Die italienischen Behörden haben das Segelschiff Humanity 2 nach seinem ersten Einsatz im Mittelmeer vorläufig festgesetzt. SOS Humanity spricht von unbegründeten Vorwürfen.
Nach Angaben von SOS Humanity haben die italienischen Behörden das Segelschiff Humanity 2 am 30. August im Hafen von Lampedusa vorläufig festgesetzt. Die Organisation weist die Vorwürfe zurück, die Besatzung habe eine Rettungsaktion nicht unverzüglich gemeldet. „Die Blockade der Humanity 2 in Lampedusa ist ein politisch motivierter Schachzug, um Such- und Rettungsmaßnahmen zu behindern“, heißt es.
Während ihres ersten Einsatzes hatte die Crew nach eigenen Angaben insgesamt 71 Menschen aus Seenot gerettet. Die erste Rettung betraf demnach zwölf Menschen in einem seeuntüchtigen Boot vor der libyschen Küste. Einen Tag später kamen weitere 59 Menschen an Bord. SOS Humanity erklärt, die zuständigen Behörden seien informiert worden, sobald die Lage an Bord gesichert und die Suche nach möglichen Vermissten abgeschlossen gewesen sei.
Die Organisation kündigte rechtliche Schritte gegen die Festsetzung an. Zudem verweist SOS Humanity auf die hohe Zahl von Todesopfern im zentralen Mittelmeer: Allein seit Mitte August seien dort 27 Leichen entdeckt worden. Die Festsetzung der Humanity 2 verschärfe nach Ansicht der Hilfsorganisation den Mangel an Rettungskapazitäten in der Region.
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Imagefilm SOS Humanity:
