Die Knesset hat ein Gesetz verabschiedet, das geschlechtergetrennte Lehrveranstaltungen künftig auch in Master- und Doktorprogrammen ermöglicht. Die Regelung soll ultra-orthodoxen israelischen Studenten den Hochschulzugang erleichtern.
Wie das Portal Israelnetz berichtet, dürfen israelische Universitäten künftig geschlechtergetrennte Lehrveranstaltungen auch in Master- und Doktorstudiengängen anbieten. Die Knesset verabschiedete in ihrer letzten Sitzungswoche ein entsprechendes Gesetz mit 52 zu 43 Stimmen. Ziel der Regelung ist es, insbesondere ultra-orthodoxen Studenten ein Hochschulstudium zu ermöglichen, wenn religiöse Überzeugungen die Teilnahme an gemischten Lehrveranstaltungen erschweren.
Das Gesetz reihe sich in mehrere Entscheidungen ein, mit denen die Regierungskoalition auf Anliegen ultra-orthodoxer Gruppen eingeht, heißt es. Gleichzeitig wächst der Widerstand: Kritiker befürchten eine Ausweitung geschlechtlicher Trennung im öffentlichen Leben. Zudem beschäftigt sich der Oberste Gerichtshof bereits mit anderen kürzlich verabschiedeten Gesetzen, darunter Regelungen zur Wehrpflicht ultra-orthodoxer Israelis.
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