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Mehr Gott bitte

Gott näher kommen – wie geht das?
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Es gibt zwei Zustände, in denen man durchs Leben gehst: Suchend und findend! Kürzlich hatte mein Sohn Geburtstag. Monate vorher überlegte er sich, was er sich wünschte – er war „suchend“. Seine Wahl fiel schließlich auf einen ferngesteuerten Helikopter. Wir wussten, dass dies bis zum Geburtstag der Hauptinhalt seiner Gespräche und Gedanken sein würde. Endlich kam der große Tag, an dem er „finden“ konnte. Frühmorgens stürzte er sich auf das schön verpackte Geburtstagsgeschenk, ging damit nach draußen und … kurvte mit dem Helikopter ein paarmal durch die Gegend. Dann sah er einen programmierbaren Roboter – und wurde wieder zum sehnsüchtig Suchenden. Mein Sohn muss das von mir geerbt haben! Denn in meiner Beziehung zu Gott befinde ich mich immer wieder in und zwischen diesen beiden Zuständen. Ich suche Gott, weil es mir gerade ganz gut oder gar nicht gut geht. Dann erlebe ich ihn intensiv und bin sehr dankbar. Aber schon zieht die nächste Glaubenskrise wie ein Gewitter auf und mein Zugang zu Gott droht, sich zu verdunkeln. Anschließend lichtet sich alles wieder und ich schwebe durchs Leben.

Sehnsucht kultivieren

Die meisten Menschen sind auf der Suche – nach mehr von Gott, mehr vom Leben und sinnerfüllter Tätigkeit. In seiner Auslegung zum Gleichnis vom verlorenen Sohn schreibt Timothy Keller treffend: „In einem gewissen Sinne scheinen wir also alle dem jüngeren Bruder zu gleichen. Wir alle sind Verbannte, die sich immerzu nach ihrem Zuhause sehnen.“ Nun endet diese Suche jedoch nicht, wie manchmal angenommen, wenn wir Gott unser Leben anvertrauen. Deshalb stört es mich, wenn Menschen, die diesen Schritt noch nicht getan haben, als „Suchende“ bezeichnet werden, denn ich bin auch auf der Suche! Die Sehnsucht nach Gott ist eine treffende Beschreibung von unserem Zustand auf dieser Erde. Sie verdeutlicht, dass Gott und seine Wirklichkeit viel größer sind als meine gegenwärtige Situation und meine Gefühle. Es ist nicht nur empfehlenswert, sondern angebracht, Gott immer wieder auszudrücken, dass wir uns nach ihm und seinem Leben in uns sehnen. Aber Sehnsucht will kultiviert werden. Als mein Sohn sich den ferngesteuerten Helikopter wünschte, tat er zwei Dinge: 1. Er informierte sich eingehend. 2. Er sprach fortwährend darüber, vertiefte so seine Erkenntnisse und teilte diese mit anderen.

Gott nahe sein

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Wenn Menschen sich auf Entdeckungsreise zu Gott begeben, ist das etwas Wunderschönes. Ein Freund von mir hat sich mal völlig überraschend auf die Suche nach Gott gemacht. Damit überraschte er zwar mich, nicht aber Gott. Eine der bedeutungsschwersten Tatsachen ist Gottes Allgegenwart – er ist jederzeit, überall, vollumfänglich präsent. Das ist eine dieser Grundaussagen, die uns erstaunt, weil sie sich nicht in unsere Gehirnwindungen einsperren lässt. Gott besser kennenzulernen, bedeutet also, sich im Licht der Gegenwart Gottes zu sehen. Aus sich selbst hat er alles, auch mein Leben, geschaffen. Er umgibt uns ständig und lädt uns zu sich ein. Nicht er ist weit weg von uns − vielmehr sind es unsere Gedanken und Gefühle. Sich Gott zu nähern, ist deshalb oft damit verbunden, zur Ruhe zu kommen, Zeit zu verbringen, Buße zu tun und Gedanken zu sortieren.

Schöpfe aus deinen Quellen

Die Frage lautet also: Welche Rituale und Rhythmen helfen mir, Gott persönlich
zu erfahren? Frisches Quellwasser bahnt sich über Jahrhunderte einen Weg ins Tal. Ähnlich können Zugänge zu Gott in uns einen erfrischenden Weg in unser Herz und Gehirn bahnen – und anders als beim Quellwasser reichen dafür oft Monate. Vielleicht hast du dir als Kind angewöhnt, immer vor dem Einschlafen einen Abschnitt in der Bibel zu lesen. Oder vor dem Essen ein Tischgebet zu sprechen. Das kann ein Quellwasser sein, welches dir jetzt noch hilft, deine Seele und deinen Geist zu erfrischen. Eine Quelle, die ich vor Monaten entdeckt habe, ist, dass ich beim Bibellesen unmittelbar festhalte, was mir gerade besonders auffällt. Mein Notizbuch lasse ich dann offen herumliegen und stolpere so regelmäßig über meine „Bibel-Schätze“.
Wie fast alles, was ich bisher längere Zeit durchziehen konnte, sind meine Zugänge zu Gott ultra simpel. Um zu wachsen, ist Wasser vollkommen ausreichend. Und mit reichlich Wasser im Tank darf es dann auch mal eine geistliche Kalorienbombe in Form einer Konferenz, Gebetsnacht oder einem Auslandeinsatz sein.

Ein paar hilfreiche Anregungen zur persönlichen Reflektion:

  • Wann und wo kommst du zur Ruhe? Wann und wo erlebst du
    Gott auch mitten in Hektik und Herausforderungen?
  • Wie kannst du Sehnsucht nach Gott kultivieren? Tust du das lieber alleine oder in Gemeinschaft? Welche Dinge ziehen dich zu ihm und welche hindern dich?
  • Wie wäre es mit intensiven Vorhaben wie die Bibel durchlesen, ein Bibelkapitel auswendig lernen, mitten in der Nacht zwei Stunden beten, Pilgern, Fasten …?

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Jonathan Bucher leitet Shine in der Schweiz. Er liebt Bibellesen und Beten, tut sich schwer mit Lobpreis und betet vor jeder Mahlzeit, auch weil Essen seine Liebessprache ist.

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