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Bedford-Strohm ist gegen generelle Sonntagsöffnung

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Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, wendet sich gegen Forderungen aus der Wirtschaft, als Ausgleich für die Verluste während der Corona-Pandemie Ladenöffnungen an Sonntag generell zu erlauben. „Das wäre sehr kurzfristig gedacht“ , sagte der bayerische Landesbischof am Montag in einem bei Facebook verbreiteten Video und fügte hinzu: „Es ist so wichtig, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem nur diejenigen arbeiten müssen, bei denen es wirklich nicht zu vermeiden ist.“

An Sonntagen müsse es möglich sein, sich zu verabreden und zu begegnen, ohne Rücksicht auf den Job nehmen zu müssen, sagte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten. An diesem Tag solle Zeit „für Gott und die Mitmenschen“ sein. Es sei „Freiheit konkret“, sich die Erfüllung des Gebotes zu gönnen, wonach der Feiertag zu heiligen ist.

Quelleepd

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1 KOMMENTAR

  1. Generelle Ladenöffnungen sonntags ?

    Generelle Ladenöffnungen sonntags sollten nicht sein. Da hat Bedford-Strohm völlig recht. Es muss einen Tag in der Woche geben zum wirklichen Ausruhen und zur Besinnung. Im alten Israel war dies der Sabbat, also einem Tag mit der Vorstellung, dass dann auch Gott ausruhen würde. Die Uralt-Idee, sonn- und feiertags zur Gottesdienstzeit keine Einkäufe zu ermöglichen, Sportwettkämpfe durchzuführen oder Großveranstaltungen zu beginnen, will ja den Feiertag zum Ausruhen, zur Besinnung, zum Gebet und daher für Gott freischaufeln. Aber davon sind wir Lichtjahre entfernt. Nur 3 – 5% der Mitglieder der beiden großen Kirchen besuchen überhaupt einen Gottesdienst. Und diejenigen, die zu dieser Kerngemeinde gehören, gehen dann sowieso nicht zu Lidl, Penny oder an andere Orte, wo man für sein Geld etwas bekommt. Auch nicht, wenn dort am Sonntag wieder Geld verdient werden soll, das die Unternehmen in der Coronazeiten nicht einnehmen konnten. Man darf also keine falschen Erwartungen haben, dass dann die Leute spirituell auftanken, wenn es außer an Tankstellen nichts zu kaufen gibt. Mir ist aber ein Nebengedanke bei diesem Thema gekommen, und zwar aus der Quelle meiner Erinnerungen: In meiner spätpubertären Zeit, also vor vielen Jahrzehnten, sind wir als eine größere evangelistische Gruppierung in einem kleinen Dorf im Winter samstags losgezogen, von Haus zu Haus, und haben alle in diesem kleinen Taunusdorf freundlich und lieb zum Sonntagsgottesdienst in die kleine Dorfkirche eingeladen. So angesprochen zu werden, zumal von jungen Leuten, die am Sonntag ansonsten eher ausschlafen, machte die Familien außergewöhnlich neugierig. Die kreative Aktion lohnte sich und das Gotteshaus füllte sich wie an Weihnachten. Ich will damit sagen, dass zwar die Absicht zu einer Feiertagskultur beizutragen auch einen Wert an sich besitzt. Aber durchaus ein Mehrwert wäre, wenn wir als Christinnen und Christen, nach unserem Vermögen, anstelle von fehlenden Ladenöffnungszeiten-Nutzungen, und nicht stattfindenden Veranstaltungen wirkliche Alternativen beisteuern. Also Einladungen ins Gotteshaus anbieten, ein Sonntagsfrühstück für Spätaufsteher*innen mit Musik und Predigt, oder feiern an ungewöhnlichen Orten und Stellen an denen sich viele Menschen gerne aufhalten. Kreativität ist gefragt. Die braucht man auch, um endlich wieder an den Hecken und Zäune zu gehen. Also zu jenen, die uns normalerweise nie in unseren Heiligen Hallen besuchen, obwohl sie doch von Gott genauso geliebt werden wie wir Frommen. Es könnte ein Erfolgshit werden. Nur eine gute Tradition einer Sonntagsruhe auf recht zu erhalten alleine ist zu altbacken. und am Ende zu wenig. Gott würde vielleicht sagen „eure Ideenlosigkeit hat mich gelangweilt“! Denn nur nichts zu verkaufen bleibt für sich genommen ein wenig paradox, wenn der Feiertag sich doch nur in Alltagsverwirklichungen niederschlägt. Wie sagt es das Buch des Prediger Salomos sinngemäß: Das Leben besteht aus der fortwährenden Wiederholung des Gleichen. Als tun wir auch am Sonntag manchmal etwas völlig neues für uns und andere, denn dann heiligen wir diesen Tag auch. Vor allem auch, was fast schon ein Quantensprung ist, wenn der Berg zum Propheten geht.

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