Am 15. September unterzeichnen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine neue Fassung der „Charta Oecumenica“. Sie enthält Absätze zu Themen wie Frieden, Migration, Jugend und neue Technologien.
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) unterzeichnet vor ihrer Herbsttagung die überarbeitete Fassung der «Charta Oecumenica». Die Kirchenleitungen träfen sich dazu am 15. September in der Berliner Sankt Hedwigs-Kathedrale, teilte die ACK am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Auf europäischer Ebene haben Kirchen das aktualisierte Dokument bereits Anfang November verabschiedet.
Die Charta Oecumenica ist ein gemeinsames Grundsatzdokument der europäischen Kirchen, das Leitlinien für die Zusammenarbeit und das ökumenische Miteinander in Europa formuliert. Sie wurde 2001 von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) verabschiedet und enthält freiwillige Selbstverpflichtungen für Einheit, Dialog, Frieden und gemeinsame Verantwortung in Kirche und Gesellschaft. In der neuen Version sind laut ACK Kapitel zu Frieden, Migration, neuen Technologien und zur Bedeutung der Jugend hinzugekommen. Das Papier schreibt erstmals die Zusammenarbeit der Kirchen verbindlich fest und wurde in seiner ursprünglichen Form 2001 in Straßburg unterzeichnet.
Bedford-Strohm predigt
Die Predigt im ökumenischen Gottesdienst zur Unterzeichnung der neuen Version halte der Moderator des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen, Heinrich Bedford-Strohm, wie die ACK weiter mitteilte, der auch ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und früherer bayerischer Landesbischof ist. An den beiden Tagen nach der Unterzeichnung, am 16. und 17. September, komme die ACK-Mitgliederversammlung im Berliner Dietrich Bonhoeffer-Haus zusammen. Dabei solle unter anderem die Neuapostolische Kirche als Vollmitglied aufgenommen werden.
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