Martin Luther-Denkmal in Worms. (Foto: albersHeinemann / pixabay)
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Vor 500 Jahren ging die Stadt Worms mit den Ereignissen um Luthers Widerrufsverweigerung auf dem Reichstag in die Kirchengeschichte ein. Nun kann man den Reformator mit Hilfe des eigenen Smartphones „lebendig“ werden lassen.

Die Stadtverwaltung von Worms und verschiedene lokale Institutionen haben jetzt eine Erweiterung für ihre virtuelle Stadtführungs-App vorgestellt. Mit der „Luther-Tour“ kann man auf den Spuren des Reformators mittels Augmented Reality (dt.: erweiterte Wirklichkeit) zurück ins Jahr 1521 reisen und die Ereignisse um Luthers Widerstand vor Ort lebendig werden lassen. Das geschieht anhand virtueller Elemente wie Zeichnungen und Sprechblasen, die über die App-Ansicht in die reale Umgebung eingebettet werden.

Link: www.worms-erleben.de

2 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Warum? Einfach nur: Warum? Ich kann nicht verstehen, was an Martin Luther bewundernswert sein soll. Ich habe mich lange mit ihm befasst. Wenn es nach mir ginge, würde sein Name keine Kirche, kein Denkmal und keine Straße schmücken. Es gibt in der Geschichte unzählige, die für ihre Überzeugungen gestorben sind und die dafür nicht gefeiert werden. Es gab bereits, als Luther auf der Wartburg saß, 17 deutschsprachige Bibelübersetzungen! Seine 95 Thesen sind eine Hass-und Hetzschrift, wie es in der Kirchengeschichte selten eine gab. Man kann die ganze Lebensleistung dieses Antisemiten darauf runterbrechen, dass er wie kaum kein anderer „Kirchenporzellan“ zerdeppert hat. Es gibt nicht einen einzigen Grund, Luther wie einen Heiligen zu verehren.

    • Ja, es gab bereits, als Luther auf der Wartburg saß, 17 deutschsprachige Bibelübersetzungen. Aber die waren oft holprig und beruhten zudem auf der lateinischen Vulgata.

      Luthers Übersetzung war genial, weil er eben nicht wörtlich und damit falsch übersetzte, sondern dem Volk auf den Mund (Lutherdeutsch: „Maul“) sah. Und deshalb wollte niemand mehr eine der früheren Übersetzungen haben, die verschwanden.

      Seine 95 Thesen sind keine Hass-und Hetzschrift, sondern zugespitze Thesen, über die er eine Debatte anstoßen wollte. Auf Latein, für die gelehrten.

      Und wäre Luther 10 Jahre früher gestorben, würde er heute noch als Judenfreund angesehen, wie es auch im 19. Jh. noch weithin war, nicht ohne Grund („Dass Jesus Christus ein geborener Jüde sey“). Bis die Antisemiten seine antijüdischen Spätschriften aus der Mottenkiste holten …

      „Es gibt nicht einen einzigen Grund, Luther wie einen Heiligen zu verehren.“ Stimmt. Luther hatte Licht- und Schattenseiten. Über die Schatten redet die Kirche nicht so gerne. Aber das ist noch kein Grund, seine guten Seiten zu verleugnen.

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