Seit Wochen gehen Anschuldigungen gegen das Unternehmen Coca Cola viral: Bei der Personalisierung von Cola-Dosen werden Phrasen wie „Jesus ist König“ gebannt, während Statements anderer Religionen erlaubt sein sollen. Einige Christen fühlen sich diskriminiert.
Coca Colas „Share a Coke“-Kampagne gab Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, online personalisierte Cola-Dosen zu gestalten. Dabei konnten Interessierte das Firmenlogo beispielsweise durch einen Namen ersetzen oder das Logo mit einer kurzen Phrase untertiteln. Der Getränkehersteller deaktivierte das Tool nun aufgrund von einigen Anschuldigungen.
Auf Social Media kursierten im August 2026 Bildschirmaufnahmen von den Versuchen, „Jesus is king“ (Jesus ist König) auf die Personalisierungswebseite einzugeben. Die Videos zeigen, wie diese zurückgewiesen werden, während Phrasen wie „Satan is king“ (Satan ist König) oder „Allah is king“ (Allah ist König) scheinbar problemlos gültig sind. Auffälligkeiten gab es auch bei „I love Jesus“ (Ich liebe Jesus), was gebannt wurde und „I hate Jesus“ (Ich hasse Jesus), was erlaubt wurde und zeigt, dass der Begriff „Jesus“ nicht automatisch blockiert zu sein scheint.
Viele Christen sehen in der Kontroverse eine persönliche Beleidigung an die christlichen Kundinnen und Kunden der Marke und vermuten antichristliche Tendenzen des Unternehmens. Zurzeit kursieren zahlreiche Boykottaufrufe und Kritikvideos im Netz. Bereits 2024 gab es ähnliche Vorfälle, die gleiche Reaktionen auslösten.
Laut dem offiziellen FAQ der Coca Cola Webseite seien religiöse Inhalte nicht automatisch blockiert – allerdings verschiedene Äußerungen aufgrund von „kulturellen oder religiösen Empfindlichkeiten“, neben anderen Einschränkungen, verboten. Am 8. August gab der internationale Konzern in einem Statement an, dass es sich bei der Kontroverse nicht um religiöse Bevorzugung, sondern um ein technisches Problem handele. Das Online-Magazin International Business Times (UK) berichtete über den Vorfall.
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