Ab dem kommenden Sonntag findet zum 14. Mal das jährliche Treffen der Vertreter nationaler Bischofskonferenzen mit führenden Repräsentanten der Kirchen in Israel, den Palästinensischen Autonomiegebieten und Jordanien statt. Das Solidaritätstreffen steht unter dem Leitwort "Die leidenden und verletzlichen Völker im Heiligen Land".
Das Treffen dauert bis zum 10. Januar. Gastgeber ist die Konferenz der katholischen Ordinarien unter dem Vorsitz des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem. Von Seiten der Deutschen Bischofskonferenz wird der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann an dem Treffen im Heiligen Land teilnehmen.
An den ersten beiden Tagen wird sich ein Teil der Bischöfe im jordanischen Amman aufhalten und dort über die Lage syrischer und irakischer Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern sowie über die Situation der Kirche im Königreich informieren. Caritas-Projekte stehen ebenso auf dem Programm wie Besuche in katholischen Pfarrgemeinden Jordaniens. Der zweite Teil der Bischöfe, unter ihnen auch Bischof Dr. Stephan Ackermann, wird sich am Sonntag und Montag im Gaza-Streifen aufhalten. Dort werden die katholische Pfarrgemeinde und die orthodoxe Gemeinde besucht. Außerdem sind Begegnungen mit christlichen Gemeindevertretern, Repräsentanten des Islam sowie Besuche in den katholischen Schulen und bei Caritas-Projekten geplant.
Ab Dienstag treffen sich alle Bischöfe zur gemeinsamen Konferenz in Bethlehem. Dabei geht es um eine Erörterung der aktuellen Lage für die Christen im Heiligen Land und das anhaltende Flüchtlingsproblem in Israel und Palästina: Ordensschwestern werden über ihre Arbeit berichten. Ein Besuch an der katholischen Universität Bethlehem ist ebenso vorgesehen wie politische Gespräche. Bei den Arbeitssitzungen geht es auch um Friedensperspektiven für den Nahen Osten und die Auswirkungen des "Arabischen Frühlings" auf das Heilige Land.
