Volksverhetzung: Pastor Latzel legt Berufung gegen Urteil ein (ZEIT online)

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Pastor Olaf Latzel
Pastor Olaf Latzel bei Prozessbeginn (picture alliance / dpa | Sina Schuldt)
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Der Bremer Pastor Olaf Latzel hat Berufung gegen seine Verurteilung wegen Volksverhetzung eingelegt. Dies teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts Bremen laut ZEIT online mit. Damit wird der Fall nun in der höheren Instanz vor dem Landgericht Bremen neu aufgerollt.

Link: Pastor legt Berufung gegen Urteil wegen Volksverhetzung ein

 

4 DIREKT-KOMMENTARE

  1. Eine Anerkennung des Urteils wäre besser

    Pastor Olaf Latzel hätte gut daran getan, das Urteil und die daraus entstehenden Konsequenzen anzunehmen. Natürlich hat jede/r das Recht, bis in die letzte Instanz zu gehen. Aber wird er freigesprochen, werden sich viele darauf berufen, dass eine mehr als unangemessene Sprache zur freien Meinungsäußerung und Religionsausübung gehört (oder gar zur Verkündigung der Liebe Gottes). Wird er nicht freigesprochen, werden die Gräben immer tiefer zwischen ihm mit seiner Kirchengemeinde einerseits und der Gesamtkirche andererseits. Der Mensch hat vor seinen Mitmenschen und Gott immer einen Anspruch auf eine zweite Chance. Die Gläubigen aus seiner Gemeinde, die hier unisono kommentiert haben bzw. den Eindruck erweckten, diese Art von christlichem Fundamentalismus sei der Weg in der Nachfolge Christi, mögen mit ihm solidarisch sein: Aber sie dienen dabei nicht der Sache Jesu. Der wollte allen Menschen dienen und seine Herrschaft geschieht nur mit Sanftmut. Das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe wird gröblich verletzt. Hier tun sich Abgründe auf, die nicht dazu ermuntern, Mitglied in einer Ev. Kirchengemeinde zu werden oder nicht auszutreten. Leider ist die öffentliche Wahrnehmung immer so, dass sie Einzelgeschehnisse generalisiert. Jesus jedenfalls hatte große Zuneigung zu denen, die man zu seiner Zeit als Abschaum und Sünder betrachtete. Die größte Sünde ist die Lieblosigkeit, denn heute ist es (un)möglich Gott zu lieben und anders gestrickten Mitmenschen ihre Menschenwürde abzuerkennen. Gott liebt jeden Menschen genauso wie Olaf Latzel,
    oder der eine andere sexuelle (angeborene) Orientierung besitzt. Nicht Sexualität ist böse, sondern nur wenn sie Gewalt wird und Seelen zerstört. Orgien hat es immer gegeben, seit es Menschen gibt. Aber hier wird oft etwas grundlegend verwechselt
    Wer mit anderen Menschen achtsam umgeht, wird auch mit seiner Sexualität verantwortlich leben. Sie ist auch kein Götze.
    Auch die Kath. Kirche hält für richtig, dass die oberste irdische Instanz von uns Menschen das eigene Gewissen ist. Wenn ich einer anderen Menschin oder einem anderen Menschen wehtue, füge ich Jesus erneut Schmerzen zu. Gott will Liebe.

    • @Bernd Hehner
      Sie sollten sich verabschieden von dem falschen `jesus`, der angeblich NUR sanftmütig war?
      JESUS CHRISTUS spricht:
      “GLAUBT NICHT DASS ICH GEKOMMEN BIN UM FRIEDEN ZU BRINGEN, ICH BIN NICHT GEKOMMEN UM FRIEDEN ZU BRINGEN, SONDERN DAS SCHWERT!”

  2. In dem Artikel über Olaf Latzel aus „Die Zeit“ steht nichts davon, dass Herr Latzel lange Zeit schon Provokationen
    ausgesetzt war. Dass er u. a. Morddrohungen bekam. Es ist oder war legitim, dass er sich dagegen gewehrt hat.
    Ich hoffe sehr für ihn, dass die evangelisch-lutherische Kirche weiterhin zu ihm steht. Und dass er freigesprochen
    wird.

  3. Das ist das Recht jedes verurteilten Menschen in der BRD.
    Jetzt wird die ganze sache nocheinmal von vorne aufgewirbelt.
    Damit wird noch mal alles zur Sprache kommen, was zu diesem
    Urteil geführt hat.
    Ob das am Ende so gut sein wird für diesen Pastor?
    Wenn das zutreffend ist, was der Gegenstand dieser Gerichtsverhandlungen
    war, sollte es bei diesem gesprochenen Urteil bleiben.

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