Wilkin van de Kamp: „Die sieben Wunder des Kreuzes“

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Was hatte Jesus Christus in den 18 Stunden vor seinem Tod erlebt? Welche Bedeutung hat das für unser Leben? Wilkin van de Kamp hat sich lange mit den Berichten über diese Zeit beschäftigt und erzählt lebendig, leicht verständlich und alltagsnah, was da alles geschah und was das mit unserem heutigen Leben als Christen zu tun hat. Siebenmal hat Jesus Blut vergossen, und jedes Mal ist etwas passiert: Jedes Mal hat ein Tausch stattgefunden, bei welchem Jesus etwas für uns bezahlt und uns dafür einen Teil Seiner Perfektion und Heiligkeit gegeben hat. In Anlehnung an Derek Prince (1915 – 2003, Der Tausch am Kreuz: 1996) erklärt der Autor, was alles geschehen ist, damit wir in Christus gerecht vor Gott stehen können. Jedes Kapitel schließt mit einem vorformulierten Gebet, in welchem der Leser das zuvor Gelesene praktisch verarbeiten und in Anspruch nehmen kann.

Gut gefallen haben mir die praktischen Beispiele aus seinem eigenen Leben und Dienst, welche immer wieder zeigen, dass das alles sehr viel mit unserem täglichen Leben zu tun hat. Es ist gut, wenn wir uns dessen bewusst sind. Die ganze Bibel, Vers für Vers, möchte unser Leben bestimmen können. Durch sie spricht Gott, und alles in ihr ist von Gottes Geist eingegeben, es ist von Gott inspiriert, weshalb es Wort für Wort Gottes Wort ist.

Wilkin van de Kamp beschreibt schon eine ganze Menge alttestamentlicher Prophetien, die alle in diesen 18 Stunden des Leidens und Sterbens Jesu in Erfüllung gegangen sind. Das ist eine sehr beeindruckende Zusammenfassung (S. 77 – 78), welche aber doch nur die bekanntesten Prophetien enthält. Sehr vieles haben die Propheten des Alten Testaments vorhergesagt, was sich in den letzten 18 Stunden vor Jesu Tod ereignet hat. Gott hat das schon Jahrhunderte vorher kommuniziert und die Menschen haben es korrekt aufgeschrieben.

Gut gefallen haben mir auch die Gebete am Ende eines jeden Kapitels. Und ja, das sage ausgerechnet ich, der kein allzu großer Fan von vorformulierten und nachgesprochenen Gebeten bin. Ich bete lieber frei. Aber es kann für viele Leser eine wertvolle Hilfe sein, um über das Gelesene mit Gott zu reden und ganz gezielt darüber nachzudenken, was das alles bedeutet.

Am Schluss des Buches gibt es eine Synopse der vier Evangelien. Eine Synopse ist eine „Zusammenschau“ mehrerer Texte, welche ungefähr denselben Inhalt oder einen sehr ähnlichen Inhalt haben, es ist eine Hilfe, um den Inhalt der ganzen Zeit dieser 18 Stunden besser verstehen zu können. Der Autor zeigt mit dieser Synopse, in welcher Reihenfolge die einzelnen Ereignisse stattgefunden haben, welche in den vier Evangelien teilweise mehrmals, aber teilweise auch nur einmal vorkommen. So hat man den genauen zeitlichen Ablauf der Dinge.

Von Jonas Erne

Verlag: Glaubenszentrum Bad Gandersheim
ISBN: 978-3-9816146-1-9
Seitenzahl: 320
ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
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