Im Mai war Megan Rohrer zum Bischof der 180 Gemeinden zählenden Sierra-Pacific-Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) gewählt worden. Die leitende ELKA-Bischöfin Elizabeth Eaton sprach von einem historischen Schritt, der zeige, dass alle willkommen seien in der Kirche. Gott habe «die Menschheit in Verschiedenheit erschaffen», sagte sie.

Der neu eingesetzte Bischof Rohrer kündigte nach der Wahl an, einen Schwerpunkt auf die Evangelisierung legen zu wollen. Eaton sagte in ihrer Predigt am Samstag, manche Beobachter fragten sich wohl, was sich die Synode gedacht habe bei Rohrers Wahl. Megan Rohrer werde das Evangelium predigen und allen Menschen dienen.

Vorreiter für Transgender Personen

Gott sei kein Gott des «Entweder-oder», sondern ein Gott des «und», betonte Bischöfin Eaton. Rohrer habe mit Obdachlosen auf der Straße übernachtet und sei zugleich Polizeiseelsorger gewesen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika hat nach eigenen Angaben 3,3 Millionen Mitglieder. Megan Rohrers Amtszeit läuft sechs Jahre.

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Bischof Rohrer war die erste Transgender Person, die 2006 in der ELKA ordiniert wurde und 2014 die Erste, die eine Kirche leitete. Die Lutherische Kirche und die Episkopalkirche sind in den USA die einzigen zwei christlichen Denominationen, welche Transgender Personen erlauben Pfarrer zu werden.

Link: US Evangelical Lutheran Church installs its first transgender bishop (Premier Christian News)

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5 KOMMENTARE

  1. Erster Transgender-Bischof in den USA

    Eigentlich selbstverständlich, was da Megan Rohrer widerfahren ist. Selbstverständlich, weil wir mit unseren sexuellen Orientierungen und/oder unserem real-existierenden Körper ohne eigenes Zustimmen auf die Welt kommen und als Christinnen und Christen glauben dürfen (sollten): So hat mich ein liebender und barmherziger Gott erschaffen, nämlich wie ich bin. Spannend wäre zu wissen, ob er dann heiraten darf. Denn nach lutherischer bzw. evangelischer Überzeugung ist die Ehe kein Sakrament, sondern ein weltlicher Vertrag – zumindest war davon der Mönch Martin auch nach seinem Theologiestudium fest überzeugt. Wäre er katholisch und kein Priester bzw. Bischof, müsste die gleiche spannende Frage gestellt werden: Darf er heiraten, bzw. eine Partnerschaft leben ? Selbstverständlich wäre es (vielleicht) sogar sinnvoller, solche Fragen gar nicht (mehr) zu stellen und das Normale und das Menschliche auch so zu betrachten. Es ist ja sehr erfreulich, dass der neue Bischof Evangelisation für so außerordentlich wichtig hält. Ich übrigens auch. Aber wenn man die Nachricht mit allen erlaubten Gedanken liest, dann stellen sie die Frage: Will er, oder muss er es fast, nämlich gerade die Mission und Evangelisation als seine besondere Absicht herausstellen, fast so um seine Bedenken tragenden Beobachter zu beruhigen ? Warum sind wir nicht alle Jesus etwas ähnlicher, der völlig unbefangen mit Menschen umging, gerade wenn sie in der damaligen Gesellschaft nicht stromlinienförmig waren ? Wenn Bruder Rohrer mit Obdachlosen auf der Straße übernachtete, zugleich aber auch Polizeiseelsorger war, dann ähnelt er den vielen Brüdern von Taize, die zeitweise mit den Armen in ihren Hütten wohnen und bildlich gesehen versuchen in ihren Schuhen zu laufen. Dass er der erste Bischof als Transgender in den USA ist, spricht für sich: Dass Kirche/n nicht unbedingt auch dafür stehen, die Liebe Gottes ebenso in ihrer Kirchengesetze und -ordnungen zu schreiben. Da kann man nur hoffen, dass wir bei kirchens – insofern wir noch nicht danach streben – bald moderner frömmer werden. Einer solchen Form reformierten Evangelikalismus würde ich mich bedenkenlos anschließen.

  2. “ in Verschiedenheit erschaffen “ !? In meiner Bibel steht er hat sie als Mann und Frau geschaffen !
    Hinkt unser Gott der aktuellen Entwicklung hinterher ?
    Mir scheint er hat sich fälschlicherweise festgelegt mit Aussagen wie “ ich der Herr wandle mich nicht “ .
    Bin gespannt wie die Geschichte ausgeht !

  3. Leider sieht man eine immer größere Anpassung der Kirchen an den Mainstream. Es gibt kaum noch eine Unterscheidung zwischen Kirche und „Welt“. Das Krebsgeschwür der Sünde hat sich tief hineingefressen in den Kirchen und zum Teil auch in evangelikalen Gemeinschaften! Die Bibel wird nicht mehr ernst genommen. Die Wahrheiten der Bibel die einem nicht passen, werden einfach umgedeutet. Die Kirche ist kein Licht und Salz mehr. Sie haben ihr Licht verborgen und das Salz ist salzlos geworden, sodass sie zu nichts anderem mehr taugen, als zertreten und weggeworfen zu werden. Hier gilt: Aufzuwachen und zur Wahrheit der Bibel zurückzukehren. Sünde darf in der Gemeinde/Kirche nicht Geduldet werden!
    Es gibt nur zwei Geschlechter Mann und Frau! Es ist schon Biologisch unmöglich, das eine Frau ein Mann und ein Mann eine Frau werden kann!

  4. ja, es gibt zwei Geschlechter und manche Menschen sind vollständig und haben beide schon von Geburt an. Das ist die dritte natürliche Möglichkeit, nicht vergessen und vermutlich die ursprüngliche, wenn man bedekt, dass Eva von Adam genommen wurde.

  5. Meine Mitkommentatoren übersehen, dass es eben – auch rein körperlich und/oder auch seelisch – durchaus mehr als zwei Geschlechter und auch gar keines gibt. Das konnten die biblischen Redakteure der Schöpfungsgeschichte seinerzeit logischerweise nicht wissen. Die Schöpfungsgeschichte ist ein antikes Glaubensbekenntnis und so etwas wie ein Schöpfungshymnus. Die es wie ein Gebet weitererzählten, haben die Natur gut beobachtet. Damit sage ich auch nicht, dass die Schöpfungsgeschichte nicht wahr ist, sondern das Gegenteil stimmt. Sie ist die gesamte Glaubenserfahrung aus Jahrtausenden, oder auch die Lieder der Psalmen und das überlieferte Leben mit seinem Tod und der Auferstehung Gottes Wort. Aber es wird von Menschen weitererzählt. Die Bibel ist unsere Heilige Schrift und sie wird nicht unheiliger, wenn wir sie auslegen. Im übrigen waren die Menschen vor unseren Zeiten weder frömmer noch bibelnäher, die konnten sie zumeist gar nicht lesen und wirklich verstehen. Der alte Hut, die Kirche würde sich zu sehr dem Zeitgeist anpassen, ist eine Verallgemeinerung. Es gibt mehr fromme evangelikale Bewegungen als andere. Außerdem gibt es in jeder Zeit einen Zeitgeist und unsere christliche Aufgabe ist es dabei, mit dem Zeitgeist der Gegenwart in einen Dialog zu treten. Nicht alles was wir heute denken, sagen und glauben ist schlecht, aber genauso auch nicht gut.

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