1. Korinther 12
Nun gibt es verschiedene geistliche Gaben, aber es ist ein und derselbe Heilige Geist, der sie zuteilt. In der Gemeinde gibt es verschiedene Aufgaben, aber es ist ein und derselbe Herr, dem wir dienen. Gott wirkt auf verschiedene Weise in unserem Leben, aber es ist immer derselbe Gott, der in uns allen wirkt. Jedem von uns wird eine geistliche Gabe zum Nutzen der ganzen Gemeinde gegeben. Dem einen gibt der Geist also die Fähigkeit, guten Rat zu erteilen, einem anderen verleiht er die Gabe besonderer Erkenntnis. Dem einen schenkt er einen besonders großen Glauben, dem anderen die Gabe, Kranke zu heilen – das alles bewirkt der eine Geist. Dem einen Menschen verleiht er Kräfte, dass er Wunder tun kann, einem anderen die Fähigkeit zur Prophetie. Wieder ein anderer wird durch den Geist befähigt zu unterscheiden, ob wirklich der Geist Gottes oder aber ein anderer Geist spricht. Und dem einen gibt der Geist die Gabe, in anderen Sprachen zu sprechen, während er einen anderen befähigt, das Gesagte auszulegen. Dies alles bewirkt aber ein und derselbe Heilige Geist, indem er diese Gaben zuteilt und allein entscheidet, welche Gabe jeder Einzelne erhält.
Wenn jemand von uns behauptet, wir seien für etwas begabt, haben wir eigentlich keine Veranlassung, einen roten Kopf zu bekommen. Dafür können wir nämlich nichts. Das Wesen einer Gabe ist, dass sie uns geschenkt wird – und das Wesen einer geistlichen Gabe ist, dass sie uns von Gott geschenkt wird.
Nun schenkt Gott nicht jedem die gleichen Gaben, da es sich bei der christlichen Gemeinde um ein organisches Miteinander handelt. Und da kann nicht jeder beispielsweise die Hand sein – dann wäre der Leib Christi ja auch eine Missgeburt. Also werden die Gaben gut verteilt. Alles ist aufeinander abgestimmt. Keiner kann sich dünkelhaft über den anderen erheben. Wo die Leber versagt, hat auch der Mund nichts mehr zu melden.
Also: Vielfalt ist von Gott gewollt, das Vergleichen der Gaben untereinander aber eine üble Menschengewohnheit, für die es keinen Grund gibt.
