Am 4. September lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) zur bundesweiten Feier des ökumenischen Tags der Schöpfung nach Marburg ein.
Diesmal steht die Veranstaltung unter dem Motto: „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18). Darüber hinaus wird an verschiedenen Orten in Deutschland die Vielfalt und Weite der Schöpfung, sowie die Abhängigkeit und die Begrenztheit des Menschen als Mitgeschöpf in den Fokus gestellt.
Reverend Christopher Easthill erklärt das diesjährige Motto: „In der aktuellen Debatte um Waldbrände, Wasserknappheit und Klimawandel werden Ansätze vorgestellt, die Krise rein technisch zu lösen – theologisch bedarf es aber eines radikalen Umdenkens: zur Dezentrierung des Menschen und mehr Demut. Demut ist die mutige Anerkennung der Wahrheit“.
Die zentrale Feier verbindet ein vielfältiges Rahmenprogramm mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem moderierten Gespräch mit Gästen aus Politik, Kirche und Wissenschaft – zudem wird es auch auf YouTube gestreamt.
Botanische Gärten als Lern- und Hoffnungsorte
Um Biodiversiät deutlicher in den Mittelpunkt zu rücken, ist der Veranstaltungsort unter anderem der alte botanische Garten an der Philipps-Universität Marburg. Das sei eine bewusste Entscheidung gewesen, erklärt Veranstalter und Vorsitzender der regionalen ACK Hessen-Rheinhessen Dr. Martin Streck: „Der historische Garten lässt uns erfahren, dass Pflanzen auch dann, wenn Umweltbedingungen sich ändern, über lange Zeiträume hinweg bestehen können – nicht, weil sie unbegrenzt belastbar sind, sondern weil Vielfalt Anpassung und damit Stabilität möglich macht.“
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